Kitas

Steinfurth: Stadt plant Wald-Gruppe

Die Kita Zauberwald soll mit einem Angebot der Waldpädagogik voraussichtlich einen neuen Baustein erhalten. Geplant ist die Eröffnung für Ende 2022. Ziel ist es, weitere Plätze in der Einrichtung zu schaffen. Die CDU Steinfurth lobt Ersten Stadtrat Peter Krank (parteilos) für diese Lösung. Nähere Infos geben auf Anfrage des Neuen Landboten Krank und Jochen Mörler (städtischer Fachbereichsleiter Soziales, Gesundheit, Kultur und Sport).

Die Waldpädagogik soll ein weiterer Baustein in der Kita Zauberwald werden. (Foto: Tawnyowl auf Pixabay)
Die Waldpädagogik soll ein weiterer Baustein in der Kita Zauberwald werden. (Foto: Tawnyowl auf Pixabay)

Problem Wechsel Kitas/Schule

Kitakinder, die nicht in ihrem eigenen Stadtteil in die Ü3-Gruppe gehen können, haben es möglicherweise schwer, wenn sie in die Schule kommen. Fast alle anderen Klassenkameraden kennen sich schon aus der Kita, während sie aber neu in die Gruppe hinzukommen.

Kitas: CDU Steinfurth nimmt sich des Themas an

Wohl wissend, dass die Stadt ihren Verpflichtungen auch dann schon nachkommt, wenn sie einen Kita-Platz in einem anderen Stadtteil nachweist, nahm sich die CDU Steinfurth laut eigener Aussage im März dieser Thematik an. Dabei erörterten die Christdemokraten den Bedarf an Plätzen in Kitas und Krabbelstuben, der für die nächsten Jahre abzusehen ist. Wie die CDU damals feststellte, finden längst nicht mehr alle Kinder, deren Eltern das möchten, in Steinfurth auch einen Platz. Im Ortsbeirat sei das Problem auf Hinweis der CDU ebenfalls Thema gewesen.

Kitas: Klaus Dietz, Sonja Rohde, Erhard Walter, Detlef Schultheis, Viola Eisenblätter,  Oliver von Massow und Armin Kreuter freuen sich über das neue Angebot der Waldpädagogik (von links). (Foto: CDU Steinfurth)
Kitas: Klaus Dietz, Sonja Rohde, Erhard Walter, Detlef Schultheis, Viola Eisenblätter, Oliver von Massow und Armin Kreuter freuen sich über das neue Angebot der Waldpädagogik (von links). (Foto: CDU Steinfurth)
„Vorzügliche Lösung“

Für die „vorzügliche Lösung“ in der Kita Zauberwald im Rosendorf loben die Christdemokraten jetzt den zuständigen Dezernenten und Ersten Stadtrat Peter Krank (parteilos).

„Nach guter Lösung gesucht“

Er zog sich laut CDU-Sprecher Armin Kreuter nicht auf den Standpunkt zurück, dass die Stadt Bad Nauheim ja ihre Pflicht mit einem Angebot in der Stadt erfülle. Vielmehr habe er nach einer guten Lösung in einer nicht einfachen Situation gesucht.

Waldgruppe mit Kita-Wagen

Mit einer „Waldgruppe mit Kitawagen für den Außenbereich“ umschiffte Krank laut Kreuter die architektonische Problematik eines Anbaues. Das Gebäude stammt von dem Architekten Johannes P. Hölzinger und steht unter Denkmalschutz. Dabei schafft der Erste Stadtrat laut CDU Steinfurth noch ein zusätzliches bereicherndes Angebot.

CDU dankt Peter Krank

Die CDU Steinfurth bedankt sich bei Krank für die Initiative und setzt darauf, dass sie mit dem städtischen Haushalt verabschiedet wird.

Inbetriebnahme Ende 2022

Auf Anfrage dieser Zeitung bezieht der Erste Stadtrat Stellung: „Für die Kita Zauberwald in Steinfurth ist eine Waldgruppe in Planung. Eine Inbetriebnahme ist für Ende 2022 vorgesehen.“ Die Idee dazu kam aus dem Fachbereich 5, weil dort der Bedarf einer solchen Außengruppe erkannt wurde. „Die Nachfrage nach ‚Draußengruppen‘ ist in der Vergangenheit gestiegen“, bestätigt Krank.

Parlament muss zustimmen

Im Laufe der Haushaltsplanberatung für 2022 wurden die Gelder für eine solche Gruppe laut Krank eingefügt. „Das ist erst vor kurzem passiert.“ Rund 200 000 Euro koste die Einrichtung der Waldgruppe, darunter fällt etwa der Bauwagen und die Schaffung des Baurechts. „Nun muss noch die Stadtverordnetenversammlung zustimmen und die Kommunalaufsicht des Wetteraukreises den Haushalt genehmigen.“

In Steinfurth gut umsetzbar

„Eine solche Gruppe hält sich vorwiegend in freier Natur auf, das ist in Steinfurth durch den angrenzenden Wald sehr gut umsetzbar. Der Bauwagen dient dabei nur als Rückzugsort in bestimmten Fällen“, erläutert der Erste Stadtrat.  20 Plätze für Kinder ab drei Jahren schafft die Stadt damit. „Eine Waldgruppe lässt sich dort umsetzen, wo ein Wald zur Verfügung steht“, stellt Krank klar.

Nicht ausschließlich für Steinfurther Kinder

Die Gruppe steht theoretisch nicht nur Steinfurthern Kindern zur Verfügung, da die Eltern ein Auswahlrecht bei den Kindertagesstätten in der Kurstadt haben. Krank: „Es kommt immer wieder vor, dass Kinder in anderen Ortsteilen aufgenommen werden, weil die Eltern das so wünschen oder Kapazitätsgrenzen der Kita erreicht sind.“

Bauwagen und kleine Waldgbeiete

Der städtische Fachbereichsleiter Jochen Mörler beschreibt den positiven Aspekt einer Außengruppe: „Sie stellt konzeptionell das Bindeglied zwischen Kita und Waldkindergarten dar. Die Kinder sind viel draußen, haben aber die Kita jederzeit als Rückzugsmöglichkeit.“ Die Einrichtung in Steinfurth bot sich laut Mörler aus mehreren Gründen an. „Wir haben dort den Platz, um einen Bauwagen zu stellen, die Umgebung der Kita bietet kleine Waldgebiete zum Spielen.“

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