Jugendförderung

Das Programm im Kreis Gießen

Die Aufgaben und Aktivitäten der Jugendförderung sind vielfältig und so inhaltsreich, dass man sie kaum in einem kleinen Heft niederschreiben könnte. Dennoch präsentieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendförderung des Landkreises Gießen nun eine Broschüre, die zumindest alle öffentlichen Angebote auflistet, die in den nächsten Monaten stattfinden: das erste Halbjahresprogramm 2020. „Darin schildern wir knapp, welche Themenbereiche wir bearbeiten und welche Workshops wir und unsere Kooperationspartner erarbeitet haben“, erklärt Ingrid Macht als Teamleiterin.

Impulse für junge Menschen

Die Kurse richten sich nicht nur an Kinder und Jugendliche, sondern – je nach inhaltlichem Schwerpunkt – auch an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Jugendarbeit, an Lehrkräfte, an Eltern und an alle Menschen, die an einem demokratischen, kulturell vielfältigen und friedvollen Miteinander interessiert sind.

Jugenddezernent Hans-Peter Stock macht in einer Pressemitteilung des Landratsamtes deutlich: „Mit den Angeboten der Jugendförderung wollen wir jungen Menschen neue Impulse geben, damit sie für eine verantwortungsvolle und aktiv gestaltete Zukunft vorbereitet sind. Wir wollen Jugendliche stärken, damit sie sich konstruktiv einmischen können.“ Und so gehören Seminare aus dem Bereich der politischen Bildung seit jeher fest ins Programm. Zum Beispiel eine Gedenkstättenfahrt in das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald oder eine Studienfahrten nach Berlin. Zudem gibt es diverse Workshops für Menschen, die couragiert diskutieren und mitgestalten möchten. Darunter ein Rhetorik-Seminar, in dem Jugendliche  lernen, sich und ihre Meinung gekonnt zu präsentieren. Auch ein kommunalpolitisches Planspiel und ein Argumentationstraining bieten das Jugendbildungswerk sowie die Fachstelle für Demokratie und Toleranz, die beide unter dem Dach der Jugendförderung angesiedelt sind, an.

Neu im Programm und eine Reaktion auf aktuelle Lebensarten sind zwei Angebote speziell für Lehrkräfte, Medienpädagogen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Sozialarbeit an Schulen: „Hallo Alexa. Künstliche Intelligenz im Kinderzimmer“ sowie „Und die Erde ist doch eine Scheibe!“ zu Verschwörungstheorien. „Wir gehen dabei mit der Zeit und geben Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Hilfestellung für neue Herausforderungen, die die medialen Möglichkeiten mit sich bringen und den Alltag von Kindern und Jugendlichen prägen“, sagt Ingrid Macht.

Verschwörungsmythen und Sommerfreizeiten

In einer Fortbildung lernen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, wie Verschwörungstheorien auf YouTube das Weltbild von Jugendlichen prägen und wie Pädagogen Verschwörungsmythen in Schule und Jugendarbeit präventiv begegnen können. Die andere Fortbildung thematisiert digitale Sprachassistenten verschiedener Anbieter wie Siri und Alexa. Denn solche Technologien erobern nicht nur unsere Haushalte, sondern machen auch vor den Kinderzimmern nicht Halt. Die Auswirkungen sind umfangreich und kaum vorauszusagen. Dennoch: Gemeinsam wagen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Blick in die Black Box.

Zudem finden sich im Halbjahresprogramm natürlich auch „Klassiker“ wie die Sommerfreizeiten für Jugendliche (Pony-Freizeit, Erlebnisurlaub in der Natur, Action-Camp in Spanien), die Live-Rollenspiel-Abenteuer der „Waldritter“ einmal im Monat, oder auch die ständig stattfindenden Jugendgruppen in Grünberg, Lich und Heuchelheim. Zudem gibt es Workshops und Projekttage zu verschiedenen Themen, die Schulen oder Jugendgruppen buchen können.

Übrigens ist auch die Sozialarbeit in Schulen im Landkreis unter dem Dach der Jugendpflege angesiedelt. Janine Uhlenbrock koordiniert das Angebot, welches mittlerweile nahezu flächendeckende an allen Grund-, Förder- und Gesamtschulen angeboten wird. Auch an der Berufsschule des Landkreises gibt es Sozialarbeit an Schulen. Kooperations- und Anstellungsträger sind die AWO Perspektiven gGmbH, das Diakonische Werk, der Caritasverband und der Internationale Bund. (Foto: Landkreis Gießen).

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