Häusliche Gewalt

Themenabende in Lich und in Grünberg

Das Thema „Gewalt gegen Frauen“ wird  bei zwei Veranstaltungen im Kreis Gießen aus sehr unterschiedlichen Perspektiveneinheisstneinn betrachtet: Zum einen spielt es eine Rolle in einem Kochworkshop im vhs-Haus in Lich am Freitag, 18. November 2016, zum anderen während eines Filmabends in der Polizeistation Grünberg am Freitag, 25. November 2016. Die zwei Abende sollen dazu beitragen, dass häusliche Gewalt nicht als rein frauenpolitisches Thema, sondern als ein gesamtgesellschaftliches Thema wahrgenommen wird.

Ernstes Thema lustvoll aufbreitet

Kulinarische Vielfalt und häusliche Gewalt: Wie passt das zusammen? Auf Initiative der autonomen österreichischen Frauenhäuser ist ein Kochbuch entstanden, das auf lustvolle Art und Weise ein ernstes Thema mit dem Genuss guten Essens verbindet. Darin zu finden sind Rezepte von Frauen, die in einem Frauenhaus Zuflucht gefunden haben. Beim gemeinsamen Zubereiten und Einnehmen von Speisen kommen Menschen zusammen, sie kommunizieren mit Freude und Kreativität.

Die kraftvolle und lebensbejahende Funktion guten Essens steht deshalb während des Kochworkshops mit besonderen Rezepten von besonderen Frauen im Mittelpunkt eines ernsten Anliegens. Das außergewöhnliche Angebot findet am Freitag, 18. November, von 18 bis 22 Uhr in der Volkshochschule (vhs) des Landkreises Gießen (Kreuzweg 33, 35423 Lich) statt. Eine verbindliche Anmeldung zu Kurs-Nr. 0237423 ist direkt bei der Kreisvolkshochschule: (Telefon 0641 9390-5700 oder über www.vhs-kreis-giessen.de) möglich.

Auswege

Auch die zweite Veranstaltung an einem besonderen Ort ermutigt auswegedazu, sich über das schwierige Thema „Häusliche Gewalt“ zu informieren: In der Polizeistation Grünberg wird eine Woche später, am Freitag, 25. November, um 19 Uhr der Spielfilm „Auswege“ gezeigt. Dieser handelt von drei sehr unterschiedlichen Frauen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie in einer von Gewalt geprägten Partnerschaft leben. Sie hoffen auf Besserung, verdrängen, vertuschen, halten aus: sie wollen keine Opfer sein. Sie werden zermürbt von Schuldgefühlen und Angst und der Trauer darüber, dass selbst ihre Liebe von der Gewalt des Partners zerstört wird. Bis die drei Frauen schließlich auf unterschiedliche Weise ermutigt sind, den Weg heraus aus der häuslichen Gewalt zu gehen. „Auswege“ ist ein bemerkenswerter Film, der sich hart an der Realität orientiert und dadurch eindringliche Wirkung erzielt.

Die Polizei und Vertreterinnen von Frauenhäusern und Beratungsstellen sind vor Ort, um Fragen zu klären und umfassend über „Auswege“ zu informieren. Die Kreisfrauenbeauftragte und der Arbeitskreis „Frauen gegen Gewalt im Landkreis Gießen laden Interessierte, Unterstützende und Betroffene ein. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind erbeten bei der Kreisfrauenbeauftragten per E-Mail an Angelika.Kaemmler@lkgi.de oder telefonisch unter 0641 9390-1490.

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