Gerdas Bettgeflüster

Kuscheln mit „Afterhour Eierbagge“

Von Bruno Rieb

Der Landbote präsentiert „Gerdas Bettgeflüster“. Jutta Himmighofen-Strack bittet als Gerda Schmidt interessante Menschen zum Interview – und zwar ins Bett. Zum Auftakt war sie mit Marcel Heller und Dennis Schulz in den Federn. Die beiden machen recht erfolgreich den Podcast „Afterhour Eierbagge“. Sie waren ein Glücksgriff für den Auftakt von Gerdas neuer Reihe. Hier ist der Film:

Nur die Schuhe wurden ausgezogen

Der Landbote durfte bei den Dreharbeiten im Friedberger Bettenhaus Decher dabei sein. Die waren ziemlich heiß. Die Frühlingssonne hatte den Raum im ersten Stock des Bettenhauses in beinahe tropische Temperaturen versetzt. Gerda Schmidt lief aufgeregt im Morgenrock herum. Ihre Bettgenossen ließen auf sich warten. Sie empfing sie für ihre Verhältnisse recht freundlich mit den Worten: „Es wird knallhart, das kann ich euch sagen.“ Gerda Schmidt hat ein loses Mundwerk zu ihrem Markenzeichen gemacht.

So richtig hart wurde es für die beiden Eierbagger zwar nicht, gekuschelt wurde aber auch nicht. Die beiden Podcast-Macher (Podcast ist eine moderne Bezeichnung für Hörspiel) sind auch nicht auf den Mund gefallen. „Ich schlafe eigentlich nackt“, sagte Marcel, bevor er ins Bett stieg. Die Kleidung behielt er – wie alle anderen – bis auf die Schuhe an. Sicherheitshalber sagte er noch: „Ich habe geduscht, ich wusste ja nicht, was passiert.“

Gerda Schmidt alias Jutta Himmighofen-Strack im Bett mit Marcel Heller und Dennis Schulz. (Fotos: Bruno Rieb)

Gerda Schmidt hatte ihre knallharten Fragen sauber auf Kärtchen notiert. „Guck mir nicht in die Karten“, ermahnte sie Marcel. „Der guckt nicht in die Karten, der guckt ganz woanders hin“, erklärte Dennis.

Fragen, die wehtun

Sie sei investigative Journalistin und stelle Fragen, „die wehtun“, sagte Gerda. Dennis fiel ihr aber mit der Frage der Fragen der Eierbagger ins Wort: Werden Rühreier erst in der Pfanne verrührt oder schon vorher, wollte er von der investigativen Journalistin wissen. Die verrührt die Eier vorher und gibt Sprudelwasser dazu, damit das Rührei „fluffig“ wird. Eierbagger Marcel sieht sich bestätigt und jubelt, Dennis ist enttäuscht.

Gerda, ganz investigativ, hatte sich vor ihrem Auftritt über die Schlafgewohnheiten ihrer Gäste informiert. Also öffnet sie für Marcel ein Fenster, weil der bei offenem Fenster schläft, und stellt ihm eine Flasche Sprudel ans Bett, weil er die immer am Bett stehen hat. Dennis bekommt einen Stoffhund, weil er zu Hause seinen Hund ins Bett lässt. Später bekommt er noch einen Klappspaten, weil er sich in einem Podcast beschwert hatte, dass Menschen im Gegensatz zu Hunden überall hinmachen würden, und gefordert, dass die menschlichen Gassigeher einen Spaten dabeihaben sollten.

Es wurde gemütlich: Gerda servierte ihren Bettgenossen Bier und selbstgebackenen Kuchen.

Heikel wurde es am Ende des Drehs. Gerda wollte mit Marcel alleine im Bett sein. „Ich habe schon bemerkt, dass da was läuft“, verabschiedete sich Dennis. Gerda wollte sich aber mit Marcel nur über seinen Beruf unterhalten: Er ist Bestatter. Sie sei „in den Zielgeraden“, ob Marcel für sie so etwas wie eine Afterlifeparty organisieren kann? Kann er. Es entspann sich eine kurze Diskussion, wie das Bettgeflüster enden soll. Gerde wollte sich einfach nur umdrehen. Man einigte sich zunächst darauf, dass sie einschlafen soll, während Marcel ihr von der Afterlifeparty erzählt. Unser Reporter hatte schon den Schlusssatz seines Artikels im Kopf: Keine Angst, Gerda ist nur eingeschlafen, nicht entschlafen. Das nächste Bettgeflüster kommt bestimmt.

Es kam aber anders: Die Eierbagger können auch Musik machen, sogar im Bett. Und Gerda und Klaudia Decher schunkeln dazu. Bettenhaus-Betreiberin Klaudia Decher hatte die Idee, Interviews im Bett zu führen.

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