Der Landbote präsentiert

Gerda Schmidt im Bett mit …

Von Bruno Rieb

Jutta Himmighofen-Strack schlüpft gerne in die Rolle von Gerda Schmidt. Perücke und große Brille auf, und schon darf sie sagen, was sie im normalen Leben vielleicht nicht einmal zu denken wagt. Und auch eher ungewöhnliche Sachen machen. Interviews im Bett zum Beispiel.

Gleich zwei junge Männer hat sie sich zum Auftakt ihrer neuen Serie „Gerdas Bettgeflüster“ in die Federn gelockt: Marcel Heller und Dennis Schulz. Die beiden haben es mit ihren Hörspielen „Afterhour Eierbagge“ zu einigem Ruhm und zur Auszeichnung „Wetterauer Original“ des Wetteraukreises gebracht. In ihren im Computerzeitalter „Podcasts“ genannten Internetauftritten feiern sie das Landleben, vor allem das in der Wetterau. Hier lernt man zuerst Traktorfahren und dann Schreiben und die Sonne geht über den Feldern unter und nicht hinter Hochhäusern, erklären sie regelmäßig zum Auftakt ihrer Sendungen, über 90 sind es inzwischen.

An, aber nicht über Grenzen

Jutta Himmighofen-Strack hat sich für ihre Rolle als Gerda ein Friedberger Original ausgesucht: Gerda ist eine entfernte Verwandte von Wolf Schmidt, der als „Babba Hesselbach“ hessische Geschichte(n) schrieb. „Gerda ist relativ hemmungslos. Was nicht heißt, dass sie über Grenzen geht, aber sie geht an Grenzen“, erläutert Jutta Himmighofen-Strack im Interview mit dem Landboten ihre Rolle. Ihr neues Format begründet sie süffisant damit, dass es eine Chance sei, in ihrem Alter „noch attraktive Männer ins Bett zu bekommen“. Gerda hat eben „ein bisschen loses Mundwerk“.

Die Idee mit den Interviews im Bett stammt allerdings nicht von ihr sondern von Klaudia Decher vom Bettenhaus Decher an der Friedberger Kaiserstraße. Betten sind deren täglicher Job, da liegt so eine Idee nicht fern. „Betten gehören zum täglichen Leben der Menschen. Warum also dort nicht auch Interviews führen?“, fragt sie.

Gerda Schmidt beim Drehen mit Marcel Heller (links) und Dennis Schulz. Nur die Schuhe hatten die Jungs ausgezogen, bevor sie zu Gerda unter die Decke schlüpften.

Drehort der neuen Gerda Schmidt-Reihe ist denn auch das Bettenhaus Decher. Der erste Drehtag war heiß. Nicht wegen der Bettszenen, sondern weil die Maisonne den Raum im ersten Stock aufgeheizt hatte. Gerda Schmidt fragte sich allerdings, ob sie vor Aufregung oder wegen der Wechseljahre schwitzt. Kaum waren die beiden Jungs mit ihr in der Falle, schien alle Aufregung verflogen zu sein. „Es wird knallhart, das kann ich euch sagen“, prophezeite sie ihren Interviewpartnern.

Mehr wird hier über die Dreharbeiten nicht verraten. Das tun wir erst, wenn wir den ersten Teil von Gerda Schmidts neuer Serie präsentieren.

Also: Demnächst in diesem Theater: „Gerdas Bettgeflüster“

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