Geld für die Region

Förderprogramm wird vorgestellt

Von Corinna Willführburg

2,1 Millionen Euro EU-Gelder fließen zur Strukturentwicklung in die Wetterau. Das Förderprogramm wird am 1. Juni 2015 in Wölfersheim vorgestellt.

LEADER-Region Wetterau/Oberhessen

Über sechs Monate haben Vertreter aus Kommunen, Verbänden und Organisationen sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger in 2014 ein regionales Entwicklungskonzept für die LEADER-Region Wetterau/Oberhessen erarbeitet. Ihr Einsatz hat sich gelohnt. Im Februar erhielten sie von Hessens Umweltministerin Priska Hinz die Zusage, dass die Europäische Union und das Land Hesswoelfersheimen Projekte zur Strukturentwicklung in 17 Kommunen in der Wetterau und in Oberhessen mit 2,1 Millionen Euro unterstützen. Zum Start der LEADER-Region Wetterau/Oberhessen 2015 bis 2020 lädt die Wirtschaftsförderung Wetterau als Träger des Programms nun für Montag, 1. Juni, 18.30 Uhr, zu einem öffentlichen Regionalforum in die Wetterauhalle nach Wölfersheim ein.

Enger Zeitplan

Der Zeitplan des ersten Regionalforums ist eng getaktet. Nach den Rahmenbedingungen zu den Möglichkeiten im Rahmen LEADER-wif1Förderungen, werden „regionale Entwicklungsstrategien und Handlungsfelder“ vorgestellt. Zu diesen gehören Ideen und/oder Perspektiven für Kultur und soziale Einrichtungen in Dörfern und Städten, Vorschläge für die Entwicklung von Tourismus und Naherholung, für Wirtschaft, Mobilität, Bildung und erneuerbare Energien und die Kulturlandschaft sowie die Vermarktung regionaler Produkte. Nach knapp einer Stunde wird es bereits um konkrete Projektideen gehen. Außerdem sollen erste Arbeitskreise gebildet werden.

Besonders neugierig macht die Ankündigung der Wirtschaftsförderung Wetterau auf den für 20.30 Uhr vorgesehenen Punkt „Öffentlicher Projektaufruf“. Denn dieser richtet sich an alle, die sich mit einer guten Idee oder einem konkreten Vorhaben an der zukünftigen Entwicklung der Wetterau beteiligen wollen – ob als Ein-Mann-Betrieb im Tourismus oder als Firma mit Gewerbestandort. Die Veranstaltung endet nach einem Resümee und einem Blick in die Zukunft mit einem „Come together“ nebst Imbiss.

Sechs neue Kommunen „mit im Boot“

Auf gute Erfahrungen mit dem LEADER-Programm können bereits wifdie elf Kommunen aus dem Altkreis Büdingen und Oberhessen zurückgreifen, die von 2008 bis 2013 von der EU-Förderung profitierten. Insgesamt 51 Projekte – darunter die Erarbeitung eines Masterplans für Bad Salzhausen, eine Machbarkeitsstudie für das Hofgut Ranstadt und Ansiedlungsprojekte in Nidda und Gedern – konnten mit dem Geld aus Brüssel in Angriff genommen beziehungsweise realisiert werden. Neu im Förderungszeitraum 2015 bis 2020 sind die Kommunen Florstadt, Reichelsheim, Wölfersheim, Münzenberg, Rockenberg und Butzbach.

Drei Fragen an Bernd-Uwe Domes und Klaus Karger, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wetterau

Zum Start der LEADER-Region Wetterau/Oberhessen 2015-2020 hat die Wirtschaftsförderung Wetterau als Träger des Projekts Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft, aus Verbänden, Vereinen und Organisationen eingeladen. Besonders auch die Bevölkerung ist beim Regionalforum in der Wetterauhalle in Wölfersheim willkommen. Was sollen interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Veranstaltung mitnehmen?

Karger
Klaus Karger

Karger: Wichtig ist uns zunächst, dass die Förderung einer regionalen Identität und das Wachsen einer Verantwortungsgemeinschaft über die jeweiligen Stadtgrenzen hinaus als wichtige Zukunftsaufgabe für unsere ländlich geprägte Region verstanden werden. Wir möchten aber auch ganz praktisch vermitteln, wie aus einer Projektidee ein förderfähiger Projektantrag wird.

Ihre erste große öffentliche Veranstaltung bietet viele Informationen. Wo und wann wird es Raum für Mitwirkung und Anregungen geben?

Domes
Bernd-Uwe Domes

Domes: Das vorliegende regionale Entwicklungskonzept „Zukunft Heimat“ wurde in einem breiten Beteiligungsprozess erarbeitet. Wir möchten gemeinsam mit den Bürgern, Betrieben und Institutionen in unserer Region nachhaltige Projekte entwickeln, um die herausgearbeiteten Strategien erfolgreich umzusetzen. Dazu werden in den wesentlichen Handlungsfeldern wie beispielweise dem „Lebensraum Dorf“ Arbeitskreise gebildet. Da ist aktive Mitwirkung nicht nur möglich sondern auch notwendig. Unsere Region steckt voller Kraft, Ideen und Potenziale durch die Menschen, die hier leben und arbeiten.

Wie werden Sie im Förderungszeitraum die Bevölkerung über den Fortgang der Aktivitäten und Projekte im Rahmen der LEADER-Region Wetterau/Oberhessen auf dem Laufenden halten?

Karger: Wir planen neben den Arbeitsgruppen regelmäßige Regionalforen durchzuführen. Diese haben in der Regel ein für die Region entwicklungsrelevantes Hauptthema, wie etwa die Frage von neuen Formen der Mobilität in den Dörfern und deren Anbindung an die Zentren. Im Rahmen der Veranstaltungen wird über den Prozess informiert und es werden Mitwirkungsmöglichkeiten aufgezeigt.

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