Freibad Büdingen

Schwimmtag für HundeHunde3

Von Petra Ihm-Fahle

In Büdingen wollen CDU und Grüne einen Hundeschwimmtag auf die Beine stellen. Ort soll das Freibad sein, doch Bürgermeister Erich Spamer will dagegen vorgehen. „Eher müssen Sie mich abwählen“, erklärte der Freie Wähler neulich im Stadtparlament.

Neue Kunden fürs Büdinger Freibad

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Bei der Hitze ist eine Abkühlung willkommen. (Fotos: pv/Achner)

„Ich dachte im ersten Moment an einen Aprilscherz“, schüttelte Gunnar Bähr (Fraktion Pro Vernunft) den Kopf, als die Büdinger Stadtverordneten neulich über das eventuelle Hundeschwimmen im Freibad debattierten. Anlass war ein Antrag von CDU und Grünen, die sich am Ende der Badesaison einen Schwimmtag für die Vierbeiner wünschen. Wenn der normale Badebetrieb vorbei ist, sollen die Fellnasen plantschen. „Ein positiver Nebeneffekt wäre, dass neue potentielle Kunden ins Bad kämen und seine Attraktivität kennenlernen würden“, meinen die Antragsteller. Bähr konnte es nicht fassen, „an den Spazierwegen liegt ein Haufen neben dem anderen – und dann ein Hundeschwimmtag! Wir lehnen den Antrag natürlich ab“. Benjamin Harris (CDU) erklärte indes, sich eingelesen und festgestellt zu haben, dass in Städten wie Trebur, Leverkusen und Großauheim keine Schäden durch Hundeschwimmtage entstanden seien. Denn auch er habe zunächst überlegt, ob beispielsweise die Filteranlage durch Hundehaare kaputtgehen oder der Rasen leiden könne. „Es ist ein Antrag für die kleinere Zielgruppe, die Hundebesitzer“, warb Harris um Verständnis. Für manche Menschen sei das Leben mit Vierbeinern eben enorm wichtig – „zu sagen, es sei wie ein Aprilscherz, wird der Sache nicht gerecht“. In anderen Kommunen habe sich die Aktion als sehr erfolgreich erwiesen.

Unterhaltsame Show

„Hunde gehören nicht ins Freibad. Es schadet dem Bad und den Hunde1Hunden schadet das Chlorwasser“, unterstrich Rathauschef Erich Spamer (FWG). Mit so etwas sei keine Werbung für die „herrliche“ Anlage zu mache, da sich die Besucher ekeln würden. „Da müssen Sie mich abwählen, ehe der erste Hund schwimmt. Ich werde dagegen vorgehen“,  sagte Spamer. Der Seemenbach sei für die Tiere besser geeignet.

Heidi Schlösser nannte die Idee hingegen innovativ, „man sollte es im Ausschuss beraten“, schlug die Sozialdemokratin vor. Joachim Cott (Grüne) pries das Anliegen an: „Der Hund wird mit Chlorwasser nicht belästigt, weil die Chlorierung vorher abgestellt wird. So blöd ist niemand.“ Aus der Sache lasse sich sogar eine unterhaltsame Show machen, bei der beispielsweise die Rettungshundestaffel auftreten könnte. „In zwanzig Kilometern Umkreis wären wir die einzigen“, zeigte er sich von den Werbeeffekten überzeugt. Mit vier Gegenstimmen wurde der Antrag in den Ausschuss für Bau und Planung verwiesen.

Ein Gedanke zu „Freibad Büdingen“

  1. Klaus Dieter Meier: Finde ich schon interessant über welche Probleme ein Parlament diskutieren zu müssen glaubt, in einer Stadt in der hessenweit die meisten NPDler gewählt wurden und deren Bürgermeister die größten Probleme bei der Antifa sieht. Fehlt nur noch, dass Flüchtlinge nicht mehr ins Freibad dürfen, während deutsche Schäferhunde dort baden ! Das wäre dann für gewisse Leute ein, wie sie es gerne ausdrücken, „innerer Reichsparteitag.“ Ihr heiß geliebter Führer hatte ja auch seinen Schäferhund „Blondie“,ein Schelm wer böses dabei denkt !

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