Ein Echo wird verkauft

Wechsel in RüsselsheimEcho

Die 1956 gegründete Tageszeitung „Rüsselsheimer Echo“ aus dem Verlag des Darmstädter Echo wird an die Mediengruppe der Frankfurter Societät verkauft.  Die Societät gehört zum selben Konzern wie die Frankfurter Allgemeine und die Frankfurter Rundschau .Ein entsprechender Vertrag wurde am11. Juni  unterzeichnet. Das hat Folgen für die Belegschaft.

Ein Echo wird verkauft

Den Verkauf hatte das Bundeskartellamt zur Voraussetzung dafür gemacht, dass für die bereits am 2. Februar 2015 bekannt gegebene Übernahme der Echo Medien durch die Verlagsgruppe Rhein Main (VRM, Mainz) die kartellrechtliche Zustimmung erteilt wird. Das Kartellamt hatte auf dem Verkauf bestanden, weil die VRM ebenfalls in Rüsselsheim bereits die „Main-Spitze“ herausgibt, die mit dem Rüsselsheimer Echo im Wettbewerb steht.

Die Mediengruppe Frankfurter Societät will nun die Tageszeitung „Rüsselsheimer Echo“ übernehmen. Der Verlag, der die „Frankfurter Neue Presse“ (FNP) und deren Regionalausgaben herausgibt, einigte sich mit der Darmstädter Echo Medien GmbH auf den Kauf des Lokalblattes, wie die Sprecher beider Unternehmen am Donnerstag mitteilten.

Elf Redakteure, 3800 Abos

Das Kartellamt hat dem Verkauf aber noch nicht zugestimmt.. Das „Rüsselsheimer Echo“ mit seinen  3800 Exemplaren Abonnenten soll soll die überregionalen Seiten künftig von der Redaktion der FNP erhalten. Den Regionalteil produziere ein neu zu formierendes Team in Rüsselsheim, teilte die Societät mit. Alle elf Mitarbeiter der bisherigen Rüsselsheimer Stammredaktion würden in der Echo-Gruppe weiter beschäftigt. Diese bleibe auch weiterhin für Anzeigen und Druck zuständig, so ein Verlagssprecher. Das meldete am Donnerstag die Frankfurter Allgemeine.

Die in Mainz ansässige VRM gibt in Rüsselsheim mit der „Main-Spitze“ eine lokale Konkurrenz-Zeitung zum Echo heraus. Weitere Lokalausgaben wolle die Echo Medien GmbH nicht veräußern, sagte der Sprecher

 Grundsätzlich sei es zwar positiv, dass ein potenter Käufer gefunden worden sei und damit die publizistische Vielfalt in der Region erhalten blieben, bewertet Manfred Moos von Verdi  Hessen den Verkauf. Die Gewerkschaft sei aber überhaupt nicht damit einverstanden, dass mit dem Übergang an einen neuen Eigentümer die Tarifbindung aufgegeben werden soll. Nach Verdi vorliegenden Informationen hat die tarifgebundene Frankfurter Societät, die unter anderem die Frankfurter Neue Presse herausgibt, für den Erwerb des Rüsselsheimer Echos eigens eine tariflose Tochtergesellschaft gegründet.

Die bald wohl an die Mainzer VRM gehende Echo-Gruppe hat bisher bereits die eigene Druckerei in Darmstadt aufgegeben und laut Verdi 180 Kündigungen ausgesprochen. Neben dem Darmstädter Echo  gibt es auch Echo-Ausgaben in Groß-Gerau, im Odenwald und im Hessischen Ried.

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