Corona-Impfung

Risiken im Urlaub minimieren

Den Urlaub wieder in vollen Zügen genießen – lange Wochenenden, die bevorstehenden Sommerferien und weitgehend weggefallene Corona-Beschränkungen machen es möglich. Dennoch rät der Landkreis Gießen zur Vorsicht, denn: Gerade dort, wo Tests und Maske wegfallen, ist ein guter Impfschutz gegen das Coronavirus besonders wichtig.

Renate Braun ist ärztliche Leitung des Impfangebotes des Landkreises Gießen und weiß, mit welchen Risiken das Reisen in diesem Jahr verbunden ist, wird von der Pressestelle des Landkreises unterstrichen.

Schwerem Verlauf vorbeugen

Ungeimpften rät Renate Braun dringend, sich vor Urlaubsantritt immunisieren zu lassen. Zudem sei eine zweite Auffrischungsimpfung inzwischen bei immer mehr Menschen möglich und sinnvoll, um einem schweren Krankheitsverlauf im Falle einer Ansteckung vorzubeugen

Gefahr noch nicht gebannt

„Die Impfung gegen das Coronavirus sollte genauso selbstverständlich sein wie das Buchen einer Reise“, findet Renate Braun. In einigen Ländern wie den USA, Australien oder Dubai ist eine Einreise ohne den entsprechenden Impfschutz gar nicht möglich.

Doch auch dort, wo es keine Einschränkungen mehr gibt, sollten sich Urlauber ausreichend schützen: „Dass viele Länder nur noch einen gültigen PCR-Test zur Einreise fordern oder gar auf jeglichen Nachweis verzichten, bedeutet nicht, dass die Gefahr durch Corona gebannt ist. Im Gegenteil: Auf vielen Reisen stehen die Menschen in engem Kontakt zu anderen. Sie können sich viel leichter anstecken und im schlimmsten Fall schwer erkranken.“

Den Ärmel hochkrempeln

Den Ärmel hochkrempeln und piksen lassen – für Renate Braun ist das der einfachste Weg, um die Risiken für jeden einzelnen zu minimieren sich selbst vor Komplikationen zu schützen, sollte ein Land seine Einreiseregeln wieder verschärfen.

Das gilt für bislang Ungeimpfte genauso wie für all diejenigen, die für eine zweite Boosterimpfung infrage kommen. Dazu zählen Menschen über 70 Jahre sowie Menschen mit Immunschwäche. Die Auffrischung kann frühestens drei Monate nach der ersten Boosterimpfung erfolgen. Zudem können sich Beschäftigte aus dem Gesundheits- und Pflegebereich frühestens ein halbes Jahr nach der ersten Boosterimpfung ein weiteres Mal impfen lassen. Wer nicht zu einer dieser Gruppen gehört, kann ebenfalls nach einem halben Jahr auf ausdrücklichen Wunsch und nach ärztlicher Bewertung eine zweite Boosterimpfung erhalten. Diese Beratung findet vor jedem Impfangebot statt.

Wo man sich impfen lassen kann

Vor der Kreuzfahrt, dem Städtetrip oder der Fernreise lohnt sich also der Gang zu Impfcenter, Impfcontainer oder Impfbus. Darüber bietet der Landkreis Gießen in Zusammenarbeit mit seinen Partnern DRK Kreisverband Marburg-Gießen und JUH Regionalverband Mittelhessen kreisweit und ohne Termin Impfungen an. 

        Das Impfcenter des Landkreises Gießen in der Galerie Neustädter Tor ist montags bis samstags zwischen 10 und 20 Uhr geöffnet. Geimpft wird mit den Impfstoffen von BioNTech, Moderna und Novavax. Das Impfangebot gilt für Personen ab fünf Jahren.

       Der Impfcontainer des Landkreises Am Kirchenplatz 5 in Gießen bietet montags, dienstags, donnerstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr, mittwochs und samstags von 9 bis 15 Uhr sowie freitags von 12 bis 18 Uhr Impfungen mit den Impfstoffen von BioNTech und Moderna an. Hier gilt das Impfangebot für Personen ab zwölf Jahren.

      Der Impfbus ist täglich an verschiedenen Orten im ganzen Kreisgebiet unterwegs. Auch hier wird mit den Impfstoffen von BioNTech und Moderna geimpft und das Angebot gilt für Personen ab zwölf Jahren. Die Haltestellen werden regelmäßig im Internet unter  corona.lkgi.de/impfbus aktualisiert.   Unter corona.lkgi.de sind zudem alle weiteren wichtigen Informationen und Fragen rund um Corona hinterlegt.

Titelbild: Zu den Impfstandorten gehört weiterhin der Impfcontainer am Kirchenplatz 5 in Gießen. (Foto: Jörg-Peter Schmidt)

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