Büdingen

Vorstadt: Es bleibt bei Pflaster

Die geplante Sanierung der Fahrbahn in der Vorstadt von Büdingen kommt nicht wirklich voran. Kürzlich schlug Bürgermeister Erich Spamer (FWG) vor, Präge-Asphalt statt Pflaster zu verwenden. Nach einer gemeinsamen Sitzung des städtischen Haupt- und Finanzausschusses sowie des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Hochwasserschutz bleibt es aber bei Pflaster. Ein Antrag des Seniorenbeirats auf eine Fahrspur für Rollatoren wird berücksichtigt.     

Der Seniorenbeirat möchte, dass die Gehsteige in der Vorstadt in Büdingen eine Fahrspur für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwägen erhalten, hier der Vorsitzende Willi Schierhorn.  (Bild: Petra Ihm-Fahle)
Der Seniorenbeirat möchte, dass die Gehsteige in der Vorstadt in Büdingen eine Fahrspur für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwägen erhalten, hier der Vorsitzende Willi Schierhorn.  (Bild: Petra Ihm-Fahle)

Büdingen: Viele Basaltsteine fehlen

Kritisch schaut Seniorenbeiratsvorsitzender Willi Schierhorn auf den Belag der Büdinger Vorstadt. Viele Basaltsteine fehlen, besonders am Übergang von der Bahnhofstraße. Wer weiterfahren will, muss Tempo 10 einhalten, weshalb die Stadt den Straßenbelag erneuern will. Mit Pflaster, so hieß es bislang, doch seit der jüngsten Stadtparlamentssitzung stand überraschend wieder Asphalt im Raum – in Pflasteroptik. Schierhorn interessiert an dem Vorhaben aber etwas ganz anderes, das ist der Gehsteig.

Büdingen: „Man kann stolpern“

„Der hat genauso viele Löcher wie die Straßenmitte auch. Viele Menschen haben damit Probleme und stolpern“, sagt er. Bisher sei alles gutgegangen, sagt Schierhorn. „Aber es kann auch mal zu einer größeren Verletzung kommen, wenn jemand fällt und sich das Bein oder den Oberschenkelhals bricht.“ Insofern beantragte der Seniorenbeirat jüngst, den Bürgersteig mit einer Fahrspur für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen zu versehen. Das Gremium besteht erst seit Kurzem, daher kommt der Vorschlag erst jetzt.   

Stadt verschob Projekt immer wieder

Es ist ein weiterer Aspekt in der Geschichte der Fahrbahnerneuerung, die das Stadtparlament seit Jahren diskutiert. Bisher tut sich nichts. Vielmehr verschob die Politik das Projekt aus Rücksichtnahme auf den Einzelhandel immer wieder. Im Frühjahr nun sollten die Arbeiten endlich losgehen.

Gestiegene Baukosten

In Pflasteroptik zu asphaltieren war ein bereits bekannter Gedanke, den die Stadt vor einigen Jahren vor Gericht gegen die Denkmalpflege-Behörde durchsetzte und wieder verwarf. Als Grund, es nun doch zu wollen, gibt Bürgermeister Erich Spamer (FWG) die stark gestiegenen Baukosten für die Pflasterung an. Mit rund 600 000 Euro wäre das Vorhaben doppelt so teuer wie mit Asphalt. Zudem soll das Asphaltieren viel schneller gehen, was den gebeutelten Einzelhändlern zugutekäme.

Das Pflaster in der Vorstadt in Büdingen ist in desolatem Zustand. Es muss erneuert werden. (Foto: Petra Ihm-Fahle)
Fördergelder nutzen

Die beiden Ausschüsse entschieden am Mittwochabend allerdings anders: Dies auch, da sich überraschend ein Fördertopf aus dem Programm „Lebendige Zentren“ auftat. Dies geht aus einem Bericht des Kreis-Anzeigers hervor. Insofern wird die Stadt die Fahrbahn pflastern, die Gehsteige sanieren und dem Antrag des Seniorenbeirates entsprechen. Die Kosten betragen 900 000 Euro, die Arbeiten dürften zehn Wochen dauern. Voraussichtlich aber nicht im nächsten Jahr.

Lebendige Zentren

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