Baumpflanzaktion

Ein Apfelbaum wird gesetzt

von Ursula Wöll

Voilá, hier ein Apfelbäumchen der Sorte „Cox Orange Renette“. Am 1. März rief ich in dieser Internet-Zeitung dazu auf, Bäume zu pflanzen. Da muss ich mit gutem Beispiel vorangehen. Das Apfelbäumchen widme ich dem 1837 jung verstorbenen Georg Büchner. Es ist bereits getauft, und zwar auf „Lenz“. Weil „Lenz“ der Titel einer Erzählung ist, die Georg Büchner schrieb. Und natürlich, weil der Lenz jetzt kommt. Warum aber gerade Georg Büchner? Er war Mitautor des Hessischen Landboten, von dem der Neue Landbote seinen Namen ableitet.

„Lenz“ hat Glück

Der Apfelbaum der Sorte Cox Orange Renette, der auf den namen „Lenz“ getauft ist. In Kürze wird er im Garten von Ursula Wöll seine neue Heimat finden.

Schon in der Antike gab es Apfelbäume, wenn nicht gar zu Zeiten Adams und Evas. Heute gibt es einige tausend Sorten Äpfel. Cox Orange Renette gehört zu den älteren Sorten und ist eher süß im Geschmack. Zum Backen, Kochen, Rohessen und Saften geeignet und bereits Ende September reif. Ich wählte diese Sorte, weil ich als Kind von einem solchen Baum Früchte pflückte. Das Geschmacksaroma ist mir in unauslöschlicher Erinnerung. Der Baum  „Lenz“ hat Glück. Er wird sein Leben zwar nicht auf einer Streuobstwiese verbringen, aber auch nicht in eine Reihe gedrängt auf einer Obstplantage. Er wird noch per Hand geerntet werden und nicht maschinell. Er wird keine chemischen Dünger erhalten. Und er wird zur Heimat für allerhand Kleintierzeug werden und das Summen der Bienen hören, die seine Blüten bestäuben. Auch soll er mit seinen Früchten die Landbotenfans alljährlich auf einer Party im Herbst beglücken. Bis an sein dürres Ende – oder das der Landbotenzeitung. Mal schauen, wer länger durchhält.

Bäume pflanzen ist ganz einfach

„Lenz“ Nr. 1 stammt aus dem Bauhaus und hat um die 25 Euro gekostet. Er wird in den nächsten Tagen aus seinem Plastiktopf befreit und in ein gegrabenes Loch gesetzt. Das wollen einige Mitglieder der Landbotenredaktion übernehmen. Bäume kann man auch beim Baumarkt oder bei Obi kaufen, sogar online und mit Anlieferung. Das bringt jedoch außer dem Topf noch eine Menge Verpackungsmüll, so dass man aus Scham rötere Backen als die Äpfel bekommt. Erste Adresse sind natürlich die Baumschulen, die etwas mehr verlangen.

Ich bin gespannt, wo das nächste Bäumchen gepflanzt wird. Als symbolische Handlung gegen die globale Baumvernichtung und als Appell, den Klimaschutz ernsthafter voranzubringen.

‚Lenz/Der Hessische Landbote‘ Reclam 7955 (1,60 Euro) oder ‚Lenz, Text und Kontext‘ Reclam XL 19232 (3,80 Euro)

Titelbild: Cox-Orange (Foto: Wikipedia/ David Wright, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14248050)

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