Kein Bombenfund
von Jörg-Peter Schmidt
Um 16.05 kam am 15. Oktober in einer Mitteilung der Stadt Gießen die Entwarnung: „Bei den weiteren Sondierungsbohrungen konnten an keiner getesteten Stelle eine Bombe oder darauf hindeutende Auffälligkeiten gefunden werden.“ In der Frankfurter Straße/Ecke Robert-Sommer-Straße an der Bushaltestelle stadtauswärts war ab 8 Uhr morgens eine Verdachtsstelle einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg aufgegraben worden.Evakuierung vermieden
Bei einem Bombenfund wäre eine Evakuierung im Umkreis von 1000 Metern in Gießen notwendig geworden. Die Stadt Gießen schrieb dazu in ihrem Liveticker: „Der Kampfmittelräumdienst muss nicht anrücken und es muss keine Entschärfung mit Evakuierung durchgeführt werden. Die Sondierungsarbeiten sind damit abgeschlossen.“
Es gab Sorge
In Gießen nimmt man die Nachricht aus dem Stadthaus am Berliner Platz mit großer Erleichterung auf. Denn ein Bombenfund hätte weitreichende Folgen gehabt. Tausende von Menschen hätten ihre Wohnungen verlassen müssen. Seniorenheime im Umfeld des Gebiets der Evakuierungszone wären betroffen gewesen. Straßenverkehrsbehinderungen und Verzögerungen im Bahnverkehr wären unvermeidbar gewesen. Die Stadt hätte Quartiere in der Mensa der Gebrüder-Grimm-Schule und in der Kongresshalle zur Verfügung gestellt.
Es waren also umfangreiche Planungen für den Notfall vorbereitet worden. Allen Beteiligten, die sich um diesen möglichen Bombenfund gekümmert haben, kann man nur danken.
Titelbild: Luftaufnahme Gießens (Teilausschnitt). Foto: Wikpedia, Torsten Bärmann)