Amphibienwanderung

Kreisstraße gesperrt

Im Landkreis Gießen ist die Kreisstraße 29 zwischen Lollar und Staufenberg-Daubringen  bis Dienstag, 19. April 2022. aufgrund von Amphibienwanderungen voll gesperrt. Das teilt  die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Gießen mit.

Da keine Alternativen – wie Amphibienbrücken, Tunnel oder Ähnliches – vorhanden sind, durch die die Tiere sicher die Straße überqueren können, lässt sich die Sperrung der Straße nicht vermeiden.

Risiko für die Tiere ist groß

Das Risiko für die Tiere, durch Fahrzeuge verletzt oder getötet zu werden, ist zu groß. Daher lässt die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Gießen die Strecke auf der K 29 während der gesamten Wanderzeit sperren. Die Straßensperrung gilt rund um die Uhr. Die überörtliche Umleitung erfolgt ab Lollar über die K 29, die L 3475, die L 3059 und die L 3356 nach Staufenberg-Daubringen und umgekehrt. Soweit die Pressemitteilung  des Landkreises.

An mehreren Orten Helfer unterwegs

Wie verschiedene Naturschutz-Organisationen  weist auch, wie der „Landbote“ berichtete, das Regierungspräsidium Gießen  (RP) allgemein auf die Frühjahrswanderung der Amphibien hin, die sich erfahrungsgemäß von Anfang bis Mitte März und bis in den April an mehreren Orten hinziehe. Der Startschuss fällt bei regnerischem Wetter und milden Temperaturen von acht bis zehn Grad, berichten die Fachleute der Oberen Naturschutzbehörde (ONB).

Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind bereits jetzt im Einsatz, um die gefährdeten Tiere zu retten. An zahlreichen Straßenabschnitten werden mobile Amphibienleitanlagen aufgebaut und täglich kontrolliert. Umsichtige Fahrweise und angepasste Geschwindigkeit schützen deshalb nicht nur Frosch, Unke und Co, sondern auch die Ehrenamtlichen,  wird  seitens des RP unterstrichen.

Titelbild: Zwischen Lollar und Staufenberg-Daubringen ist die Straße wegen der Amphibienwanderungen voll gesperrt.  Das Foto zeigt die Sperrung bei Lollar.  (Foto: Jörg-Peter Schmidt)

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