Flüchtlingswesen

Neue Stabsstelle im Kreis Gießen

Dank großer Hilfsbereitschaft hat sich die Aufnahme vonflucht Flüchtlingen im Kreis Gießen positiv entwickelt.  Aber es gibt auch große Probleme zu bewältigen: Sprachbarrieren beispielsweise oder religiöse Konflikte unter den Flüchtlingen.  Der Landkreis will durch organisatorische Änderungen Lösungen anstreben.

Team Asyl der Kreisverwaltung

Mit Gründung einer neuen Stabsstelle „Flüchtlingswesen“ hat Landrätin Anita Schneider (SPD) zum Jahreswechsel auf die anhaltende Flüchtlingsproblematik reagiert. Es sei an der Zeit gewesen, die Organisations- und Entscheidungsstrukturen innerhalb der Kreisverwaltung für diesen Bereich anzupassen, erläuterte siein einer Pressemitteilung. Seit September unterstützte der Verwaltungsstab das Team Asyl der Kreisverwaltung bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben zur Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge. Eine interdisziplinär besetzte Task-Force unterstützte zusätzlich bei allen anfallenden Aufgaben.

Viele Menschen, die den Kriegsgebieten entkommen konnten, sind erschöpft und traumatisiert. Diese bewegende Aufahme von Mutter und Kind ist in der Gießener Erstaufnahmeeinrichtung durch den syrischen Fotografen Mohamad Osman entstanden.
Viele Menschen, die den Kriegsgebieten entkommen konnten, sind erschöpft und traumatisiert. Diese bewegende Aufnahme von Mutter und Kind ist in der Gießener Erstaufnahmeeinrichtung durch den syrischen Fotografen Mohamad Osman entstanden.

Nun also gibt es stattdessen eine neue Stabsstelle, die dem Dezernat I und damit unmittelbar der Landrätin zugeordnet ist. Achim Szauter übernimmt die kommissarische Stabsstellenleitung. Er war zuletzt Koordinator des Teams Asyl und weiß daher um die Zielsetzungen. Die Aufgaben sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des bisherigen Teams Asyl werden in den neuen Stab übergeleitet. Bislang war das Team Asyl Teil des Fachdienstes „Soziales und Senioren“. Es teilte sich in verschiedene Bereiche, so auch weiterhin: Innerhalb der Stabsstelle wird ein Team „Verwaltung“ Aufgaben der Sachbearbeitung und des Immobilienmanagements übernehmen. Zudem werden zwei Regionalteams für die Sozialarbeit eingerichtet, so dass die in den Gemeinschaftsunterkünften lebenden Asylbewerber bestmöglich betreut werden können.

Die bereits bestehende Task-Force wird bei speziellen Aufgaben im Asyl-Bereich auch weiterhin unterstützend zur Seite stehen. Je nach Aufgabenstellung sollen auch weiterhin Mitarbeiter verschiedener Fachdienste temporär zu Hilfe gezogen werden. Beratende Funktion kommt der ständig eingerichteten Koordinierungsgruppe zu. „Landrätin Schneider ist sich sicher, durch die neuen Strukturen innerhalb der Verwaltung den Bereich Asyl zu festigen und zu verstetigen. Es sei notwendig gewesen, das Provisorium zu beenden und ständige Strukturen zu schaffen,“  heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

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