Thüringen-Eklat

10 Busse fahren nach Erfurt

„Gemeinsam mit Vereinen, Parteien und engagierten Ehrenamtlichen hat die DGB-Region-Frankfurt-Rhein-Main innerhalb von einer Woche 10 Reisebusse zur Demonstration gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD in Erfurt gefüllt“, teilt der Frankfurter DGB-Geschäftsführer Philipp Jacks mit. Aus Frankfurt fahren am 15.2.2020 sieben Busse, aus Wiesbaden zwei und aus Limburg einer. „Alle gut gefüllt“, freut sich Jacks.

Breiter Protest gegen Tabubruch

„Die hohe Beteiligung zeigt ein tolles Engagement für die Demokratie. Ein Tag im Bus und einige Stunden in der Kälte sind nicht vergnügungssteuerpflichtig. Den Leuten geht es um die Sache“, sagt Jacks. Erst am Freitag vergangener Woche wurde der Aufruf auf Bundesebene von einem breiten Bündnis beschlossen, der DGB Hessen-Thüringen ist ein Träger des Bündnisses. Im Nachgang der Wahl des FDP-Kandidaten Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten durch Stimmen der AfD will das Bündnis breit gegen diesen Tabubruch demonstrieren.

„Wir wollen unser Entsetzen und unsere Empörung gemeinsam mit tausenden Anderen am Ort des Geschehens sichtbar machen: die AfD torpediert den demokratischen Konsens, die Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte, soziale Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit. Sie darf keine Partnerin demokratischer Parteien sein!“, erklärt Jacks.

In Frankfurt werden der Aufruf und die Buskosten getragen von: Deutscher Gewerkschaftsbund, DGB Jugend, Förderverein Fritz Bauer Institut, Bildungsstätte Anne Frank, Aufstehen gegen Rassismus, medico international, attac, IG BCE, GEW Frankfurt, SPD, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Reisig Stiftung, Piratenpartei, Jusos und Naturfreunde. Die weiteren Busse werden finanziert durch den DGB Hessen-Thüringen, unterstützt von Lebenswertes Westend Wiesbaden und Die Linke/Liste Solidarität Rüsselsheim.

Der bundesweite Aufruf wird getragen von: Unteilbar-Bündnis, DGB Bundesvorstand, attac, Campact, DIDF, Fridays for Future Thüringen, Interventionistische Linke, Die Vielen, BUND Thüringen und anderen.

Der bundesweite Aufruf zur Demonstration in Erfurt steht hier

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