Staufenberg

Kommunale Obstbäume abernten

Die Stadt Staufenberg im Kreis Gießen gibt kommunale Obstbäume zur Ernte frei. Gekennzeichnet sind die Bäume mit einem gelben Band.

Lebensraum für die Natur

Wer Apfelkuchen backen, Apfelmus kochen oder Apfelsaft pressen will, kann den Rohstoff dazu aus der Natur in der Gemarkung Staufenberg (nicht weit von Gießen gelegen) kostenfrei und ungespritzt erhalten, empfiehlt die von Bürgermeister Peter Gefeller (SPD) geleitete Verwaltung der rund 8400 Einwohner großen Kommune, die aus Daubringen, Treis, Mainzlar und Staufenberg besteht. Wie bereits erwähnt, gibt die Stadt auf Initiative des neu gegründeten Bürgernetzwerks „Staufenberg – nachhaltig!“ die kommunalen Obstbäume zur Ernte frei. Wie in der Pressemitteilung weiter erläutert wird, sind die die Bäume mit einem gelben Band gekennzeichnet, das aus reißfestem Papier besteht und nach ein bis zwei Jahren verwittert.

Bei der Vorstellung des umweltfreundlichen Projekts. Vorn Bürgermeister Peter Gefeller. (Foto: Stadt Staufenberg)

Die Initiatoren schließen sich mit dieser Kennzeichnung dem Ernteprojekt „Gelbes Band in Streuobstwiesen“ des Landkreises Esslingen an, das Ende Mai 2020 mit dem Bundespreis „Zu gut für die Tonne!“ (ein Preis gegen Lebensmittelverschwendung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft) ausgezeichnet wurde. Wichtig ist noch der Hinweis, dass nur an gekennzeichneten Bäumen geerntet werden darf.

Die Idee der Aktion ist, dass dass man nachhaltig mit Lebensmitteln umgeht und Obst, das in der unmittelbaren Umgebung wächst, sinnvoll verwertet. Mit der Nutzung und natürlich auch Pflege hochstämmiger Obstbäume wird ein Lebensraum für viele verschiedene Tierarten geschützt.

Übersichtskarte der Stadt Staufenberg mit Markierung der Bereiche mit Bäumen der Aktion „gelbes Band“.

Patenschaft für Bäume

Beim Abernten von Bäumen, die mit dem gelben Band gekennzeichnet wurden, sind folgende Regeln zu beachten:

–        Das Abernten auf den fremden Grundstücken geschieht auf eigene Gefahr. Eine Haftung durch die Stadt Staufenberg ist ausgeschlossen.

–        Es dürfen keine Äste abgebrochen oder Bäume beschädigt werden.

–        Die Grundstücke dürfen nicht verschmutzt werden und sind wieder so zu verlassen, wie sie angetroffen wurden. 

–        Die Ernte darf nur zu privaten Zwecken verwendet werden.

Hat man an einem Baum besonderen Gefallen gefunden, ist es möglich, für ihn eine Patenschaft zu übernehmen. Auf diese Weise hat man sich den Baum für die nächste Ernte reserviert. Interessenten melden sich bei der Stadtverwaltung Staufenberg. Eine Übersichtskarte, wo die kommunalen Bäume zu finden sind, erhält man im Staufenberger Rathaus. Bei Rückfragen wendet man sich an: Klimaschutzmanager Fabian Wagenbach, Tel. 06406-809 62  (klimaschutz@staufenberg.de)

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