Stadttheater Gießen

Cathérine Miville herzlich verabschiedet

Nach 20jähriger Tätigkeit verabschiedet sich Cathérine Miville als Intendantin des Stadttheaters Gießen. Auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden und Oberbürgermeisters Frank-Tilo Becher nahm der ehemalige und jetzige Aufsichtsrat des Theaters in einer kleinen Feierstunde Abschied von Miville, die die Geschicke des Gießener Hauses sehr erfolgreich bestimmt habe.

 „Frau Miville ist es gelungen, ihren Anspruch umzusetzen, das Theater als Treffpunkt und Marktplatz der Gedanken für die Menschen in Stadt und Region zu etablieren. Mit neuen Angeboten wie dem TaT, mit hohem künstlerischen Anspruch und mit einem Team, das sie zusammengeführt und erfolgreich angeleitet hat, auch in schwierigen Zeiten“, sagte der Oberbürgermeister, wie die Pressestelle der Stadt Gießen berichtet.

„Gesamtkunstwerke geschaffen“

Immer wieder sei es Miville gelungen, Gesamtkunstwerke zu schaffen. „Theater soll berühren, erfreuen und anregen, aber auch nachdenklich machen oder gar schockieren – all dies hat Frau Miville immer wieder mit ihrer eigenen persönlichen Handschrift erreicht. Eine große Leistung, für die wir uns herzlich bedanken“, fasste Becher zusammen.

Cathérine Mivilles kulturelles Domizil über viele Jahre:   das Stadttheater in Gießen. (Foto: Jörg-Peter Schmidt)

„Glücksgriff für die ganze Region“

Gekämpft „wie eine Löwin“ für das Stadttheater und seine Mitarbeiter*innen habe Cathérine Miville in den vergangenen 20 Jahren als Intendantin, berichtete Dietlind Grabe-Bolz, die als ehemalige Vorsitzende des Aufsichtsrates ihre langjährige Zusammenarbeit beschrieb. Miville sei ein herausragender Glücksgriff für das Stadttheater, für die Stadt und die ganze Region gewesen, so Grabe-Bolz. 

Bedeutung des Dreispartentheaters hervorgehoben

So sei es ihr stets und sogar in Zeiten des kommunalen Schutzschirms gelungen, immer wieder zu überzeugen, dass die Stadt und die Region das Dreispartentheater brauche. Eine seinerzeit durchgeführte Bürgerbefragung unterstrich diese Bedeutung sogar, indem sich hier 60-70% der Bürger*innen gegen Einsparungen am Stadttheater aussprachen – zweifelsfrei ein großer Verdienst Mivilles, so Grabe-Bolz.

Von gegenseitigem Vertrauen geprägt

Auch Landrätin Anita Schneider bedankte sich für die langjährige und konstruktive Zusammenarbeit mit Cathérine Miville, die immer von einem großen gegenseitigen Vertrauen geprägt gewesen sei. „Das war auch die Grundlage dafür, dass gemeinsam viele Herausforderungen bewältigt werden konnten“, erklärt Schneider. „Frau Miville hat immer gelebt, dass das Stadttheater mit all seinen Facetten ein Teil der ganzen Region ist. Sie hat dazu beigetragen, dass der Theatervertrag ein gutes Fundament der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis Gießen sowie dem Land Hessen bildet.

„Schöne und nicht ganz einfache Momente“

Für die Zeit nach der Intendanz und den Fall, dass Miville das Theater vermisse und es ihr „in den Fingern juckt“, überreichte OB Becher der scheidenden Intendantin  ein kleines „Fingertheater“ (bestehend aus tierischen Fingerpuppen) als Abschiedsgeschenk. 

Cathérine Miville bedankte sich für dieses „schön zusammen gestellte Ensemble“ und die gehaltenen Reden zu ihrem Abschied. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Aufsichtsrates ließ sie die letzten Jahre Revue passieren und erinnerte sich an viele schöne, aber auch einige nicht ganz einfache Momente.

Titelbild: Herzlicher Abschied von der Intendantin: von links:  die frühere  Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, ihr Nachfolger Frank-Tilo Becher, Cathérine Miville und Landrätin Anita Schneider.  (Foto: Stadt Gießen).

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