Stadttheater

Optische und akustische Highlights

Auch optische Überraschungen gibt es für die Zuschauer. (Foto: Copyright: Rolf K. Wegst)
Zum Programm des Gießener Stadttheaters am kommenden Wochenende, 17. bis 19. September 2021, gehören auch Videoinstallationen und ein Sinfoniekonzert.

Video, Tanz und Musik

Am vierten Wochenende der GIESSENER AUFTRITTE werden auf der Fassade des Stadttheater Gießen und dem Berliner Platz unterschiedliche ästhetische Formate erprobt: Bildende Kunst im Wechselspiel mit der Technik von Videoprojektionen, ergänzt aus den Bereichen Tanz und Musik. Zu sehen sind die Beiträge freitags bis sonntags jeweils um 21 bis 22 Uhr auf der großen LED-Wand auf dem Berliner Platz und von 22 bis 23 Uhr auf der Fassade des Theaters, , teilt die Pressestelle des Stadttheaters mit. 

Musikvideos werden gezeigt

Am Freitag hat die Dokumentation über das „Atelier 23“ auf dem Berliner Platz Premiere, das in seiner Arbeit vor allem inklusive Aspekte mit künstlerischem Schaffen verbindet. Weiter werden u.a. Musikvideos aus dem Bestand des Gießener Labels „o-tone music“ zu sehen und zu hören sein, zusammen mit Beiträgen von „Schoarfi Schoarf Olé“, Fotos von Rolf K. Wegst und des Gießkannenmuseums.

Auf der Stadttheater-Fassade sind unter dem Titel „Kunstmomente“ Beiträge zu sehen, die sich dem Medium Video von verschiedenen Richtungen der Bildenden Kunst annähern, vor allem aus den Reihen des Oberhessischen Künstlerbundes. Darüber hinaus zeigt das Programm Arbeiten junger Künstler*innen wie Bahareh Hejrankeshrad oder Ines Schäfer.

Sound aus Gießen

Am Samstag zeigt sich der Neue Kunstverein Gießen auf der LED-Wand auf dem Berliner Platz, die unterschiedliche ästhetische Aspekte ins Visier nehmen: die Auseinandersetzung mit dem Thema Raum, das Sujet des Stierkampfes als performativer Akt, die Auseinandersetzung mit rechter Gewalt oder die Brechung des weiblichen Rollenbildes in der Shalespeare-Figur Ophelia.

Auf der Fassade des Theaters wird im Zusammenhang mit der Verleihung des renommierten „Hein Heckroth-Bühnenbildpreises“ ein Portrait des Gießener Oscar-Preisträgers ausgestrahlt. Weiterhin sind Arbeiten von Student*innen des Studiengangs der Angewandten Theaterwissenschaft zu sehen, zusammen mit dem Videoprojekt „Moving Mitosis“ von Helga Griffiths, Giuseppe und Michele De Filipps und einer Aufzeichnung des Tanzwerk Kassel.Den Sonntag runden hochklassige Videobeiträge aus den Reihen des Festivals „TanzArt ostwest“ auf dem Berliner Platz sowie eine weitere Folge von „Sound aus Gießen“ auf der Theaterfassade ab. Der Eintritt ist frei, Gratiskarten für die zuschauerbegrenzten Termine können über die Festival-Seite (giessener-auftritte.de) gebucht werden.

Das Projekt ist gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Kulturpakets 2

des Landes Hessen und unterstützt durch DIEHL+RITTER/INS FREIE!

Saison für Sinfonieorchester beginnt

Im ersten Sinfoniekonzert der Spielzeit gastiert das hr-Sinfonieorchester im Stadttheater Gießen. Unter der Leitung des Schweizer Dirigenten Joseph Bastian spielt es am Samstag, den 18. September 2021 um 20 Uhr Werke von Henryk Wieniawski und Edward Elgar. Programm: HENRYK WIENIAWSKI | 1. Violinkonzert, EDWARD ELGAR | Enigma-Variationen.

Sein erstes, dem König von Preußen gewidmetes Violinkonzert schrieb der polnische Stargeiger Henryk Wieniawski 1853 mit gerade mal siebzehn Jahren, ein Werk, das von osteuropäischem Temperament und eklatanter Virtuosität nur so sprüht. Bei Edward Elgars Enigma-Variationen für Orchester von 1898 ist die kompositorische Virtuosität unter der Oberfläche zu finden: In vierzehn Variationen über ein eigenes Thema porträtiert er vierzehn Menschen aus seinem engen Umfeld ‒ dahinter verbirgt sich aber noch ein zweites, nie direkt gespieltes und bis heute nicht sicher identifiziertes Thema. Very british, musikalisch wie als vertracktes Rätsel.

Eine Komposition von Edward Elgar steht auf dem Programm. (Foto: Wikipedia, National Portrait Gallery)
Vorher Einführung in die Werke

Neben Joseph Bastian, dem ehemaligen Bassposaunisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, wird noch ein weiterer Orchestermusiker ins Rampenlicht treten: Florin Iliescu, seit 2018 1. Konzertmeister des hr-Sinfonieorchesters. Er präsentiert das horrend virtuose, bis in die fünfgestrichene Oktave emporsteigende fis-Moll-Violinkonzert von Henryk Wieniawski.

Um 19.15 Uhr gibt es eine Einführung mit Konzertdramaturg Samuel C. Zinsli.

Weitere Infos unter der Adresse 

www.stadttheater-giessen.de

Am 19. 9. Tanzpremiere: Elektra

Es gibt noch einen weiteren hochinteressanten Termin am Wochenende. Die erste Tanzpremiere im Großen Haus  interpretiert die Geschichte der jungen Königstochter Elektra, die zur Mörderin von Mutter und Stiefvater wird, und setzt sie mit den Mitteln des zeitgenössischen Tanzes in einen aktuellen Diskurs. Produktionsteam und TänzerInnen stellen die Uraufführung ELEKTRA allen Interessierten am Sonntag, den 19.9.2021 (19.30 Uhr) im Stadttheater Gießen vor, kündigt die Pressestelle des Stadttheaters an. 

Ballettdirektor Tarek Assam wird erläutern, was ihn an dem Stoff interessiert, welche psychologischen Ausdeutungen in seine Choreographie eingeflossen sind und mit welchen durchaus unkonventionellen Mitteln er die Geschichte in Szene setzt. Annett Hunger wird ihren symbolistischen Bühnenraum vorstellen und Patrick Schimanski die Musik, die er für den Tanzabend komponiert hat. Alle Mitglieder der Tanzcompagnie Gießen werden zudem ausgewählte Kostproben präsentieren. Es moderiert Produktionsdramaturg Johannes Bergmann.

Der Eintritt ist frei. Voraussetzung aufgrund der beschränkten Platzkapazität ist jedoch eine kostenlose Reservierung im Ticketshop des Theaters. Für den Theaterbesuch gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) mit entsprechendem Nachweis.

Das Stadttheater bietet in diesen Tagen wieder Präsenztermine. (Foto: Jörg-Peter Schmidt)

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