PALLIATIVARBEIT

14.000 Euro für guten Zweck

Die Beschäftigten des Regierungspräsidiums (RP) Gießen haben wieder für einen guten Zweck gesammelt. 14.000 Euro sind für die Arbeit des Kinderpalliativteams Mittelhessen zusammengekommen. „Seit fast zehn Jahren unterstützen wir im Regierungspräsidium diese so wichtige Einrichtung mit ihrem unglaublich engagierten Team – und das sehr gerne“, sagt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich als Schirmherr während der offiziellen Übergabe des Spendenschecks. 

RP-Team sammelte Spendengeld

Die Summe ergibt sich aus mehreren Aktionen, berichtet die RP-Pressestelle in einer Reportage.  Dr. Vera Vaillant, die Leiterin des Teams, und die pflegerische Leitung Beate Volbrecht waren mit einem Infostand und einer Spendenbox bei dem traditionellen Glühweinfest dabei. Der findet immer kurz vor Heiligabend nachmittags für die Belegschaft auf dem Hof des Hauptsitzes am Landgraf-Philipp-Platz statt. Dabei hatten diesmal der Personalrat erstmals Bratwürste gegrillt, das Dezernat Finanzen, ebenfalls eine Premiere, fleißig Waffeln gebacken und ein Kolleginnen-Team zum zigsten Mal selbstgezogene Kerzen verkauft: Alles für das Kinderpalliativteam Mittelhessen.

Außerdem sammelten Beschäftigte in der Erstaufnahmeeinrichtung Friedberg Geld und spendeten im Rahmen einer behördeninternen Blutspende ihre Aufwandsentschädigungen. Ein ganz großer Teil der Summe wird von den Beschäftigten direkt auf das Spendenkonto überwiesen.

Gemeinschaftliche Hilfsaktion

„Der Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen zeigt, was gemeinschaftlich erreicht werden kann“, hebt RP Ullrich das Engagement hervor. Als Schirmherr wirbt er immer für dessen Arbeit, wann und wo es sich anbietet. Dr. Vera Vaillant und ihr Team haben es täglich mit einem besonders sensiblen Thema zu tun: Junge Menschen mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihre Familien zu begleiten. Krebs- oder Stoffwechselerkrankungen, Fehlbildungen sowie Erkrankungen des Herzens, des Nervensystems, der Lunge oder des Darms treffen auch Kinder und Jugendliche. Wenn ein Kind palliativ betreut wird, betrifft das die gesamte Familie. Die Spenden helfen unbürokratisch.

Wunsch nach einem Zoobesuch

Das Kinderpalliativteam Mittelhessen steht dabei für weit mehr als reine medizinische Betreuung: „Wir sind Lebensbegleiter“, erläutert Beate Volbrecht. „Das Geld trägt etwa dazu bei, einen Psychologen für die Geschwisterbetreuung zu finanzieren oder auch Fort- und Weiterbildungen für das Team“, sagt Vera Vaillant. Zugleich versucht das Team auch, besondere Wünsche der Patienten wie einen Zoobesuch zu ermöglichen. Die finanzielle Unterstützung ist es aber nicht alleine, die den hohen Wert des Engagements ausmacht. „Die Spendenaktion hier im Regierungspräsidium hilft uns auch sehr dabei, das Kinderpalliativteam bekannter zu machen“, erläutert Kinderärztin Vaillant. „Denn das ist ein weiteres wichtiges Ziel: über unsere Arbeit aufzuklären.“

Rufbereitschaft rund um die Uhr

Zum Hintergrund: Damit die Kinder und Jugendlichen Zuhause gut versorgt sind – sei es medizinisch, pflegerisch oder psychologisch –, steht das Kinderpalliativteam Mittelhessen mit einer Ruf- und Einsatzbereitschaft für die Familien rund um die Uhr zur Verfügung. Die Palliativmedizin hat das Ziel, den Patienten eine möglichst hohe Lebenszufriedenheit und -qualität sowie Selbstständigkeit zu erhalten, gerade dann, wenn keine Heilung mehr möglich ist. Das Team ist am Zentrum für Palliativmedizin beim Uni-Klinikum Gießen-Marburg (UKGM) angesiedelt. Unterstützt wird es vom Förderverein Palliativ Pro.

Nähere Informationen über das Kinderpalliativteam Mittelhessen und die Kontonummer für Spenden sind im Internet unterhttps://www.palliativpro.de/kinder zu finden.

Titelbild: Die Belegschaft des Regierungspräsidiums Gießen hat gesammelt (v.l.): die pflegerische Leiterin Beate Volbrecht, Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich und die Leiterin des Kinderpalliativteams Mittelhessen Dr. Vera Vaillant mit dem Spendenscheck über 14.000 Euro. Foto: RP Gießen


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