Ostermarsch Friedberg

Waffen nieder oder Waffen her?

Von Bruno Rieb

Auch die Ostermarsch-Kundgebung am Ostermontag 2022 in Friedberg offenbarte den Riss, der angesichts des Krieges in der Ukraine durch die Friedensbewegung geht. Während ein Teil an der Abrüstung festhält, will ein anderer Teil Waffen an die Ukraine liefern.

„Keine weiteren Waffen ins Kriegsgebiet“, forderte Monika Bootz von der Wetterauer Aktion Frieden. Die Wetterauer SPD-Bundestagsabgeordnete Nathalie Pawlik, deren Familie aus Russland stammt, sprach sich hingegen für Waffenlieferungen an die Ukraine aus. Es sei eine „einschneidende Situation“, in der Argumente neu abgewogen werden müssten, sagte sie. Andreas Balser von der Antifaschistischen Bildungsinitiative (Antifa-BI, meint, es sei einfach zu beantworten, wer Schuld an diesem Krieg sei: Russland, weil es in die Ukraine einmarschiert ist. Mitschuldig seien alle Soldaten, die dabei mitmachen und nicht ihre Waffen niederlegen und nicht desertieren.

Erste Abschlusskundgebung in der Wetterau

Es war laut den Veranstaltern die erste Abschlusskundgebung eines Ostermarschs im Wetteraukreis. „Demokratie Leben!“ Wetterau und Bunt(er)leben hatten die Kundgebung organisiert, um „ihre grenzenlose Solidarität mit den Opfern des Krieges auszudrücken. Zwischen 150 und 200 Menschen mögen es gewesen sein, die sich bei strahlendem Sonnenschein auf der Friedberger Seewiese versammelt hatten.

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