Nie wieder Krieg

Feuerwerk für den Frieden

Das Friedensbündnis Oberursel brennt am Samstag, 5. Dezember 2020, ein „Feuerwerk für den Frieden“ ab. Mit dieser „paradoxen Intervention“ will sie sie „ein lautes, buntes und sichtbares Zeichen für Frieden und gegen das Verpulvern von Steuergeldern setzen“.

Rüstungsausgaben steigen

„Wer Frieden will, muss für Frieden kämpfen“, erklärt das Friedensbündnis. Es prangert an, dass Deutschlands Verteidigungsausgaben im kommenden Jahr auf 46,93 Milliarden Euro aufgestockt werden. Das entspreche einer Steigerung von 2,9 Prozent. Dem gegenüber müsse das Gesundheitsministerium mit nur 35,3 Milliarden Euro auskommen, 14,4 Prozent weniger als in diesem Jahr. Dem Gesundheitswesen, der Umwelt und dem sozialen Sektor fehlten dadurch wichtigste Mittel. Viel Geld werde für neue Kriegs- und Tötungswaffen verpulvert, zum Beispiel bewaffneten Drohnen.

Deutschland müsse sich weltweit als unüberhörbare starke Friedensmacht profilieren und daher selbst abrüsten sowie den Rüstungsexport in Krisenregionen, in kriegsführende Staaten und an diktatorische oder autokratische Regime beenden, fordern die Oberurseler Friedensfreunde. Darüber hinaus wünschen sie sich ein atomwaffenfreies Deutschland und eine weltweite Ächtung von atomaren und autonomen Waffensystemen.

Buntes Lichterfeuerwerk

Das Friedensbündnis Oberursel beteiligt sich unter Federführung des Vereins Kunstgriff mit seinem bunten Lichterfeuerwerk an einer bundesweiten Friedensaktion „Abrüsten statt Aufrüsten – Neue Entspannungspolitik jetzt!“, die kurz vor Verabschiedung des Bundeshaushaltes 2021 stattfindet. Mit seiner außergewöhnlichen Protestform will Friedensbündnis Oberursel zeigen, dass man sich auch in Zeiten der Pandemie mit Freude, Leichtigkeit und Spaß ernsthaft für Friedenspolitik einsetzen kann – und muss.

Schauplatz des „Feuerwerks für den Frieden“ ist von 19 bis 20 Uhr der eigens dafür bunt illuminierten Rushmoor-Park. Die Gäste werden gebeten, eigene Taschenlampen und Feuerzeuge mitzubringen und unbedingt die Corona-Regeln einzuhalten. Das richtet sich an alle Altersstufen „auch für Kinder wird es ein Erlebnis werden“, verspricht das Friedensbündnis. Das Programm startet um 19 Uhr mit dem Sänger und Gitarristen Franz Gajdosch. Anschließend sprechen Antje Runge und der frühere Frankfurter DGB-Vorsitzende Harald Fiedler. Das Gedicht von Wolfgang Borchert „Dann gibt es nur eins: Sag Nein“ wird vorgetragen und zur Musik von Franz Gajdosch formieren 21 Friedensfreunde den „Lichter-Peace-Kreis“. Schließlich gibt es das Feuerwerk, musikalisch unterlegt mit „Der Friede“ aus Händels Feuerwerksmusik.

3 Gedanken zu „Nie wieder Krieg“

  1. Muss es ein Feuerwerk sein? Wie wäre es mit einem nicht zu lauten BlockFlöten-Konzert als Beispiel einer mehrstimmigen Übereinkunft?

  2. Am bundesweiten Aktionstag Samstag, 5. Dezember finden außer in Oberursel mindestens auch in folgenden hessischen Städten Aktionen statt (ohne Feuerwerk):
    – Frankfurt, um 12 h Paulsplatz. Kundgebung und danach Demonstration über die Zeil zur Konstablerwache.
    – Offenbach, um 15 h Hafentreppe. Protest ‚Alles geht baden – darum abrüsten statt aufrüsten‘
    – Wetzlar, um 12 h am Eisenmarkt
    Das gemeinsame Credo, dass Aufrüsten die globalen Spannungen verschärft und nur Abrüstung Verständigung möglich macht, ist auch im FRANKFURTER APPELL formuliert, der am 11. Oktober im Frankfurter Gewerkschaftshaus verabschiedet wurde. Die Süddeutsche Zeitung erhofft sich von ihm den Aufschwung einer neuen Friedensbewegung. Er ist nachlesbar unter
    http://www.abruesten.jetzt/wp/content/uploads/2010/10/Frankfurter-Appell

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