Auszeichnung als magischer Ort
von Jörg-Peter Schmidt
Für die zahlreichen Aufgaben, welche die jährlich rund 120.000 Gäste des Gießener Mathematikums lösen dürfen, gibt es viele Begriffe wie kniffelig, spannend, rätselhaft und faszinierend. Jetzt wurde dem Mitmachmuseum zudem während einer Feierstunde per Zertifikat offiziell bescheinigt, dass es ein „magischer Ort“ ist.
Lob für Team des Mitmachmuseums

Vor zahlreichen geladenen Besucherinnen und Besuchern überreichte Torsten Rau, Geschäftsführer des Magischen Zirkels von Deutschland (MZvD), die entsprechende Plakette an Prof. Albrecht Beutelspacher. Der Gründer und Direktor des Mathematikums nahm die Auszeichnung mit Freude entgegen. Zumal mit dieser Ehrung auch die Leistung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewürdigt wird. Die Auszeichnung ist als Gütesiegel zu verstehen, verbunden mit der Aussage „Zauberkunst erleben – Empfohlen vom Magischen Zirkel von Deutschland”. Sie wurde bislang an 22 Standorte in Deutschland verliehen, darunter renommierten Zaubertheatern, an denen Zauberkunst in hoher Qualität zu erleben ist, erläuterte Torsten Rau.
Tolle Shows zweier Zauberkünstler

Aber wie kam es zu der Auszeichnung? Während der Feierstunde und auch in dem dazugehörigen Pressetext erfuhr man: 2016 kam es zu einer Begegnung zwischen der Geschäftsleitung des Mathematikums und den beiden Zauberkünstlern Ralf Weber (Fernwald) und Carsten Skill (Grünberg) – und man könnte sagen: Es hat gefunkt. Carsten Skill und Ralf Weber, im Hauptberuf als Akademiker tätig, treten als Zauberkünstler auf. 2016 realisierten sie ein Projekt, um gemeinsam abendfüllende Shows zu spielen, mit dem Titel „Camouflage – Zauberkunst hoch2“. Camouflage heißt übersetzt unter anderem Verwandlung oder Täuschung: Weber und Skill verwandeln sich in Zauberkünstler, um das Publikum zu täuschen.
In Gießen treten die beiden Zauberkünstler exklusiv im Mathematikum auf – und das wird auch in den kommenden Wochen wieder in mehreren Shows für Kinder und Erwachsene der Fall sein.
Ralf Weber und Carsten Skill umrahmten die Grußworte von der Gießener Stadträtin Astrid Eibelhäuser, Albrecht Beutelspacher und Torsten Rau mit Zaubereien und Tricksereien, die vorwiegend auf Mathematik basieren – ob dafür Spielkarten oder Zahlenspiele verwendet wurden. Auch Astrid Eibelshäuser, die in ihrer Rede vom Staunen, das das Mathematik stets auslöst, sprach, wurde in einen Zauberbeitrag einbezogen. Hierbei ging es um (eine erst Mal geheim gehaltene) Voraussage von Ralf Weber, mit welchen farbigen Stiften die Stadträtin eine lustige Zeichnung ausmalen würde. Die Voraussage traf ein. Eine der führenden Mitarbeiterinnen des Museums, Kuratorin Leila Samuel, „schwebte“ dank der Magie der Zauberer plötzlich im Museum.
Spannendes Programm wird fortgesetzt
Das Mathematikum präsentiert nun wieder gemeinsam mit Weber und Skill zwei Formate von Zaubershows: die Abendshows freitags von 19.30 Uhr bis ca. 22.30 Uhr. 80 Plätze gibt es im Mathematikum; der Eintritt kostet 25,50 Euro. Die Gäste werden schon um 18.15 Uhr hineingelassen, damit sie vor der Show auch noch die Ausstellung des Museums besuchten können.
Das zweite Format ist die Familienshow, die jeweils an einem Samstagnachmittag von 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr stattfindet (90 Sitzplätze, Eintritt: 12 Euro für Kinder und 18 Euro für Erwachsene). Die Tickets gelten am Tag der Vorstellung auch als Eintrittskarte für das Mathematikum.
Es gab sehr langen Applaus des Publikums für Ansprachen und Zauberbeiträge. Eine Ausstellung zum Thema ist im Mathematikum zu sehen.
Infos über die Shows der Zauberkünstler gibt es unter www.Camouflage-Zauberkunst.de
und https://www.mathematikum.de/veranstaltungen/kalender
Titelfoto: Auch mit Mathematik und der Zahl Pi (im Hintergrund) lassen sich Wunder verbringen, wie Ralf Weber (links) und Carsten Skills bei ihren Zaubershows im Mathematikum Gießen sehr unterhaltsam zeigen. (Fotos: Mathematikum, 2)
