AfD verbieten

Kundgebung in Frankfurt

Ein Verbotsverfahren gegen die AfD fordert ein breites Bündnis in Frankfurt (Main) mit einer Kundgebung mit anschließender Demonstration am Sonntag, 6. September 2026. Anlass ist das voraussichtliche Abschneiden der extrem rechten Partei Angesichts bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt.

Verbotsverfahren muss eingeleitet werden

Die Kundgebung wurde vom Frankfurter Bündnis gegen Rechtsextremismus initiiert. Zu den aufrufenden Organisationen gehören zudem das Römerbergbündnis, die Omas gegen Rechts, der DGB Frankfurt, die GEW Hessen und die Naturfreunde. Als Rednerinnen und Redner sind unter anderem der ehemalige Präsident von Eintracht Frankfurt, Peter Fischer, und Simone Claar, stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen angekündigt. Die Eröffnung übernimmt der Frankfurter DGB-Vorsitzende Philipp Jacks, der zugleich für das Römerbergbündnis und die von ihm gegründete Initiative „Wählen ja. AfDnee“ spricht.

„Wir fordern die Bundesregierung dringend auf, das Verbotsprüfungsverfahren gegen die AfD einzuleiten. Der Ansatz, rechtsextreme Kräfte allein durch politische Arbeit zu schwächen, ist gescheitert. In mehreren Bundesländern – darunter Sachsen-Anhalt – gilt die AfD bereits offiziell als gesichert rechtsextrem. Unser Grundgesetz sieht für einen solchen Fall das Instrument der Verbotsprüfung vor. Es ist nicht nachvollziehbar, warum dieses Verfahren nicht endlich angestoßen wird“, wird der Frankfurter DGB-Vorsitzende Philipp Jacks in einer Pressemitteilung zitiert.

Kirchen demonstrieren mit

Das Römerbergbündnis, in dem sich seit den 1970er-Jahren Kirchen, Gewerkschaften, Jüdische Gemeinde und der Jugendring zusammengeschlossen haben, hat anlässlich dieser historischen Wahl den Bündnisfall ausgerufen. Der evangelische Stadtdekan Holger Kamlah betont dazu: „Nächstenliebe kennt keine Ausnahmen, die AfD schon. Das ist der Grund, warum die evangelische Kirche die Demonstration mitträgt.“ Auch die Leitung der Katholischen Stadtkirche, Christiane Moser-Eggs und Michael Thurn, erklärt: „Auch wenn man unterschiedlicher Auffassung zum AfD-Verbot sein kann, ist eins klar: Gemeinsam lehnen wir ganz entschieden die Politik der AfD sowie Rechtsextremismus und rechtsextreme Tendenzen ab. Die AfD ist aus christlicher Sicht nicht wählbar und darf keine Regierungsverantwortung bekommen.“

Unter dem Motto „Rechtsextreme raus aus unseren Parlamenten – AfD-Verbotsverfahren jetzt“ versammelt sich das Bündnis am Wahlsonntag, 6. September 2026, ab 18 Uhr am Frankfurter Römerberg.

Titelbild: Archivbild einer Demonstration gegen die AfD in Frankfurt.

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