Freundschaftsfest

Vorurteile abgebaut

inter4von Jörg-Peter Schmidt
Gegenseitige Vorurteile wurden abgebaut, neue Freundschaften sind entstanden:Eine gute Bilanz kann man von dem interkulturellen Sport- und Begegnungstag für Kinder- und Erwachsene ziehen, an dem im dem Staufenberger Stadtteil Treis (Kreis Gießen) rund 300 Menschen teilnahmen. Es war ein Freundschaftsfest.

Interkulturelle Begegnung in Staufenberg

Mehr als tausend Worte drückten die Bilder am Abend beim Finale der Veranstaltung aus, die man noch lange positiv in Erinnerung behalten wird: Zunächst ging ein von Markus Reich geleiteter Trommelworkshop in kleiner Runde über die Bühne, dann wurden es immer mehr Mitwirkende, die spontan gemeinsam musizierten, sangen und tanzten. Dazu gehörten auch die Flüchtlinge aus der Treiser Gemeinschaftsunterkunft, die beispielsweise aus Syrien stammen. Sie sind dem Kriegsgeschehen aus einem zerstörten Land entflohen.

Bereits beim Auftakt der interkulturellen Begegnung gab es ein Zeichen der Verständigung: Die Begrüßungs-Ansprachen von Bürgermeister Peter Gefeller und dem Initiator der Veranstaltung, Jugendpfleger Sven Iffland, wurden auch in die arabische und englische Sprache übersetzt. Die Flüchtlinge hieß man mit Schildern in mehreren Sprachen – darunter kurdisch – herzlich willkommen.

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Die Flüchtlinge werden mit Schildern in mehreren Sprachen willkommen geheißen. (Fotos: Schmidt)

Den Auftakt zum abwechslungsreichen Programm setzte die Kindertanzgruppe des TV und TSV Treis , die großen Beifall erhielt wie auch alle Fußballer, die beim von Dennis Schmidt geleiteten Soccerturnier Spaß hatten. Auch an diesem Turnier nahmen Flüchtlinge teil, genauso wie beim Zumba-Schnupperkursus, dem Fünf-Kilometer-Lauf, Tischtennis und verschiedenen Brettspielen. Im Rahmen einer Fahrradwerkstatt gab es Tipps für kleine und größere Reparaturen an den „Velos“.  Bereits am Nachmittag konnte  Dr. Barbara  Högy (zuständig für die Flüchtlingshilfe) eine positive Bilanz der Veranstalung ziehen.

Scheck vom DFB

An diesem Abend würde übrigens noch ein Scheck über 500 Euro im Namen des Deutschen Fußballbundes (DFB) durch den Kreisfußballwart Henry Mohr an den SV Staufenberg (vertreten durch Horst Münch und Klaus Becker) überreicht. Der DFB unterstützt damit durch seine Stiftung Egidius Braun die langjährige Integrationsarbeit des SV.

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Die Integrationsarbeit des SV Staufenberg wurde durch eine Spende des DFB gewürdigt. Von links Bürgermeister Peter Gefeller, Jugendpfleger Sven Iffland, Horst Münch (SV Staufenberg), Kreisfußballwart Henry Mohr und Klaus Becker (SV Staufenberg).

Viele der Vereine hatten sich bereits im Vorfeld der Veranstaltung der Stadt Staufenberg zur Organisation bereit erklärt, darunter der TV Mainzlar, der SV Staufenberg, der TV und TSV Treis, der Lauf- und Walkingtreff Treis sowie die Jugendzentren, der Förderverein der Grundschule Treis, die evangelischem Gemeinden Kirchberg und Treis, das “Netzwerk Demokratie und Toleranz“, die Initiative „Staufenberg hilft“, der Förderverein und Elternbeirat der Clemens-Brentano-Europa-Schule Lollar/Staufenberg, der für das gute Essen zuständig war, die Alten-Herren-Fußballer des SV Staufenberg (Getränkeausschank) sowie zahlreiche Einzelpersonen.

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Die Staufenberger Gastgeber und die Neuankömmlinge musizierten und tanzten gemeinsam.

Bereits vor Beginn der kulturellen Begegnung waren bei den Gastgebern und den Flüchtlingen aus der Gemeinschaftsunterkunft Sprachbarrieren schnell überwunden: Gemeinsam wurden in Rekordzeit die Zelte aufgebaut, in denen man dann gemütlich beisammen saß. Die Gespräche mit den Flüchtlingen stimmten nachdenklich: Viele der Neuankömmlinge, die sich integrieren wollen, werden aufgrund der Gesetzeslage nicht in Deutschland bleiben können. Dies hängt bekanntlich von ihrem jeweiligen Herkunftsland ab. Den Flüchtlingen war anzumerken: Sie wollen sich eingliedern, eine Arbeitsstelle finden, in den Vereinen mitwirken.

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