Flüchtlinge

Kasernen zu Unterkünftenkaserne2

Wo einst das Fußvolk der Kriege hauste, ziehen nun Opfer der Krisen dieser Welt ein. In Friedberg (Hessen) wird ein Gebäude der ehemaligen US-Kaserne zur Unterkunft für Flüchtlinge. Das ist, als würde aus einem Schwert eine Pflugschar.

Bestens geeignet

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Ein Zimmer in dem Kasernen-Gebäude. Es soll mit bis zu drei Flüchtlingen belegt werden. (Fotos: Rieb)

Die US-Soldaten wohnten nicht schlecht. Helle Zimmer, alle mit Dusche und eingebauten Schränken. Auf jedem Flur eine Gemeinschaftsküche. 18 solcher Zimmer gibt es auf jeder Etage des dreistöckigen Gebäudes am Rande der Friedberger Kaserne.

Zwei der vielen Häuser – mehr nicht

Obwohl das Backsteinhaus seit acht Jahren leer steht, wirkt es, als kaserne3könnte es sofort bezogen werden. Kann es aber nicht, denn es muss erst noch Strom- und Wasseranschluss bekommen, denn die US-Armee hatte einst ein eigenes Versorgungssystem gehabt, das nun nicht mehr funktioniert. Bis zu 130 Schutzsuchende will der Wetteraukreis in dem Haus unterbringen. Bezugsfertig soll es im Frühjahr sein.

Die Stadt Friedberg will ebenfalls ein Kasernengebäude mit Flüchtlingen belegen. Dabei soll des dann auf dem riesigen Kaserenen-Areal, auf dem noch etliche mächtige Gebäude leer stehen, bleiben. Andere Häuser seien nicht als Flüchtlingsunterkünfte geeignet, meint der Wetterauer Landrat Joachim Arnold (SPD). Die Friedberger Kaserne beherbergte übrigens einst den berühmtesten US-Soldaten: Elvis Presley.

Was würde aus Kriegen, wenn alle Kasernen dieser Welt zu Wohnungen für Flüchtlinge würden?

Ein Gedanke zu „Flüchtlinge“

  1. Lieber Bruno,
    in Deinem letzten Satz steckt irgendwie ein logischer Widerspruch. Wenn alle Kasernen nicht mehr als Kasernen dienen, gibt es auch keine größeren Kriege mehr, so weit ok. Aber dann gäbe es ja auch kaum noch Flüchtlinge. Wenn dann noch die Klimaveränderung gestoppt und der Reichtum global besser verteilt würden, gäbe es überhaupt keine Flüchtlinge mehr. Die wenigen, die dann Lust haben, in einem anderen Land zu leben, finden leicht was auf dem normalen Wohnungsmarkt. Eine wirklich schöne neue Welt wäre das! Ursula

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