Coronaleugner

Mahnwache angegriffen

Bei einer Demonstration der Coronaleugner am Montag, 21. Februar 2022, in Altenstadt wurde eine von besorgten Bürgern organisierten Mahnwache für Demokratie, Aufklärung und Wissenschaft angegriffen.

Auf dem Rückweg sei der nicht angemeldete Aufzug der Coronaleugner durch die Kirchgasse direkt auf die Mahnwache am Kreisel auf der Ortsdurchfahrt der B51 zugekommen, berichtet Werner Neumann. „Plötzlich gingen zahlreiche, vor allem sehr kräftig gebaute Männer auf die Teilnehmer der Mahnwache zu. In aggresiver Weise wurde man beschimpft und beleidigt, mit direkter Ansprache ins Gesicht durch Ungeimpfte ohne Maske. Mehrere Teilnehmer der Mahnwache wurden angerempelt, weggeschoben, nahe der Körperverletzung. Offensichtlich hatte man sich zu dieser Attacke zuvor abgesprochen, denn man hätte auch völlig friedlich an der Seite vorbeilaufen können. Mitten unter den Angreifern befand sich auch Herr Jaksch von der NPD, mit dem die bisherigen ‚Spaziergänge‘ seit Wochen durchgeführt werden“, berichtet Neumann.

Allgemeinverfügung gefordert

Mit diesem Angriff auf eine genehmigte demokratische Kundgebung haben die „Spaziergänger und Quatschdenker“ jegliche Hemmung und Respekt fallen lassen, meint Neumann. Offensichtlich gehe es nun nicht mehr um eine Kritik an der Corona-Politik der Regierung, sondern um grundsätzliche Angriffe auf Staat und Demokratie und andere Bürger und Bürgerinnen. Altenstadt reihe sich ein „in eine Entwicklung wo diese Gruppierungen in den vergangenen Wochen gezielt immer aggressiver aufgetreten sind, mal gegen Gegendemonstranten, gegen Journalisten, gegen die Polizei“. Die „Maskenlosen“ hätten nun auch ihre politische Maske fallen lassen und ihre Brutalität offenbart.

Es werde deutlich, dass die bisherige Linie der politischen Verantwortlichen und demokratischen Parteien nicht mehr ausreicht, demokratische und angemeldete Kundgebungen zu schützen. Die Polizei werde durch die Politik in die Rolle geschoben, die nicht angemeldeten und maskenlosen „Spaziergänger“ zu begleiten, egal wohin diese laufen wollen, und könne die Demokraten vor diesen nicht mehr schützen.

Der für Ordnungsrecht und Kundgebungen zuständigen Altenstädte Bürgermeister müsse handeln und eine Allgemeinverfügung gegen diese aggressiven „Spaziergänge“ erlassen. „Demonstrationen, die weder angemeldet werden, noch jemand sich traut mit dem Namen gerade zu stehen, die gezielt Corona-Auflagen ignorieren und zudem nun demokratische Mahnwachen angreifen, gehören verboten. Nur wenn der Bürgermeister ein Verbot ausspricht, kann die Polizei auch wirksam eingreifen“, meint Neumann.

Ein Gedanke zu „Coronaleugner“

  1. Ich möchte mich bei allen Teilnehmern der angemeldeten Versammlung entschuldigen. Der Durchgang „rechts“ war so schmal, da sich die Veranstaltung am Band vor uns stellte. Das soll keine Rechtfertigung sein – einige Teilnehmer, die sich durch gepresst hatten, waren zum ersten Mal dabei und haben es nicht verstanden, dass man Menschen nicht als Nazis anschreit, was allerdings auch für die angemeldete Versammlung galt, die uns vorwarf, dass wir unter der Regie von Nazis laufen. Die besonnenen Menschen der Spaziergänge waren auch überrascht und werden dafür sorgen, dass dieses nicht mehr vorkommt: gemeinsam statt spalten. Viele Grüße Martin Schweikart

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