Corona

Keine „Nachrücker“ in der Wetterau

Die Inzidenz im Wetteraukreis ist über das Wochenende wieder über 100 Infizierte auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gestiegen. Sie liegt bei 111 – damit droht eine zweite Ausgangssperre, wenn der Bund wie angekündigt einheitliche Regeln durchsetzt. Außerplanmäßige Impfungen wie in anderen Kreisen soll es hier nicht geben, sagte Amtsarzt Reinhold Merbs.

Impflinge lassen ihre Termine sausen

Die Zahl der nachgewiesenen Fälle von Corona-Infektionen im Wetteraukreis liegt am (12. April 2021 bei 11 121 , das sind 206 mehr als am Freitag. Neuinfektionen wurden gemeldet aus Altenstadt (8), Bad Nauheim (10), Bad Vilbel (22), Büdingen (19), Butzbach (25), Echzell (4), Florstadt (2), Friedberg (22), Gedern (4), Glauburg (4), Hirzenhain (1), Karben (16), Kefenrod (1), Münzenberg (3), Nidda (18), Niddatal (7), Ober Mörlen (1), Ortenberg (8), Ranstadt (9), Rockenberg (1), Rosbach (4), Wölfersheim (6) und Wöllstadt (1). Zehn Infektionsfälle konnten noch nicht den Kommunen zugeordnet werden., meldet das Wetterauer Gesundheitsamt.

Die Fallzahlen stiegen in den letzten Wochen in allen Altersgruppen wieder an. Das Robert-Koch-Institut meldete: „COVID-19-bedingte Ausbrüche betreffen momentan insbesondere private Haushalte.Inzwischen ist die britische Mutante des Erregers B.1.1.7 inzwischen in Deutschland der vorherrschende COVID-19-Erreger. Das ist besorgniserregend, weil die B.1.1.7 nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender ist und vermutlich schwerere Krankheitsverläufe verursacht als andere Varianten. Bundesweit ist seit Mitte März wieder ein deutlicher Anstieg der COVID-19-Fallzahlen auf Intensivstationen zu verzeichnen“, heißt es in derMitteilung. Zu befürchten sei, dass in der kommenden Woche die Kapazitäten in den Intensivstationen ausgeschöpft sein könnten.

Hundert Leute kamen nicht zum Impfen

In Wetterauer Klinigen lagen am Montag 65 Menschen mit schweren Verläufen der Corona-Infektion. 18 wurden intensivmedizinisch behandelt. Es gab keine freien Betten mit Beatmungsmöglichkeit.

Am Sonntag, 11. April sind zum ersten Mal etwa hundert zum Impfen angemeldete Personen nicht im Büdinger Impfzentrum erschienen, berichtet Amtsarzt Merbs. Geimpft werden sollte mit den Vakzinen Biontech oder Moderna. „Ich gehe davon aus, dass diese Personen bereits durch ihre Hausarztpraxis geimpft wurden und den Termin einfach nicht abgesagt haben“, vermutet . „Wir werden deshalb in den nächsten Tagen die Termine überbuchen, das heißt, wir werden etwa 100 Termine zusätzlich über die Landesliste vergeben lassen. Sollten dann doch mehr Personen den Impftermin wahrnehmen, so können wir diese aus der Reserve bedienen.“

Eine Nachrückerliste, auf die sich jeder eintragen kann, lehnt das Gesundheitsamt ab. „Wir wollen die Prioritätenliste beibehalten. Solange nicht alle besonders vulnerablen Gruppen geimpft sind, macht es wenig Sinn, solche offenen Listen aufzumachen. Bis darüber ein Impftermin zustande kommt, kann es für die meisten viele Wochen oder gar Monate dauern.“

Inzwischen starben 509 Menschen an der Seuche

Im Impfzentrum in Büdingen wurden seit Donnerstag, 8. April 3 159 Impfungen durchgeführt. Limitierender Faktor ist nach wie vor der fehlende Impfstoff. Für die neue Woche sind Lieferungen von Biontech und von AstraZeneca angekündigt. Die Versorgung der Hausarztpraxen mit Impfstoff von Biontech erfolgt über die Lieferketten der Apotheken. Die Zahl der Impfungen die hier stattfinden, ist dem Gesundheitsamt nicht bekannt.

Am Wochenende sind zwei Männer im Alter von 90 und 87 Jahren und eine Frau im Alter von 94 Jahren an den Folgen der Infektion gestorben. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie verstorbenen Menschen liegt bei 509.

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