Übergang zum Beruf

Projekt „Keiner geht verloren“

Nicht allen Jugendlichen fällt der Übergang von der Schule in den verloren1Beruf gleich leicht – ein Problem, das überregional leider immer aktuell ist. „Keiner geht verloren“ heißt ein Projekt, das seit drei Jahren hilft, diese Phase erfolgreich zu gestalten. Dahinter stehen der Landkreis Gießen zusammen mit dem Jobcenter Gießen und der Agentur für Arbeit. Umgesetzt wird es von der ZAUG gGmbH. Mittlerweile sind sieben Schulen daran beteiligt. Nun ist auch die Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich dabei.

Berufsorientierte Hilfe

Außerdem hat der Kreisausschuss des Landkreises beschlossen, das zeitlich befristete Projekt, an dem seit dem Jahr 2013 vier Schulen beteiligt sind, zu verlängern. Landrätin Anita Schneider, Vertreter der Agentur für Arbeit und mehrerer Schulen sowie Berufsbildungcoaches stellen das Erfolgsmodell kürzlich vor. Berufsorientierungsmaßnahme (BOM) ist eines von mehreren Projekten im Rahmen von „Keiner geht verloren“ des Landkreises Gießen. „Die gesamte Maßnahme soll helfen, dass die Schülerinnen und Schüler nicht in unnötige Warteschleifen hineinlaufen und gleichzeitig verhindern, dass eine gute Ausbildungsentscheidung entlang an den vorhandenen Interessen und Neigungen der Schülerinnen und Schüler möglich ist“, erklärte die Landrätin.

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nterzeichnung der Verträge und Vorstellung des Projekts „Keiner geht verloren“ in der Licher Dietrich-Bonhoeffer-Schule (vorne v.l.): Uwe Happel (Landkreis, kommunale Beschäftigungsförderung), Monika Neumaier (Geschäftsführerin ZAUG gGmbH), Landrätin Anita Schneider, Eckhart Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit), (stehend v.l.), Brigitte Wagner (Schulkoordination IGS Buseck), Ralf Weber (Zweigleiter DBS Lich), Beate Meilinger (Schulkoordinatorin ARS Pohlheim, Sebastian Haack (Bereichsleiter ZAUG gGmbH), Peter Blasini (Schulleiter DBS), Dr. Fedor Weiser (Geschäftsführer IBS e.V.), Sabine Schippers (Berufsorientierungscoach DBS Lich/ARS Pohlheim), Evelyn Weinert (Teamleiterin U 27 Jobcenter Gießen), Dierk Piffrement (Berufsorientierungscoach Gesamtschule Gleiberger Land/IGS Buseck), Markus Richter (Leiter Hauptschulzweig CBS Lollar), Hartmut Römer (Berufsorientierungscoach CBS Lollar), Diana Fuhrmann-Klein und Lars Gerhardt (Schulkoordination IGS Gleiberger Land). (Foto: Landkreis Gießen)

Hierfür wurde ein integratives Konzept, bestehend aus vier Modulen, geschaffen. Neben der Berufsorientierung an Schulen gibt es das Ausbildungscamp, das nach Schulabschluss die Schulabgänger unterstützt, eine Ausbildung zu finden, die Werkstatt, die zur Kompetenzfeststellung geeignet ist.
Das Angebot einer Berufsorientierungsmaßnahme (BOM) startete, wie bereits erwähnt, 2013 an zunächst vier Schulen: der Adolf-Reichwein-Schule Pohlheim, Clemens-Brentano-Europa-Schule Lollar/Staufenberg, Gesamtschule Busecker Tal und der Gesamtschule Gleiberger Land. Seit 2014 sind die Anne-Frank-Schule Linden und die Gesamtschule Lumdatal und seit vergangenem Jahr die Gesamtschule Hungen dabei.

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An dem Projekt beteiligt: die Clemens-Brentano-Europa-Schule Lollar/Staufenberg. (Foto: Jörg-Peter Schmidt)

Nun geht es an den ersten vier Schulen mit einer Anschlussförderung bis 2019 weiter. „Das Gesamtprojekt startet in die nächste Förderphase und sichert so die notwendige Kontinuität, die wir für die jungen Menschen brauchen, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben“, so Anita Schneider. Zusätzlich konnte – dank umsichtiger Finanzplanung des Landkreises – mittels Komplementärfinanzierung aus Mitteln der Agentur für Arbeit – das Projekt auf die Dietrich-Bonhoeffer-Schule ausgedehnt werden. Das Gesamtprojekt wird aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration sowie mit Mitteln der Agentur für Arbeit finanziert.

Mit der Umsetzung der BOM wurde erneut die Zaug gGmbH beauftragt. Das Fördervolumen beträgt für die Jahre zwischen 2016 und 2019 insgesamt rund 506.700 Euro. Davon entfallen rund 290.800 Euro auf das Land Hessen und rund 215.900 Euro auf die Agentur für Arbeit. Zum Gesamtkonzept von „Keiner geht verloren“ gehören neben „BOM“ auch die Module „Ausbildungscamp“, „Werkstatt Zukunft“ und „Jobagent“.

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