Basketball 46ers

Aktion der "46ers" Gießen begeistert

 

von Jörg-Peter Schmidt

Basketball als Kunst – geht das? Nichts ist unmöglich; dies beweist zurzeit der Gießener Bundesligaverein „46ers“ auf bunte, fröhliche Weise unter dem Motto „Unsere Liebe ist Rot“. Kurz vor dem Saisonstart des Teams um Trainer Denis Wucherer (Sonntag, 4. Oktober, Heimspiel gegen MHP Riesen Ludwigsburg, 17 Uhr, Osthalle) sind bekannte Tre…

2 Gedanken zu „Basketball 46ers“

  1. PRESSEERKLÄRUNG

    Die Schwätzer in 46er-Rot. Darf man das?

    Nach den vielen umfassend informativen Artikeln um die 46ers und deren Präsenz in Gießen, dürfte nun jeder wissen: Die 46ers sind in der Bundesliga und ihre Liebe ist Rot. Rot? Ach so. Echte Liebe ist gelb und ihre Liebe ist Rot. Und wa(h)re Liebe eine TV-Sendung in den 90igern mit Lilo Wanders. Und die war … ? Egal.

    Ich freue mich wirklich, dass die Gießener Basketball-Mannschaft in der Bundesliga ist.
    Was den Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum betrifft, spielen sie eher auf Kreisliga-Niveau.

    Man muss sich nicht wundern, wenn man so aggressiv öffentlich auftritt, dass eine Gegenreaktion kommt!
    (Unter anderem: Artikel in der GA vom 8. Oktober 2015). Wundern muss man sich eher, warum niemand den Vandalismus (was für ein Wort, diskriminiert es doch ein Volk) an den Kunstwerken auf dem Seltersweg anprangert oder gar verfolgt. Aller Orten wird uns gerade Respekt und Toleranz abgefordert. Dies scheint in diesem Fall eher irrelevant.

    Offensichtlich hat niemand der Rot-liebenden-Initiatoren die Künstler (oder deren rechtlichen Nachfolger) um
    Zustimmung gebeten. Hier wurde offenkundig das Urheberecht verletzt. Nachfragen bei Herrn Seemann, Schöpfer
    der von so vielen Gießenern geliebten „Schwätzern“ ergaben, dass er dieser Verunstaltung niemals zugestimmt und auch niemand mit ihm diesbezüglich Kontakt aufgenommen hätte. Das Mindeste wäre nun eine Entschuldigung. Anfragen beim Management der 46ers blieben leider unbeantwortet.

    Und auch die Ver“ball“hornung des Kugelbrunnens von Ruth Leibnitz, die sich leider nicht mehr selbst zu Wort melden kann, ist vielleicht für den ein oder andern ganz lustig; es ist und bleibt aber Werbung. Und dies immer mit einem kommerziellen Hintergrund. Darf man diesen Kunstwerken dies antun? Hier fehlt einfach das Feingefühl für die Dinge. Es ist aggressiv und im höchsten Maße übergriffig.

    Genau so wie die Rot-Liebenden den Raub der „T-shirts“ reklamieren und sogar strafrechtlich verfolgen wollen, müsste auch mit der Sachbeschädigung und Verunglimpfung der Kunstwerke in der Gießener Innenstadt verfahren werden.

    Wer hat dies denn erlaubt? Wo sind all die Kulturbeflissenen Gießens?

    Würde man der Mona Lisa im Louvre ein rotes T-shirt aufkleben, wäre man sich aller Titelseiten sicher und schnell verurteilt. Abgesehen davon, dass dies aufgrund der Sicherheitseinrichtungen unmöglich wäre, würde wohl kein gesunder Mensch auf diese Idee kommen. Aber vielleicht geht es ja auch gerade darum, in aller Munde zu sein, egal wie platt und infantil das auch alles ist.

    Insofern spiele ich dieses Spiel sogar mit. Dennoch dürfen diese Übergriffe nicht unkommentiert bleiben.
    Letztlich hat die Rückmeldung von Herrn Seemann mich darin bestärkt dies auch öffentlich zu tun.
    Identifizieren sich doch so viele Gießener mit „seinen Schwätzern“.

    Ich wünsche den 46ern trotz misslungenem Start eine gute und erfolgreiche Saison und den Verbleib in der ersten Liga.

    Es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen Kunst und Werbung!

    Volker Karl Schönhals
    Vorsitzender des BBK Hessen
    Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler

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