KURZECK UND DIE IGEL

Literaturwanderung in Lollar

Gemeinsam mit NABU Lollar lädt am Samstag, 19. September die Peter-Kurzeck-Gesellschaft ein zu einer literarischen Wanderung am Lollarer Kopf. In seinem Roman „Vorabend“ beschreibt Peter Kurzeck die Veränderung der Landschaft durch Straßenbau, den Landschaftsfraß durch Entstehung von Einkaufs- und Gewerbezentren, das immer schneller werdende Leben der Menschen, den Eingriff in die Natur und die Gefährdung des Lebensraums von Tieren am Beispiel der Igel.

Originalaufnahmen Kurzecks

Hinweistafel am ehem. Wohnhaus von Kurzeck in Staufenberg schräg gegenüber vom Peter-Kurzeck-Platz (Wikipedia, GR Second Life (Diskussion))
 

Wie die Kurzeck-Gesellschaft schreibt, kann man sich überraschen lassen von spannenden Geschichten, Rezitationen aus „Vorabend“ sowie Originalaufnahmen mit der Stimme von Peter Kurzeck, der 2013 starb. Begleitet wird man von Markus Lepper, Marcel Baumgartner, Christian Riedel, Sebastian Lauer und Helmut Rausch. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wandern auf den Wegen der Igel und mit der Literatur Peter Kurzecks.

Treffpunkt um 14 Uhr in Lollar

Treffpunkt ist um 14 Uhr vor dem Drogeriemarkt dm (Lollar, Rothweg 3a) nahe des ehemaligen „Massa“ (heute Kaufland) an der Pfingstweide. In der Ankündigung heißt  es: „Wir queren vom Start aus die alte B3, setzen den Weg im Wald fort, halten Einkehr im Vereinsheim des NABU Lollar, werfen einen Blick auf die Autobahn und beenden den Spaziergang am Schwimmbad Lollar gegen 17 Uhr. Die Wanderstrecke ist insgesamt etwa 3,5 km lang. Parkmöglichkeiten gibt es sowohl beim Startpunkt nahe der Pfingstweide als auch am Schwimmbad Lollar. Der Fußweg zwischen beiden Parkmöglichkeiten beträgt etwa 1 km.“

Das Schwimmbadcafé bietet die Möglichkeit des gemeinsamen Beisammenseins mit Speisen und Getränken im Anschluss an die Wanderung, kündigt  Marcel Baumgartner (1. Vorsitzender der Kurzeck-Gesellschaft) an.

Was der Autor über das Schwimmbad schrieb
Unterschrift Peter Kurzecks als Widmung zum Buch „Vorabend“ (Foto: Jörg-Peter Schmidt)

Kurzeck  hatte in seinem Buch “Vorabend“ über die Igel in Lollar geschrieben:

„Dann das Schwimmbad. Weiter oben am Hang, am Waldrand. Waldschwimmbad Lollar. Erbaut 1954. Was das kostet, sagen die Leute und müssen die Köpfe schütteln. Besonders die alten, also die alten von 1954. Die sind ungefähr Jahrgang 1875 oder 1880. Was allein nur der Zaun kostet! Und das Kassenhäuschen am Eingang! Und die Frau, die da jeden Tag drinsitzt und dafür von der Gemeinde bezahlt wird und dann später auch noch eine Rente. Und das teure Wasser und so ein Lautsprecher und der viele elektrische Strom. Und alles nur bloß zum Zeitvertreib also zum Vergnügen also für die Faulenzer also hauptsächlich für die Kinner – also unnötig! Aber jetzt ist es da. Jeden Tag.

Ein paar Zeilen weiter schrieb der Autor dann ausführlich über die Lollarer Igel.

Weitere Infos: http://www.peter-kurzeck-gesellschaft.de

Titelbild: Die Igel machte Peter Kurzeck zum Thema. Foto: Wikipedia, Tomaž Demšar in der Wikipedia auf Slowenisch

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