Wetterauer Produkte

Wachsende Nachfrage im Onlineshop

Von Corinna Willführ

Mehr als 100 Produkte sind es bereits – und ihre Zahl wächst stetig. wasregionales2Vom „Abbelseggo“ über Silberschmuck, von T-Shirts mit Stadtmotiven bis zu Honig und Whiskey reicht das Angebot des Onlineshops www.wasregionales.de. Was sie alle verbindet: Sie wurden in der Wetterau hergestellt. „Die Synergien der Gemeinschaft nutzen“, ist das erklärte Ziel der Digitalagentur Nahketing GmbH mit Sitz in Friedberg. Für Erzeuger wie Kunden. Das Projekt wird am 21. September 2016  im Bürgerhaus Niddavorgestellt.

Internetangebot von Wetterauer Produkten

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Mario Nahke hat sich direkt nach dem Abitur selbstständig gemacht. Parallel zu seiner Tätigkeit hat der heute 26-Jährige seinen Fachwirt für Marketing und Kommunikation im Abendstudium abgeschlossen. (Fotos: Willführ)

Mario Nahke ist 26 Jahre jung. Im Alter von 18 hat er sein Abitur am Burggymnasium in Friedberg gemacht. Seitdem ist er selbstständig. Am Sitz der Nahketing GmbH in der Kaiserstraße der Kreisstadt beschäftigt er mittlerweile sechs Mitarbeiter. Der Platz des Chefs sieht genauso aus wie der seiner Kollegen: Vorne links sitzt der Fachwirt für Marketing und Kommunikation – den Abschluss hat er im Abendstudium neben den täglichen Stunden am Computer erworben – und feilt an der Verbesserung von Online-Präsentationen oder Websites. Im Moment insbesondere an dem Ausbau eines Internetangebots mit regionalen Produkten aus der Wetterau – seiner Heimat. Anfang Juni präsentierte er sein Konzept gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Wetterau und der TourismusRegion Wetterau auf einer Podiumsdiskussion im Gebäude der IHK Gießen/Friedberg in der Kreisstadt. „Dazu kamen rund 80 Interessierte“, sagt Mario Nahke, „davon haben sich mittlerweile etwa 60 für die Plattform angemeldet.“ Viele Worte zu machen, ist nicht die Sache des Jungunternehmers. So fasst er seine Überzeugung, dass Ideen funktionieren können kurz zusammen: „Wenn jeder das machen kann, was ihm Spaß macht, und was er am besten kann und sich nicht mit Dingen beschäftigen muss, die ihm schwer fallen, können wir gemeinsam etwas Großes aufbauen und Aufwände wie Kosten auf vielen Schultern verteilen.“

Wetterauer Erzeuger können ihre Produkte anbieten

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Mario Nahke, Leiter der Digitalagentur Nahketing (links), und sein Fachmann für den „Einkauf“ von Bio-Produkten Peter Mahla.

Ein Prinzip, auf dem auch das neue Online-Portal aufbaut: Erzeuger aus der Region Wetterau können ihre Produkte dem Portal anbieten. „Sie allein bestimmen den Preis“, sagt Mario Nahke. Die Qualität der Präsentation im Netz aber ist Sache des Nahketing Teams. „Selfies“ gehen da gar nicht. Jedes Angebot wird mit einem professionellen Foto präsentiert. Der Preisrahmen der angebotenen Produkte reicht derzeit von unter zehn Euro bis an die 200 Euro. Für den Kunden, der beispielsweise heimatliche Geschenkgrüße nach Übersee oder auch nur an die Verwandtschaft in Bayern schicken möchte, funktioniert das System wie bei anderen Online-Anbietern: Die Ware auswählen und in den Warenkorb legen. Wobei sich was Leckeres für den Gaumen auch noch mit einer Grußkarte mit Lokalkolorit oder einem Buch aus der Region verbinden lässt. „Persönliche Geschenkkörbe zu erstellen“, sagt der Friedberger Unternehmer, „gehört zu unseren Zielen auf dem Portal.“ Zugestellt bekommen die Kunden ihre Waren über DHL. Für jeden Versand wird eine Gebühr von 5,90 Euro erhoben.

Salatsoß,  Abbelseggo und Filzrosen

Und was bietet die Online-Vermarktung den Erzeugern? Zunächst eine Abnahme ihrer Waren in Kommission. Neben der Vermarktung, „wobei wir diese natürlich nicht ausschließlich übernehmen können und auch nicht wollen“, die Lagerung, die Verpackung und den Versand. Nicht nur das bruchsichere Eintüten der „geistigen“ Getränke wie der Brände, der Schnäpse oder des Whiskeys aus der Wetterau, sondern aller anderen Waren erfolgt in Kooperation mit der Diakonie Friedberg.
Die „Wetterauer Salatsoß‘“, der „Abbelseggo“, die Filzrosen oder Silberanhänger: Im Bild mit Preisangabe sind die angebotenenn Produkte bereits zu sehen. An näheren Informationen zu den Herstellern arbeitet das Team der Digitalagentur noch. Angela Decker, zuständig für die Presse- und Kommunikationsarbeit bei „Nahketing“: „Jedes Produkt muss eingepflegt, das heißt zum Beispiel: professionell fotografiert werden.“ Zudem gehören zu den Artikeln auch „die Geschichten hinter den Produkten und Erzeugern zu erzählen und so das Einkaufserlebnis auf dem Hofladen ins Internet zu transportieren“, sagt Mario Nahke. „Wir arbeiten dran.“

Welche Chancen die neue Website für die regionale Vermarktung von Produkten bietet, erläutert Mario Nahke in einer Veranstaltung der Wirtschaftsförderung Wetterau am Mittwoch, 21. September 2016,  um 19 Uhr im Bürgerhaus Nidda. Der Unternehmer gehört auch zu den Podiumsteilnehmern des Wirtschaftsforums Wetterau am Donnerstag, 13. Oktober 2016, ab 19 Uhr im Alten Hallenbad in Friedberg Thema des Forums: „Vitale Innenstädte – Einfluss der Digitalisierung auf den Handel“. Anmeldungen zu dem Forum: anmeldung@wfg.wetterau.de

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wirtschatsfoerderung-wetterau.de

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