SCHRECK IN FREIENSEEN

Nicht giftig – aber bissig

Bei tropischen Temperaturen hat sich jetzt eine Schlange von über einem Meter Länge nach Laubach-Freienseen im Kreis Gießen verirrt. Ihren Lebensraum hat die Vierstreifennatter eigentlich in der Toskana bis runter nach Sizilien, über große Teile Südosteuropas bis in die Türkei, und in weiter östlich gelegenen Ländern.
Die Vierstreifennatter aus Laubach-Freienseen ist circa 1,20 Meter lang und kann noch doppelt so groß werden. (Foto: Landkreis Gießen)

Gegen 18 Uhr traf der Notruf in der Zentralen Leitstelle des Landkreises Gießen ein, wo Stephan Fischer, Fachberater Reptilien, gerade im Dienst war, berichtet die Pressestelle des Landkreises Gießen.

Länge bis zu 2,40 Meter

Eine unbekannte Schlange wurde im Vorgarten unter einem Busch gesichtet. „In Büschen und Bäumen hält sich die Vierstreifennatter am liebsten auf, da sie eine sehr gute Kletterin ist“, erklärt Fischer. „Diese Schlangenart kann eine Länge bis zu 2,40 Meter erreichen, ist zwar nicht giftig, kann aber auch mal zubeißen, wenn sie sich bedroht fühlt.“ Vermutlich stamme die Schlange aus einem Terrarium. Wer seine Schlange vermisst, kann sich an das Tierheim in Gießen unter der Telefonnummer 0641 52251 wenden.

Notfalls die Feuerwehr anrufen

„Ganz herzlich möchte ich mich bei der Person bedanken, die den Notruf abgesetzt hat“, betont der Reptilien-Beauftragte. „Leider kommt es vor, dass ich zu spät an einen Einsatzort gerufen werde und das Tier bereits verstorben ist.“ Mittlerweile ist die Expertise von Stephan Fischer nicht nur im Landkreis Gießen gefragt, sondern auch die Nachbarlandkreise klingeln bei ihm durch. Er appelliert: „Wenn Sie ein Reptil finden, zögern Sie bitte nicht, die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 anzurufen.“

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