Johann Georg Wille

Ein deutscher Aufklärer in Paris

willeDer berühmte deutsche Kupferstecher Johann Georg Wille lebte und wirkte im 18. Jahrhundert in Frankreich. Wille stammt aus Biebertal bei Gießen. Anlässlich seines 300. Geburtstages würdigt ihn der Oberhessische Geschichtsverein Gießen mit einem Vortrag am Freitag, 22. April 2016.

„Wirkmächtiger Kunstagent“

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Johann Georg Wille, portraitiert von Jean-Baptiste Greuze 1763

Geboren als Sohn eines Müllers am 5. November 1715 lernte Johann Georg Will das Handwerk des Büchsenmachers. Er begann, sich für das Kupferstechen zu interessieren, wanderte mit 20 nach Frankreich aus, lebte in Paris, nannte sich seit 1750 Jean George Wille und wurde zu einem international renommierten Zeichner und Kupferstecher, zu „einen der damals wirkmächtigsten Kunstagenten und Vermittler zwischen Frankreich und Deutschland“, wie der Oberhessische Geschichtsverein in der Einladung zum Vortragt schreibt.  Wille erlebte den Wandel Frankreichs vom Königreich zur ersten Republik. Johann Georg Wille habe als „Künstler, Netzwerker, „Tastemaker“ (Trendsetter), Lehrer, Protegé junger deutscher Künstler, als geschätzter Ratgeber zum Ankauf von Kunstwerken durch Fürstenhöfe und Privatsammler europäische Berühmt erlagt, würdigt ihn der Geschichtsverein.

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Prof. Dr. Elisabeth Décultot

Der Vortrag „Ein deutscher Aufklärer in Paris. Johann Georg Wille (1715-1808) – Ein europäischer Kunst- und Kulturvermittler“ beginnt am Freitag, 22. April 2016, um 20 Uhr im Netanya-Saal des Alten Schlosses, Brandplatz 2, 35390 Gießen . Referentin ist  Professorin Dr. Elisabeth Décultot aus Paris, die derzeit an der Universität Halle-Wittenberg lehrt. Sie hat zum Thema „Geschichte des kunsttheoretischen und kunsthistorischen Diskurses in Deutschland und Frankreich, 1750-1850“ habilitiert. Moderator ist Professor Dr. Günter Oesterle, Gießen. Der Eintritt ist frei.

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