Neuer Chef für die FNP

Joachim Braun kann das Blatt erneuernMichael Siebel (links) und Joachim Brain - Kopie

Zum 1. Februar 2016 bekommt die Frankfurter Neue Presse einen neuen Chefredakteur. Joachim Braun (49) übernimmt die Nachfolge von  Rainer M. Gefeller (65).  Für das Traditionsblatt der Fazit-Stiftung ist das eine Chance.

Neuer Chef für die FNP

Braun, gebürtiger Lüneburger und aufgewachsen in Oberbayern, ist seit 2011 Chefredakteur des Nordbayerischen Kurier in Bayreuth. Der Mann mit der auffälligen Brille hat die Redaktion inhaltlich und organisatorisch weiterentwickelt und vor allem digital neu aufgestellt. Zu den zahlreichen Preisen, mit denen die Zeitung in den vergangenen Jahren ausgezeichnet wurden, gehörte 2013 und 2014 jeweils der Deutsche Lokaljournalistenpreis. Braun wurde 2012 von einer Jury der in Frankfurt erscheinenden Fachzeitschrift „Medium-Magazin“ zum „Chefredakteur (Regional) des Jahres“ gewählt.

 

Michael Siebel (links) und Joachim Brain
Joachim Braun im Februar 2015 bei einer Veranstaltung der Friedrich Ebert-Stiftung zum Lokaljournalismus der Zukunft in Frankfurt. Links Michael Siebel, der medienpolitische Sprecher der hessischen SPD. Foto: Klaus Nissen

Rainer M. Gefeller, der die Frankfurter Neue Presse seit 2007 als Stimme der Region geführt hat, bleibt dem Verlag als Beauftragter der Geschäftsführung für besondere Aufgaben noch verbunden und verabschiedet sich zum 30. Juni 2016 in den Ruhestand.

Mit dieser Personalie hat Oliver Rohloff, Geschäftsführer der Frankfurter Societäts-Medien GmbH, einen Coup gelandet. Er holt einen der innovativsten Chefredakteure an den Main. Joachim Braun hat Ideen und schaffte es bislang auch, die in ihrem Arbeitsalltag oft konservativen Journalisten für neue Wege zu öffnen.  Das ist bei der Frankfurter Neuen Presse auch notwendig. Die Auflage ist seit der Jahrtausendwende um knapp die Hälfte auf rund 54 000  Exemplare eingebrochen. Trotz ihres leicht boulevardesken Lokal- und Mantelteils wirkt die Zeitung oft ein wenig altbacken. Joachim Braun bietet die Chance, das Blatt zu modernisieren. Dabei muss er sich besonders um die Lokalteile kümmern, von denen die FNP lebt. Die meisten Abonnenten hat die Taunuszeitung, gefolgt vom Höchster Kreisblatt. Weitere Lokalteile gibt es für Frankfurt, Wetterau, Main-Kinzig und den Bereich südlich von Frankfurt. Vor wenigen Monaten wurde auch das Rüsselsheimer Echo in die Neue Presse eingegliedert.

Wie Joachim Braun „tickt“ , konnte man im Februar 2015 bei einem Diskussionsabend der Friedrich Ebert-Stiftung in Frankfurt erleben. „Klare Kante“ in den Kommentaren, eine Fokussierung auf emotional bewegende Themen und eine stärkere Ansprache der nur digital erreichbaren möglichen Jung-Leser sind von ihm zu erwarten. Joachim Braun ist  viel in den sozialen Medien unterwegs und scheut auch nicht den Kontakt zu den Lesern.  Genaueres berichtete der Landbote hier.

 

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