Johannes Pistorius

500 Jahre Reformation in Niddda

Von Elfriede Maresch

Ist Geschichte ein trockenes Sammelsurium von Jahreszahlen? „Überhaupt nicht!“ sagen die Organisatoren der Pistorius-Kampagne im Rahmen des Jubiläums „500 Jahre Reformation in Nidda 1526 – 2026.“ Aktive des Heimatmuseums und der evangelischen Kirchengemeinde Nidda haben für das erste Halbjahr 2026 ein Programm zusammengestellt, das auf erlebnishafte Weise zur Begegnung mit Vater und Sohn Pistorius, mit weiteren Persönlichkeiten und Ereignissen der Reformationszeit einlädt.

Vorträge, Führungen, Ausstellung

Am Freitag, 13. Mär 2026 spricht um 18 Uhr Professor Dr. Horst Carl aus dem Fachbereich Geschichte – Frühe Neuzeit der Universität Gießen über „Wie kam Landgraf Philipp von Hessen zur Reformation? Macht und Religion in Hessen vor 1526“. Die Jahreshauptversammlung des Vereins Heimatmuseum Nidda e.V. schließt sich an.

Eine berührende Begegnung mit reformatorischer Aufbruchstimmung, der Stadtgesellschaft des 16. Jahrhunderts und bitteren Schicksalsschlägen der Familie Pistorius sind die Rundgänge „Johannes Pistorius und seine Zeit“ am Freitag, 20. März, Samstag. 11. April, Freitag, 8. Mai, Samstag, 30. Mai und Freitag, 19. Juni jeweils 17 Uhr ab Marktbrunnen. Zu diesen Stadtführungen ist Anmeldung per Mail anmeldung-pistorius@gmx.de erforderlich.

Die Ausstellung „Johannes Pistorius und seine Zeit“ wird am Sonntag, 29. März um 14 Uhr im Heimatmuseum eröffnet, um 18 Uhr schließt sich eine Weinverkostung mit unterhaltsamen Beiträgen an, die unter dem Psalmwort „Der Wein erfreut des Menschen Herz“ stehen. Die Ausstellung ist jeweils donnerstags und sonntags von 15 bis 17.30 Uhr zu besichtigen.

Eine Rose wird getauft

Am Samstag, 25. April lädt der Verein Heimatmuseum e.V. zum Besuch der „Reformationsstadt“ Homberg/Efze und der „Konfirmationsstadt“ Ziegenhain ein. Um Voranmeldung ab 1.3. per Mail an museum-nidda@t-online.de wird gebeten.

Vereinsamt und müde von theologischen Auseinandersetzungen: der alte Pistorius. (Fotos: Elfriede Maresch)

Am Internationalen Museumstag, Sonntag, 17. Mai um 17 Uhr spricht Professor Dr. Volker Ortmann vom Institut für evangelische Theologie der Uni Gießen im Heimatmuseum über „Eine Reise zu Johannes Pistorius und seinem Leben in ereignisreicher Zeit“.

Sicher hätte sich Niddas erste Pfarrfrau Margaretha Pistorius über diese Zuordnung gefreut. Ihr wird eine duftende und frostharte Rosensorte des Züchters Werner Ruf (Steinfurth) gewidmet. Vorstellung und Taufe dieser Freilandrose ist am Pfingstsonntag, 24. Mai um 17 Uhr im Rosengarten Erden, Taunusstr, 27 in Nidda-Ober-Schmitten. Dort kann die Rose auch gekauft werden (telefonische Bestellung unter 06043/9699785).

Kindermusical „Martin Luther“

Am Donnerstag, 28. Mai um 19 Uhr wird die Sonderausstellung „Reformatorinnen? Und ob!“ im Johannitersaal des Margaretha Pistorius-Hauses eröffnet und ist bis 19. Juni dort zu sehen. Der Untertitel ist „Eine Reise durch fünf Jahrhunderte und zur spannenden Begegnung mit mutigen und klugen Frauen“. Die Öffnungszeiten sind unter www.dekanat-buedinger-land.de zu finden.

Am Samstag, 13.Juni lädt der Dekanatsfrauenausschuss von 15 bis 19 Uhr wieder unter dem Motto „Frauen auf historischem Weg“ in einem vielseitig gestalteten Dekanatsfrauentag zur Begegnung mit Margaretha Pistorius. Um Anmeldung unter dfa-buedinger-land@web.de wird gebeten.

Kinder von 7 bis 14 Jahren sind eingeladen, beim Kindermusical „Martin Luther“ mitzusingen. Proben finden jeden Montag von 17 bis 18 Uhr im Johannes Pistorius Haus, Nidda, Auf dem Graben 37 statt. Die Aufführung mit Chor, Solisten und Instrumentalbegleitung ist am Sonntag, 21. Juni um 11 Uhr in der Stadtkirche Nidda.

Am selben Sonntag um 15 Uhr lädt der Verein Heimatmuseum Nidda e.V. zum festlichen Gottesdienst mit dem Johanniterorden anlässlich des Johannistages am 24. Juni. Weitere Programmpunkte dieses Tages sind dem Veranstaltungskalender der Stadt Nidda zu entnehmen.

Die Stadt hat dieses Programm als Flyer herausgebracht, der öffentlich ausliegt.

Titelbild: In der Kirche: Der alte und der junge Pistorius, Frau Margaretha und die Magd Marianne.

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