Basketball

Länderspiel in Gießenlaenderspiel1

von Jörg-Peter Schmidt

Obwohl Gießen sportlich viel zu bieten hat, kommt es nicht alle Tage vor, dass in der Universitätsstadt ein Länderspiel stattfindet. Um so größer war jetzt die Resonanz bei der Partie der Basketball-Nationalmannschaften von Deutschland und Portugal: Rund 3000 Zuschauer feuerten in der dicht gefüllten Osthalle die Teams temperamentvoll lautstark an, begleitet vom Wirbel von Trommeln und dem Getöse von Sirenen und Hupen.

Sauna „Osthölle“

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Das deutsche Team kurz, bevor die Nationalhymne erklang. (Fotos: Jörg-Peter Schmidt)

Und wenn während der Auszeiten „Start me up“ als Wachmacher von den „Rolling Stones“ angespielt wurde, ging es so richtig ab in der „Osthölle“, die ihrem Spitznamen alle Ehre machte: Aufgrund der an diesem Tag besonders starken Sommerhitze herrschten auch in der Halle Sauna ähnliche Temperaturen. Gut nur, dass ansonsten bei Veranstaltungen in der Osthalle solche extremen unangenehmen Bedingungen nicht vorherrschen.

Test vor der Euro-Quali

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In der Anfangsphase war das Spiel ausgeglichen und heiß umkämpft; dann zogen die Gastgeber davon.

Zum Auftakt wurde es erstmal feierlich: Die Nationalhymnen erklangen und die meisten Zuschauer, Trainer und Spieler sangen mit, bevor der Start zu einer Partie erfolgte, bei der das Team von Bundestrainer Chris Fleming nur in der Anfangsphase Schwierigkeiten hatte. Beispielsweise Tibor Pleiß, der in den USA bei den Philadelphia 76ers in der höchsten Klasse NBA spielt, oder Daniel Theis (Brose Bamberg) und Robert Benzing (CAI Zaragoza, Spanien) rissen das Publikum mit, wenn sie per Dunking krachend den Ball in den Korb schmetterten oder aus weiter Distanz per Drei-Punkte-Wurf trafen. Endergebnis: 93:58 für die deutschen Basketballer, die bei ihrem Test vor den Qualifikationsspielen zur Europameisterschaft ein gute Figur abgaben. Für die Statistik ist noch zu erwähnen, dass bei den Portugiesen Guerreiro mit 19 Punkte der erfolgreichste Akteur war.

Wiedersehen mit Armin Andres
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Nach dem Spiel gab es Autogramme und Selfies.

Man sah weitgehend zufriedene Gesichter: Das Publikum in der Osthalle zeigte, dass es basketballbegeistert ist und Sachverstand hat. Ein Wiedersehen gab es mit dem früheren Gießener Bundesligaspieler Armin Andres, der Delegationsleiter der deutschen Nationalmannschaft ist. Und das Team der „46ers“ Gießen, für die die Bundesligasaison am Samstag, 24. September 2016 (20.30 Uhr) gegen Science City Jena zuhause beginnt, war ebenfalls unter den Zuschauern, darunter Marco Völler, Neuzugang, Sohn vom Fußballweltmeister Rudi Völler.
Die deutschen Nationalspieler gaben noch viele Autogramme, umringt von Fans aller Generationen, die sich wünschen: So ein Länderspiel sollte es öfter in Gießen geben. Dann müsste aber in der Osthalle das zweifelsohne superfleißige Team beim Getränkeverkauf dringend aufgestockt werden, denn hier gab es lange Warteschlangen.

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