Apfelweinmeisterschaft

Bohris will siegen

Von Corinna Willführaepplermeister2

Wehrheims beste „Stöffche“ im Wettbewerb der Äppler-Könige. Nicht nur die deutsche Nationalmannschaft hofft auf einen weiteren Titel: Auch die Keltergemeinschaft Bohris aus Wehrheim will siegen – und zwar bei der 6. Hessischen Apfelweinmeisterschaft am Wochenende in Frankfurt.

Vielfache Apfelwein-Meister

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Passen längst nicht mehr auf ein T-Shirt: die Titel, die die Keltergemeinschaft Bohris für ihre Äppler erhalten hat. (Fotos: Willführ)

Es braucht einen stattlichen Rücken, um all die Sieger-Titel auf einem T-Shirt faltenfrei lesen zu können, die die Keltergemeinschaft Bohris (auch Café Bohris) aus Wehrheim mit ihren Äpplern aus Eigenproduktion errungen hat. 13 Jahre liegt der Erste zurück, der bislang Letzte: Beim vom BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz) bereits zum 17.Mal ausgetragenen Apfelwein-Contest im Ludwig-Bender-Bad am 19. Juni: Der erste Platz in der Kategorie „Plus“ für Heiko Bohris, und in der Kategorie „Pur“ ebenfalls der erste Platz für Klaus Etzel.

19 Konkurrenten treten an

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So sehen Sieger aus: Heiko Bohris (links) und Klaus Etzel im Gewölbe der Keltergemeinschaft Bohris.

Vom 8. bis 10. Juli treten die Kelterer aus der Gartenstraße in der Taunusgemeinde bei der 6. Hessischen Apfelweinmeisterschaft in Frankfurt an. In einer Gastwirtschaft, die Kultstatus unter den Kennern des hessischen Nationalgetränks hat: dem „Kanonesteppel“ in der Textorstraße 20, „dribbdebach“ im Stadtteil Sachsenhausen. Gegen 19 Konkurrenten aus ganz Hessen, aus Kirdorf und Oberrad, aus Ober-Josbach und Ortenberg. Was sie eint: Sie alle haben bereits auf regionaler Ebene den Titel eines Apfelweinkönigs errungen.

„Wir wissen, dass wir gut sind“

Wer sich Hessischer Apfelweinmeister 2016 nennen darf, darüber bestimmt einzig „das Volk“. Ist doch dieses für Freitag und Samstag jeweils von 16 bis 22 Uhr sowie für Sonntag von 12 bis 17 Uhr eingeladen, sein Votum zu Farbe, Geruch und Geschmack der „Stöffche“ abzugeben. Bei einer Blindverkostung versteht sich. Die Siegerehrung ist am Sonntag für 18 Uhr vorgesehen.
Die Konkurrenz fürchtet Heiko Bohris mitnichten. „Wir wissen, dass wir gut sind“, sagt der 42jährige, der sein „Sieger-Stöffche“ 2016 in Wehrheim mit Trierer Weinapfel und als „Zusatz einer heimischen Wildobstsorte“, sprich: der Quitte, gekeltert hat. „Die Quitte gibt dem Äppler eine schöne Säure“, sagt Heiko Bohris. Vom Sauergespritzten, der durch den Zusatz von Mineralwasser zum Apfelwein entsteht, hält er nichts. Und absolut gar nichts davon, dass es das hessische Nationalgetränk mittlerweile sogar in Dosen gibt. Der Äppler gehört nur in den Bembel und ins Gerippte, da sind sich dessen Liebhaber einig.
Nur so wird er seit Jahrzehnten im „Kanonesteppel“ serviert sowohl vor wie nach der Siegerehrung für den 6. Hessischen Apfelweinmeister. Auf dessen Erfolg lässt sich anschließend noch beim Finalspiel der Fußball-Europameisterschaft anstoßen, das in der Sachsenhäuser Gastwirtschaft auf dem Bildschirm zu sehen ist. Mit Äppler.

Ein Gedanke zu „Apfelweinmeisterschaft“

  1. Hallo Schoppepetzer,

    is‘ doch klar, dass wir Wehrheimer (wieder) gewinnen. Weil wir wissen, wie guter Apfelwein gemacht wird. Der Prozess beginnt beim Pflanzen von Obstbäumen und der folgenden lebenslangen fachgerechten Baumpflege. Der Rest dieses Prozesses ist ein gut gehütetes Geheimnis, weiß

    Peter Gwiasda

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