Weiterer Ausbau in Gießen
Das Fahrradverleihsystem „nextbike“ in Gießen wird zum 1. Juli 2026 weiter ausgebaut. Nutzer*innen profitieren künftig von einer flexibleren Rückgabe der E-Lastenräder, einer modernisierten Fahrradflotte und einem bedarfsgerecht weiterentwickelten Stationsnetz. Mit den Neuerungen reagieren die Stadt Gießen und der Dienstleister „nextbike“ auf die stetig wachsende Nutzung des Leihradsystems und bauen das Angebot entsprechend gezielt aus.Neue E-Cargo-Bikes
Die Pressestelle der Stadt Gießen schreibt weiter: Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung des E-Lastenradangebots. Fünf neue E-Cargo-Bikes ergänzen die Flotte, sodass künftig insgesamt neun elektrisch unterstützte Lastenräder zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird ihre Nutzung deutlich flexibler: Mussten die Räder bislang an ihrer jeweiligen Ausleihstation zurückgegeben werden, können sie künftig an zwölf ausgewählten Stationen im Stadtgebiet abgegeben werden. Dadurch werden insbesondere Einwegfahrten deutlich einfacher und das Angebot im Alltag noch attraktiver.
Wo Rückgabe möglich ist
Die Rückgabe der E-Lastenräder ist künftig an folgenden Stationen möglich:
. Dammstraße / Nordanlage
. Löbershof / Neustadt
. Neuen Bäue
. Johanneskirche
. Bahnhof / Alter Wetzlarer Weg
. JLU Innenstadt / Universitätszentrum
. Nordstadtzentrum
. Schützenstraße
. Schiffenberger Tal / Ferniestraße
. Eichendorffring (Studierendenwohnheim)
. Leihgesterner Weg/ Unterhof (Studierendenwohnheim)
. Kleinlinden Autobahnbrücke
Sollte das erweiterte Angebot gut angenommen werden, ist für das kommende Jahr eine weitere Vergrößerung der Lastenradflotte um fünf zusätzliche E-Cargo-Bikes vorgesehen.
Auch die regulären Leihräder haben in den letzten Wochen ein Update erhalten. Insgesamt wurden 170 ältere Fahrräder aus dem System genommen und durch 170 fabrikneue Räder ersetzt. Damit wird sichergestellt, dass den Nutzer*innen auch künftig eine moderne und zuverlässige Flotte zur Verfügung steht.
Optimierung des Stationsnetzes
Im Zuge der Optimierung des Stationsnetzes werden die Stationen „Botanischer Garten“, „Landgericht“ und „Neuer Friedhof“ zum 1. Juli geschlossen. Sie wurden entweder nur wenig genutzt oder liegen in unmittelbarer Nähe anderer, besser erreichbarer Stationen. Gleichzeitig wächst das Netz an anderer Stelle weiter. Neu hinzu gekommen sind unter anderem die Stationen am Lern- und Erinnerungsort in der Lahnstraße, am TIG im Europaviertel sowie eine Station in der Nähe des Turgut-Markts in der Marburger Straße. Zudem wird im Zuge des Projekts „Straßen neu entdecken“ eine temporäre nextbike-Station in der Steinstraße eingerichtet und ergänzt ab dem 7. Juli die dort entstehenden Aufenthaltsflächen im öffentlichen Raum. Damit unterstützt das Leihradsystem die zeitlich begrenzte Umgestaltung des Straßenraums und trägt dazu bei, nachhaltige Mobilität unmittelbar erlebbar zu machen.
Steigende Nachfrage
Unverändert bleibt hingegen die attraktiven Nutzungsbedingungen des „nextbike“-Systems für alle Gießener Bürgerinnen: Wer den Einwohnerinnenvorteil in der App nutzt, erhält weiterhin 20 Freiminuten pro Fahrt mit den regulären „nextbike“-Rädern. Auch bei den E-Lastenrädern profitieren berechtigte Nutzer*innen unverändert von 50 Prozent Rabatt auf den Ausleihpreis. Dadurch kostet die Nutzung eines E-Cargo-Bikes lediglich 75 Cent je angefangene 15 Minuten.
Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Systems folgt der steigenden Nachfrage. Im vergangenen Jahr 2025 wurden die Gießener Leihräder mehr als 327.000 Mal und damit 16 Prozent häufiger als im Vorjahr 2024 ausgeliehen. Alleine im Jahr 2025 haben sich über 7000 Nutzer*innen neu für das Leihradsystem registriert. Mit inzwischen über 60 Stationen im Stadtgebiet ist nextbike ein fester Bestandteil des nachhaltigen Mobilitätsangebots für alle Gießenerinnen und Gießener.
„Wir entwickeln das Leihradsystem konsequent weiter und orientieren uns dabei gerne an den Wünschen der Nutzenden. Die flexiblere Rückgabe der Lastenräder, die neuen Fahrräder und die neuen Stationen machen das Angebot für viele Menschen in Gießen noch komfortabler und alltagstauglicher. So stärken wir den Radverkehr und schaffen attraktive und komfortable Alternativen zum Auto“, sagt Bürgermeister Alexander Wright.
Mit den Neuerungen setzt die Stadt Gießen ihre Strategie fort, das Fahrrad als selbstverständlichen Bestandteil einer modernen und nachhaltigen Mobilitätsstruktur weiter zu stärken.
Titelfoto: (Der Hund hört auf den Namen „Ludwig“. (Quelle: Stadt Gießen)