Auftakt mit Joanna Bator fällt aus
von Jörg-Peter Schmidt
Am Donnerstag, 15. Januar (19 Uhr, Uni-Aula in Gießen) sollte das neue Winter-/Frühjahrsprogramm des Literarischen Zentrums Gießen (LZG) beginnen. Joanna Bator (*1968 in Wałbrzych) sollte ihren Roman „Bitternis“ vorstellen. Der Termin fällt leider aus. Zu den weiteren Veranstaltungen gehört auch die Lesung mit Götz Aly am Mittwoch, 11. Februar (19 Uhr, Hermann-Levi-Saal im Gießener Rathaus).Lesung mit Götz Aly am 11. Februar
Wie eingangs erwähnt, spricht am 11. Februar der Politikwissenschaftler und Historiker Götz Aly über sein neues Buch mit dem Titel „Wie konnte das geschehen ?– Deutschland 1933 – 1945“. Die Dokumentation hat seit Wochen ihren festen Platz in den Bestsellerlisten. In der Vorankündigung des LZG heißt es:
In einer schweren wirtschaftlichen Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Bald konnte sie die Macht übernehmen und aufwachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte den Krieg – das Volk fürchtete sich davor.
Dennoch terrorisierten schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden? Die Antwort ist vielschichtig. Die NSDAP versprach den Deutschen Aufstieg und Wohlstand, zugleich hielt man die Menschen in Bewegung, keine Atempause, keine Zeit zum Nachdenken, so ging es Richtung Krieg. Als der Glaube an einen Sieg nachließ, wurde aus der Volksgemeinschaft eine Verbrechensgemeinschaft. Jeder konnte wissen, welche Schuld die Deutschen auf sich luden, heißt es weiter in der Vorankündigung zu der Veranstaltung, bei der kein Eintritt erhoben wird (eine Anmeldung ist allerdings erforderlich.) Es handelt sich um eine Lesung, zu der das LZG mit der Zentrale für Politische Bildung und der Volkshochschule Gießen einlädt.
Neue LZG-Geschäftsführererin
Noch ein Hinweis zu den Infos über die jeweiligen Veranstaltungen: Die Termine stehen in einem Heft, das online und gedruckt erhältlich ist und in dem Heft von Prof. Dr. Sascha Feuchert (Vorsitzender) sowie Tim Spengler und Lisa Wächter von der Geschäftsführung vorgestellt werden. Und; Seit dem 1. Januar 2026 ist Lisa Wächter Teil der Geschäftsführung des Literarischen Zentrums Gießen (LZG). Sie folgt auf Hannah Brahm, die das LZG Ende Dezember verlassen hat, um sich wieder ihrer pädagogischen Arbeit zu widmen.
Wächter hat sich als Volontärin im LZG von September 2024 bis Dezember 2025 bereits intensiv mit dem LZG vertraut gemacht. Neben ihrer Tätigkeit am LZG studiert Lisa Wächter seit Oktober 2025 den Master of Arts Germanistik mit den Schwerpunkten Holocaust- und Lagerliteratur sowie Neuere deutsche Literatur- und Kulturwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Außerdem ist sie Teil der Fachschaft Germanistik und aktiv an der Gremienarbeit beteiligt. Der Vorstand des LZG dankt Hannah Brahm herzlich für ihre prägende Arbeit und ihren maßgeblichen Beitrag zur positiven Entwicklung des LZG in den vergangenen Jahren.
Wie eingangs berichtet, kündigt der „Landbote“ die weiteren Veranstaltungen noch ausführlich an. Das Programm (mit Infos auch über Anmeldemöglichkeit) ist abrufbar unter www.lz-giessen.de//
Titelbild: Joanna Bator wollte zum Auftakt des neuen LZG-Programms lesen. Aufgrund der Wetterlage in Polen kann die Autorin nicht nach Deutschland reisen. Der Termin fällt leider aus. (Fotoquelle: Magda Hueckel)



