SHITSTORM UNFASSBAR

Nach Zivilcourage Anfeindung

Der „Landbote“ hatte über einen Vorfall berichtet, wonach am 22. Dezember 2025 ein 32-Jähriger gegen 16.30 Uhr in Gießen in eine Bushaltestelle in der Südananlage bei der Johanneskriche gefahren und mit seinem Audi mehrere Menschen verletzt hatte (eine Frau schwer). Ein 29-jähriger BMW-Fahrer hatte den Unfallverursacher festhalten können, bis die Polizei den Amokfahrer festnehmen konnte.

Hintergründe zur Amokfahrt

Der Unfallverursacher wurde in die Psychiatrie eingewiesen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem Mordversuch vor. Ein Terroranschlag scheint  laut Polizei und Staatsanwaltschaft ausgeschlossen. Vielmehr scheint der Fahrer, der aus Aserbaidschan stammt und in Gießen lebt, psychisch krank zu sein.

Nicht auszudenken, er hätte am 22. Dezember seine Fahrt von der Innenstadt aus, wo er stoppte, fortgesetzt. Unter anderem im Seltersweg fand zu diesem Zeitpunkt der Weihnachtsmarkt statt. Umso wichtiger ist, dass der 29-jährige Syrer ihn festhalten konnte. Es soll bei der Amokfahrt, bei der der 32-Jährige vor seinem Zusammenprall an der Bushaltestelle in der Südanlage vorher mit seinem Wagen mit anderen Pkw zusammengestoßen war, insgesamt bis zu sechs Verletzte gegeben haben.

29-Jähriger bewies Zivilcourage

Unfassbar ist, dass sich der mutige Mann, der den 32-Jährigen gestoppt hat, sich jetzt öffentlichen Anfeindungen im Netz ausgesetzt sieht.  Die Pressestelle des Hessischen Landeskriminalamtes stellt deshalb Falschdarstellungen richtig:
Entgegen zahlreicher Behauptungen in sozialen Medien war nicht der 29-jährige der Verursacher der schweren Verletzungen an
der Bushaltestelle . Verantwortlich für das Geschehen ist vielmehr, dass der 32-jährige Fahrer nach mehreren Verkehrskollisionen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit weiterfuhr,
hierbei mehrere Personen verletzte und erheblichen Sachschaden verursachte.

Eingreifen half der Polizei

Die Polizei stellt fest: Der 29-jährige BMW-Fahrer handelte nicht als Täter, sondern als couragierter Zeuge. Nachdem sein Fahrzeug zuvor von dem Audi gerammt worden war, stellte er sein Fahrzeug so ab, dass eine Weiterfahrt verhindert wurde,
Er hielt den flüchtigen Audi-Fahrer bis zum Eintreffen der Polizei fest. Dabei zog er sich selbst leichte Verletzungen zu. Sein Eingreifen trug maßgeblich zur Festnahme des Tatverdächtigen bei. Die Polizei stellt ausdrücklich klar: Der 29-jährige Gießener hat keine Straftat begangen. Ihn als Täter zu bezeichnen ist falsch und entbehrt jeder Grundlage.

Auch unter anderem aus einem Artikel der „Gießener Allgemeinen“, in dem der Syrer persönlich zu Wort kommt,  geht deutlich hervor:  Er war in der Tat nicht der Unfallverursacher. Diesen hat er vielmehr festgehalten, damit nicht weitere Menschen gefährdet sind.

Titelbild: Nicht weit von der Johanneskirche in Gießen wurde der 32-Jährige festgenommen. (Fotoausschnitt: Wikipedia,  Wikiwal)










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