Hin und Weg

Female Empowerment

Montag, 16. September, 18 Uhr, Plenarsaal des Kreishauses, Europaplatz, Friedberg. Eintritt frei, Anmeldung per E-Mail unter fachdienst-frauen@wetteraukreis.de oder telefonisch unter 06031 83 5301 erwünscht.

Geflüchtete Frauen sind häufig stark unterrepräsentiert, ob in Sprachkursen oder in der Integration in den Arbeitsmarkt. Dabei machen sie zahlenmäßig rund ein Drittel aller Geflüchteten aus. „Die Veranstaltung ‚Female Empowerment‘ geht auf die Suche nach den Gründen hierfür und mögliche Auswege daraus. Zu dem Vortrag und der anschließenden Situation lade ich alle Wetterauerinnen und Wetterau ganz herzlich ein“, so Landrat Jan Weckler.Die Referentin des Abends ist die gebürtige Somali Khulud Sharif Ali. Sie forscht zu der Frage, wie zugewanderte Frauen besser erreicht und integriert werden können. Aktuell promoviert sie zum Thema „Empowerment von gefüchteten Frauen“. Unter dem Begriff „Empowerment“ werden Strategien und Maßnahmen gefasst, die den Grad an Autonomie und Selbstbestimmung im Leben von Menschen erhöhen. Aufgrund ihrer beruflichen Erfahrung und ihres persönlichen Hintergrunds bietet Sharif-Ali spannende Einblicke zum Thema Migration und Integration. Bei der anschließenden Diskussion sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu eingeladen, Fragen zu stellen und Anregungen dafür zu geben, wie die Integration von geflüchteten Frauen noch besser gestaltet werden kann. Vortrag und Diskussion werden von der Bildungskoordinatorin des Wetteraukreises, Anna-Lena Reuter. veranstaltet und in Kooperation mit dem Fachdienstes Frauen und Chancengleichheit, dem Frauenzentrum Wetterau e.V., und der Frauenbeauftragten der Stadt Bad Nauheim durchgeführt. Die Veranstaltung ist Teil der interkulturellen Wochen in der Wetterau.

Keltische Harfenmusik

Montag, 16. September, 19.30 Uhr, Altes Hallenbad, Haagstraße 29, Friedberg. Eintritt: 19 Euro, Vorverkauf: 16 Euro beim Ulenspiegel, im Ticketshop oder in der Buchhandlung Bindernagel

Das Ensemble Norland Wind wird mit Harfe, zwei Gitarren, der Violine und Keyboards im Alten Hallenbad Musik aus Donegal, dem keltische Nordwesten Irlands erklingen lassen. Noel Duggan, der auch Mitglied der irischen Kultgruppe Clannad ist, wuchs in Donegal auf. Er bringt die gälischsprachigen Lieder seiner Heimat in die Gruppe ein. Kerstin Blodig arrangiert oder schreibt neue Musik zu den traditionellen Texten. Und singt sie dann auch. Die von den Färöer Inseln stammende Geigerin Thomas Angelika Nielsen gibt den Klängen Emotion. Hinzu kommen Thomas Loefkes Harfenkompositionen, die während seiner Aufenthalte auf den Inseln Donegals, Schottlands und der Färöer entstanden. Alles zusammen prägt den Sound der Gruppe.

Frauengesprächskreis 50+

Donnerstag, 19. September, 18.30 Uhr, Frauenzentrum, Wintersteinstraße3, 61169 Friedberg. Infos und Anmeldung: Tel. 06031-2511 oder E-Mail: frauenzentrum.wetterau@t-online.de.

Die Frauengesprächsgruppe 50+ lädt interessierte Frauen zum nächsten Treffen ins Frauenzentrum ein. Bei dem Treffen tauschen die Teilnehmerinnen Informationen und Erlebnisse aus und planen gemeinsame Unternehmungen.

Anna Magdalena Bössen in Friedberg

Freitag, 20. September, 20 Uhr, DichterDran, Gewölbekeller der Firma König, Kaiserstraße 14, Samstag, 21. September, 18 Uhr, DichterDran, Betten Decher, Kaiserstraße 32, Sonntag, 22. September, 11 Uhr, Deutschland. Ein Wandermärchen, Stadthalle Friedberg, Eintritt für alle Veranstaltungen: 15 Euro, freie Platzwahl. Karten bei Betten Decher, König und Ticket Shop Friedberg.

Anna Magdalena Bössen (Foto), geboren 1980, studierte Rezitation mit Diplom in Stuttgart. Anschließend inszenierte sie Literaturschauspiele im Hamburger Hafen und arbeitete deutschlandweit als Sprechcoach. 2014 ging sie per Fahrrad und mit Gedichten im Gepäck auf Wanderschaft. Während der 8160 km langen Reise bot sie ein literarisches Kofferprogramm gegen Kost und Logis an. Bin ich Deutschland? Diese Frage trieb Anna Magdalena Bössen an, als sie das Wagnis dieser Reise mit vielen offenen Fragen begann. Sie war ihrer Zeit voraus. 2014 taten sich die meisten mit dem Begriff Heimat schwer. Das sie richtig lag und als Künstlerin schon etwas wahrnehmen konnte, was sich den meisten von uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht erschloss, wissen wir heute. Der Begriff Heimat wird nicht mehr tabuisiert oder als etwas Gestriges gesehen, sondern öffentlich diskutiert. Ihre Erlebnisse hat sie in ihrem Buch „Deutschland. Ein Wandermärchen“ zusammengefasst. Seit 2018 ist sie außerdem deutschlandweit mit ihrem Bühnenprogramm „DichterDran“ unterwegs. Das Poesie-Kabarett holt die Dichter zum Zwiegespräch an die „Bar jeder Entscheidung“. In Friedberg ist Anna Magdalena Bössen in zwei sehr unterschiedlichen Locations: in einem Gewölbekeller und in einem Bettenhaus. Beide Räume wird sie inszenieren und hat dafür ein Best-of zusammengestellt. Jedoch geht es an beiden Abenden immer um die Macht von Erzählungen und Poesie – und wie wir diese nutzen können, um unseren Planeten der nächsten Generationen gut zu übergeben. Johann Wolfgang von Goethe darf da natürlich nicht fehlen. An der Bar im Gewölbekeller wird sich die Rezitatorin mit ihm und anderen klugen Köpfen mit dem Thema Zukunft beschäftigen. Im Bettenhaus, es liegt wohl auf der Hand, geht es natürlich um Liebe und Humor.

Französisch für Frauen mit Vorkenntnissen

Freitag, 20. September, 9 bis 10.30 Uhr, Frauenzentrum, Wintersteinstraße3, 61169 Friedberg. Zehn Termine bis 6. Dezember. Infos und Anmeldung: Tel. 06031-2511 oder E-Mail: frauenzentrum.wetterau@t-online.de.

Frauen, die gute Grundkenntnisse in Französisch haben, können diese in einer kleinen Gruppe auf angenehme Weise aktivieren und erweitern. Es werden Alltagssituationen geübt und auf diese Weise Informationen über das Land und die französische Lebensweise an die Kursteilnehmerinnen weitergegeben.

Film „Autark“ in Friedberg

Filmvorführung am Freitag, 20. September, 19 Uhr im Albert-Stohr-Haus in Friedberg, Ludwigstr. 34. Eintritt frei. Veranstalter: Initiative „Wetterau im Wandel“ und Mittelhessische Energiegenossenschaft.

Immer mehr Menschen spüren und diskutieren den Klimawandel und wissen dazu, dass das Stichwort CO2 mit Strom, Wärme, Verkehr und auch dem täglichen Essen zu tun hat. Um das alles näher im Rahmen des eigenen Umfeldes beurteilen und beeinflussen zu können und oft auch aus ökonomischen Gründen möchten viele Bürger ein Stück weit unabhängig sein und sich selbst versorgen, manche möchten sogar „autark“ leben. Das kann dann sogar noch die Wasserversorgung mit einbeziehen. Der 90-minütige Film zeigt, wie Menschen selbst Verantwortung übernehmen können. Zu Wort kommen der Journalist Franz Alt, der Energiepolitiker Hans-Josef Fell, der Wissenschaftler Volker Leprich. Der Dalai Lamaplädiert im Film für die Energiewende als Instrument der Freiheit und der globalen Entwicklung. Auch Themen wie Balkon-Photovoltaik und Elektromobilität haben Eingang in den Film gefunden.  Und immer wieder begegnet dem Zuschauer die Sektorenkopplung von Strom, Wärme und Mobilität und das im Zusammenhang mit der von den Menschen gewünschten Unabhängigkeit. Nach dem Film moderiert Diethardt Stamm eine Diskussion zum Thema.

Münzenberger Tafelrunde

Samstag, 21. September, 14.30 Uhr, Wetterauer Früchtchen, Altstädter Feld 1, 35516 Münzenberg. 120 Euro. Anmeldungen bis 15.09.19 unter tourismus@muenzenberg.de oder Telefon 06033-960329

Die Münzenberger Tafelrunde nimmt wieder Fahrt auf. Fernsehkoch und Restaurantbesitzer Reiner Neidhart zaubert mit interessierten Hobbyköchen ein 4-Gänge Menu. Es wird in der neu eingerichteten Eventküche auf dem Hof der Wetterauer Früchtchen gekocht. An Zutaten kommen in erster Linie regionale Produkte auf den Tisch. „Kochen und essen wo die Zutaten wachsen, das ist der Ansatz, den wir gemeinsam verfolgen“, erklärt Katharina Rüd vom Stadtmarketing der Stadt Münzenberg. Mit den Wetterauer Früchtchen und Reiner Neidhart sind zwei Partner im Boot, die genau dieses Prinzip leben. Beide sind Mitglied im Wetterauer Landgenuss und haben entsprechend auch das passende Netzwerk. Die Münzenberger Tafelrunde startete 2018 im Alten Rathaus in Gambach. Schnell war klar, dass die Gegebenheiten dort nicht optimal sind. Mit der Eventküche einschließlich Halle auf dem Hof der Wetterauer Früchtchen wurde laut Rüd nun ein Ort gefunden, der allen Anforderungen gerecht wird. Ein Teil der Produkte kann sogar direkt vom Hof bezogen werden. Das Kochevent bei den Wetterauer Früchtchen kann sowohl von Einzelpersonen, als auch von Gruppen oder Firmen als Teamevent gebucht werden. Bei Gruppen und Firmenevents bittet Rüd, die Preise gesondert anzufragen. Gäste dürfen, nach Anmeldung, für 30 Euro zum Essen dazu kommen. Die „Münzenberger Tafelrunde“ gibt es jetzt auch als Junior Variante: Am 16. November startet der Kurs „Papa kocht mit mir!“. Fünf Papas/Opas/Onkels können gemeinsam mit jeweils einem Kind ein alltagstaugliches Gericht zaubern. Sozialpädagoge und Familienvater Nikolai Kurreck leitet die Teams an, gibt Tipps und sorgt für einen entspannten Nachmittag. Los geht’s um 14.30 Uhr. Die Kosten pro Team (1 Erwachsener+ 1 Kind) betragen 20 Euro. Anmeldungen werden noch bis zum 31.10. entgegen genommen.

Texte von Jens und Geiger in Gießen

Bilder zum Thema Demenz im Gießener Rathaus

Ausstellung von KünstlerInnen mit Demenz bis 12. Oktober, Rathaus Gießen, Eintritt frei. Lesung aus Texten von Arno Geiger und Tilmann Jens, 21. September, 19 Uhr, Schuhaus Darré, Gießen, Seltersweg, Eintritt frei

Noch bis zum 12. Oktober läuft im Giessener Rathaus am Berliner Platz eine Ausstellung mit Gemälden und Zeichnungen von Menschen mit Demenz. Sie hängt im 1. Stock, vor dem Eingang zur Stadtbibliothek. Es macht Freude, die Bilder anzusehen, die durch ihren Einfallsreichtum und ihre künstlerische Fantasie brillieren. Entstanden sind sie in den Malgruppen, die Oliver Schultz für demente Menschen anbietet. Organisiert wurde die Ausstellung von der ‚Initiative Demenzfreundliche Kommune – Stadt und Landkreis Giessen eV.‘

Diese Initiative besteht nun bereits 10 Jahre. Sie will das Verständnis für das Verhalten dementer Menschen fördern und den Betroffenen selbst mehr gesellschaftliche Teilnahme ermöglichen. Daher bietet sie eine Reihe von weiteren Veranstaltungen an, als nächste am 21. September um 19 h eine Lesung mit Harald Pfeiffer im Schuhhaus Darré im Seltersweg. Der bekannte Schauspieler des Stadttheaters liest aus dem Buch von Arno Geiger und aus Texten von Tilmann Jens, die beide einen dementen Vater hatten. Das Motto der Lesung lautet: „Wer lange genug wartet, kann König werden – Ausstieg aus der Welt des Erinnerns“

Die Giessener Demenzinitiative bietet auch Besuche von Orchester- oder Tanzproben des Stadttheaters an. Das Mathematikum wird ebenfalls besucht. Erst kürzlich war eine Gruppe zu Besuch bei Professor Beutelspacher. Genaueres über das Terminangebot und die Arbeit des Vereins findet man unter www.demenzinitiative.de oder unter Tel. 0641-25425

Führung am Limes

Auf den Spuren der Römer, Sonntag, 22. September ab 14 Uhr am Limesturm in Taunusstein-Orlen.

Die Limes Cicerones ) laden zur letzten Erlebnisführung der Saison 2019 ein. Wer Lust hat, auf unterhaltsame Weise den Alltag in und um das ehemalige Römerkastell Zugmantel bei Taunusstein mitzuerleben, ist herzlich willkommen. Ursus Treverus, der römische Soldat und Lea, die Händlerin, nehmen ihre Gäste mit auf einen Spaziergang in das 3. Jahrhundert nach Christus. Treffpunkt ist der Parkplatz Zugmantel an der B 417, Hühnerstraße, gegenüber Waffel Löser bei Taunusstein-Orlen. Der Eintritt kostet für Erwachsene acht Euro, für Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren drei Euro. Von 15 bis 17 Uhr besteht die Möglichkeit, den Limesturm zu besichtigen. Weitere Informationen unter: www.zugmantel-cohorte.de

Familienleben mit Multibler Sklerose

Donnerstag, 26. September, 18 Uhr, Haus der Begegnung, Bahnhofstraße 21, Marburg. Eintritt frei.

Einen Infoabend „Familienleben mit Multipler Sklerose – Kinder als Pflegende und Helfende in derFamilie“ Familienleben mit MS“ bietet die MS-Beratungsstelle Fulda der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), Landesverband Hessen, gemeinsam mit dem Verein „Starkids“ für Betroffene und Interessierte an. Ist ein Elternteil von der unheilbaren, neurologischen Erkrankung Multiple Sklerose (MS) betroffen, hat das Auswirkungen auf das gesamte Familienleben. Oft müssen Kinder MS-betroffener Väter oder Mütter schon sehr jung im Alltag und in der Familie Aufgaben und Verantwortung übernehmen. Viele Kinder fühlen sich dadurch überfordert. Welche – auch psychischen – Auswirkungen diese Situation auf die Jungen und Mädchen haben kann, ist Thema des Infoabends. „Starkids“ steht für starke Kinder mit chronisch kranken und/oder behinderten Familienangehörigen und ist an die Frühförder- und Beratungsstelle des Marburger Kinderzentrums Weißer Stein Marburg-Wehrda angegliedert. Beim Infoabend geht es auch um Themen wie „Altersgemäßer Umgang mit MS“, „Unterstützungsmöglichkeiten für Familien“ und „Rechtliche Tipps und praktische Hilfen für den Alltag“, erläutert Ingrun Bechen von der Fuldaer MS-Beratungsstelle, die mit Ivonne Schuß von Starkids den Infoabend leiten wird.

Die Fledermaus im Alten Hallenbad

27. September ab 19.30 Uhr, 29. September, 16 Uhr, Theater Altes Hallenbad, Haagstraße 29, 61169 Friedberg. Vorverkauf: 27 Euro im Ticket-Shop an der Burg, in der Buchhandlung Bindernagel an der Kaiserstraße und im Ulenspiegel an der Wolfengasse.

Jedes Jahr im September inszeniert das Opern-Team im ehrenamtlich betriebenen Theter Altes Hallenbad ein Musiktheater-Stück. Diesmal ist „Die Fledermaus“ an der Reihe – eine Operette von Johann Strauß. Es gibt vier Aufführungen: an den Wegen des starken Andrangs empfiehlt sich, früh Vorverkaufskarten zu besorgen. Zu hören sind der 34-köpfige Klangbad-Chor und professionelle Opernsänger als Solisten. Die Regie führt Veronika Brendel. Dirigentin des zehnköpfigen Orchesters ist zum ersten Mal Karin Hendel (Foto, rechts). Sie war Gründungsmitglied der Kammerphilharmonie Bad Nauheim und lange Violinistin im Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks. Das Foto stammt von den täglichen Proben vor der Premiere. „Die Fledermaus“ erzählt von Gabriel Eisenstein, der sich auf dem Maskenball des Prinzen Orlofsky amüsieren will, bevor er am nächsten Morgen ins Gefängnis muss. Er flirtet dabei ausgerechnet mit seinem maskierten Stubenmädchen Adele. Gabriels Frau Rosalind versucht derweil, dem Charme der tenoralen Töne ihres Gesangslehrers Alfred zu widerstehen.

Bilder von Frank Fischer

bis Oktober, Kreisverwaltung, Riversplatz 1-9,35394 Gießen.

Landrätin Anita Schneider (links) bei der Ausstellungseröffnung

Kräftige Acrylfarben, eine kleine Naht in der Leinwand, ein greifbarer Gegenstand mitten im Bild: Die Werke von Frank Fischer sind nicht nur für Überraschungen auf den zweiten Blick gut – sie regen vor allem zum Nachdenken an. Genau das möchte der Künstler aus Lich erreichen. Unter dem Motto „Gedankenreisen – hin und zurück“ sind seine Bilder als Teil der Reihe „Kunst am Riversplatz“ in der Kreisverwaltung in Gießen zu sehen. Die Ausstellungsreihe ist so etwas wie ein Dauerbrenner geworden, darauf wies während der Eröffnung Landrätin Anita Schneider hin. Bereits seit zehn Jahren öffnet der Landkreis seine Türen für Kunstschaffende aus der Region. Seither fanden etwa 17 Ausstellungen statt. „Wir möchten gerade regionalen Künstlerinnen und Künstlern Möglichkeiten geben, sich und ihre Arbeiten im Kreishaus zu zeigen. Wir haben eine gute Resonanz zu den Ausstellungen bekommen – sowohl von unseren Besucherinnen und Besuchern als auch von unseren Beschäftigten“, sagte Schneider. „Ihnen begegnet Kunst dort, wo sie es nicht erwarten.“ Nicht nur die Flure der ersten Etage des Hauses F der Kreisverwaltung am Riversplatz, sondern auch die Kfz-Zulassungsstelle im Bachweg werden regelmäßig zum Ausstellungsraum. Frank Fischer malt erst seit wenigen Jahren. „Kunst am Riversplatz“ war für ihn eine willkommene Gelegenheit, seine Werke zu zeigen. Christlicher Glaube spielt nicht nur in Fischers Leben, sondern auch in seinem Kunstschaffen eine zentrale Rolle. Eine Reihe von sieben Bildern zeigt etwa den Kreuzigungsweg Jesu – mit Raum für Interpretation und Vielschichtigkeit. So hinterfragt Frank Fischer zum Beispiel die Rolle des Judas. In anderen Bildern hat er symbolisch, oft klein und für den Betrachter vermeintlich versteckt, Erfahrungen, Brüche und Wege aus seinem eigenen Leben eingearbeitet. Beruflich ist der Licher in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Aber er schreibt auch privat, moderiert, coacht, ist ehrenamtlich engagiert. Das besondere Merkmal seiner Bilder: „Es gibt keines, für das ich nicht irgendeinen gefundenen oder aufgehobenen Gegenstand verwendet habe.“ Alte Rindenstücke von Platanen am Licher Schloss, Zweige, Kunststoffflaschen, geschredderte Banknoten – Optik und Haptik ergänzen sich.

Wenn Vorsorge schief geht

Montag, 7. Oktober, 10 Uhr, Wasserburg, Haingraben 17, Rosbach-Nieder-Rosbach. Gaste werden um eine Spende von 10 Euro für eine soziales Frauenprojekt gebeten. Anmeldungen per E-Mail an Jasna Patricia Müller unter mail@bellis-naturheilpraxis.de.

„Wenn Vorsorge schief geht – Mediation im Bereich Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“ ist das Thema des Vortrags von Christa Benedik-Eßlinger (Foto), Mediatorin für Familien- und Erbrecht, Vorsorgeanwältin und Fachanwältin für Sozial- und Familienrecht, beim Unternehmerinnen-Netzwerk Wetterau „Aufgeweckt!“. Auch wenn der erkrankte oder verunfallte Angehörige eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung erstellt hat, sind sich Angehörige, Ärzte, Heimmitarbeiter und Vorsorgebevollmächtigte über die Umsetzung der getroffenen Anweisungen nicht immer einig. Konflikte sind in dem empfindlichen System Familie sehr belastend. Bevor es zu einem Rechtsstreit oder dem Abbruch von Beziehungen kommt, steht mit der Mediation die Chance auf eine gütliche Einigung zum Wohl des Vollmachtgebers zur Verfügung, so die zertifizierte Mediatorin. Besonders Vorsorgemediatoren, die sich durch viel Erfahrung auf dem Gebiet des Vorsorge- und Seniorenrechts auszeichnen, können den Konfliktparteien in einer Mediation Hilfestellung zu einer fairen eigenen Lösung geben, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt. Christa Benedik-Eßlinger referiert über Chancen und Grenzen der Mediation im Bereich der Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und Einblick in die vielfältigen Netzwerkaktivitäten.