Hin und Weg

Blues in Garniers Keller

Samstag, 18. Januar, 20 Uhr in Garniers Keller, Hugenottenstr. 117, Friedrichsdorf. Eintritt 19 Euro.

Der „Brazilian guitar-Boss“ Prado und der „Euro-organ-Master“ Raphael Wressnig bieten, verstärkt durch Drummer H-J Bart, einen Mix aus Soul, Old School Rhythm & Blues und Funk. Ihr Sound vermengt authentisches Blues Feeling mit einer New-Age Funkiness. Sie verknüpfen zeitgemäßes Rythmusgefühl mit rohen Blues Sounds. Bei aller Aktualität würdigen sie die Größen des Genres und zeigen, wie viel Seele und Groove in zeitgemäßem Blues stecken. Mehr über die Band auf www.raphaelwressnig.com

Floh im Ohr

Sonntag, 19. Januar, 20 Uhr, Stadthalle, Am Seebach 2, 61169 Friedberg. Eintritt: 24/29 Euro, Tickets unter volksbuehne-friedberg.de

Starkomiker Kalle Pohl spielt mit bei Georges Feydeaus meisterhafter Komödie, einem „Pointenfeuerwerk mit Tiefgang“. Madame Chandebise hat den Floh ins Ohr gesetzt bekommen, ihr Mann sei untreu. Mit der Post kamen seine Hosenträger – abgesandt von einem schlüpfrigen Hotel. Um ihn zu überführen, unterzieht sie ihn nun einem Treuetest in eben diesem Hotel, dessen Portier dem untreuen Ehemann zum Verwechseln ähnlich sieht… und der Wahnsinn nimmt seinen Lauf: Während Betten rotieren und sich Türen im Klippklapp öffnen und schließen, fordert die rasante Verwechslungskomödie par excellence Höchstleistung des Theaterensembles und ein Virtuosenstück des Hauptdarstellers in einer der verrücktesten Doppelrollen der Theatergeschichte.

Ringvorlesung an der Uni Gießen

Montag, 20. Januar, 19.15. Uhr, 3. Februar, 19.15 Uhr und 10. Februar, 18.15 Uhr, Uni-Hauptgebäude, Ludwigstr. 23, Gießen. Eintritt frei.

Die aktuelle Ringvorlesung, die auch für NichtstudentInnen offen ist, läuft schon seit Oktober. Das Thema der Vortragsreihe kreist in diesem Wintersemester um Landwirtschaft aus globaler Sicht und Welternährung im Wandel. Weltweit leiden 820 Millionen Menschen an Hunger. Mit welchen Agrarmodellen kann es gelingen, die steigende Weltbevölkerung zu ernähren? „Es geht um nachhaltige Lösungen für zukünftige Generationen“, sagt Uni-Präsident Prof. Dr. Mukherjee. Am 20. Januar um 19.15 Uhrspricht Professor Mosbrugger vom Senckenbergmuseum Frankfurt über „Biologische Vielfalt und Landwirtschaft“. Am 3. Februar um 19.15 Uhr spricht Prof. Messner von der Uni der Vereinten Nationen in Bonn über „Menschliche Entwicklung im Anthropozän – Die Rolle der Vereinten Nationen“ (Anthropozän – jüngstes Erdzeitalter, in dem der Mensch zum bestimmenden Faktor auf die Natur wurde). Am 10. Februar schließlich spricht um 18.15 Uhr (!) Bundesagrarministerin Julia Klöckner über „Landwirtschaft. Quo Vadis?“.

Vortrag „Festung Europa?“

Mittwoch, 22. Januar, 20 Uhr, Weltladen Marburg, Markt 7, 35037 Marburg. Eintritt frei.

Der Journalist und Buchautor Christian Jakob setzt die Nordafrika-Reihe des Weltladens Marburg mit einem Vortrag fort. Er widmet sich der Frage, was die Pläne und Maßnahmen zur Schaffung einer „Festung Europa“ gegen Flucht und Migration für die Länder Nordafrikas bedeuten. Welche konkreten Auswirkungen haben die damit verbundenen Maßnahmen auf die gesellschaftliche, politische und ökonomische Situation in den verschiedenen Ländern Nordafrika? Und welcher Widerstand regt sich dort auch dagegen? Christian Jakob ist Journalist bei der taz und hat 2017 mit Simone Schlindwein das Buch „Diktatoren als Türsteher Europas – Wie die EU ihre Grenzen nach Afrika verlagert“ veröffentlicht.

Kabarettistischer Jahresrückblick

Freitag, 24. Januar, 19.30 Uhr, Buchhandlung Bindernagel, Wetzlarer Straße 25, 35510 Butzbach. Eintritt: 12 Euro, Vorverkauf: 10 Euro

Der Butz erinnert mit seinem satirischen Jahresrückblick „Zurück nach vorn – 2019“ an die großen und kleinen Absurditäten des frisch vergangenen Jahres und beleuchtet in bissiger Weise den weltweiten alltäglichen Wahnsinn bis hin zu lokalen Merkwürdigkeiten. Patrick Kempf (Foto) alias Butz ist ungekrönter Meister der Butzbacher Lokalsatire, ohne dabei aber den Blick auf das Weltgeschehen aus dem Auge zu verlieren. In bester Till Eulenspiegelmanier hält er den „Großkopferten“ den Spiegel vor und deckt schildbürgerähnliche Zustände schonungslos auf, wann immer sie ihm über den Weg laufen. Dabei ist er stets charmant, bisweilen hinterlistig, aber nie persönlich verletzend. Gäbe es in Butzbach – analog zur traditionellen Nockherberg-Fastenrede in München – eine kabarettistische Schrenzerbergpredigt, es gäbe niemanden geeigneteren dafür als den Butz, der wegen der unter Wasser stehenden Bahnhofsunterführung die Perle der Wetterauer kurzerhand zum Venedig Mittelhessens ernannte.

Umgang mit sozialen Medien für Unternehmerinnen

Samstag, 15. Februar, 10 bis 16 Uhr, Haingraben 17 (Wasserburg), 61191 Rosbach. Anmeldungen 20. Januar, bei Jasna Patrica Müller (mail@bellis-naturheilpraxis.de). Kosten: 85,00 Euro/Person.

Mit der Bloggerin und Social-Media-Beraterin Dominika Rotthaler aus Bad Vilbel, konnte das Unternehmerinnen Netzwerk Wetterau „Aufgeweckt“ eine Expertin zum Thema Social Media gewinnen. Ziel ist es, in einer Schulung den Teilnehmern die relevanten Social-Media-Plattformen in Deutschland zu nennen, Antworten auf Fragen zu geben wie „warum brauchen Unternehmerinnen eine Social-Media-Strategie und wie setzt man sie um?“, „wofür dient ein Content-Plan und wie wird er implementiert?“, „wie gewinne ich über Social-Media-Plattformen Geschäftspartner“ oder „wie setze ich mein Selbstmarketing richtig ein?“ Hilfreiche Tools und Apps runden das sechsstündige interaktive Seminar ab.

Frauen im Widerstand gegen die Nazis

bis 14. Februar, Foyer des Gewerkschaftshauses, Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77, Frankfurt am Main. Öffnungszeit: werktags zwischen 7 und 19 Uhr. Einführung in die Ausstellung: Montag, 20. Januar, 17 Uhr.

Im Foyer des Gewerkschaftshauses Frankfurt am Main die Ausstellung „Nichts war vergeblich. Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ zu sehen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund zeigt sie in Kooperation mit dem Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-45. Eine Einführung in die Ausstellung verbunden mit einer Führung bietet am Montag, 20. Januar, um 17 Uhr Gudrun Schmidt vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 an. Ein Katalog zur Ausstellung ist für sieben Euro in der Geschäftsstelle des DGB Frankfurt-Rhein-Main oder beim Studienkreis Deutscher Widerstand erhältlich. Separate Führungen für Gruppen während des Ausstellungszeitraumes vermittelt Alexander Wagner Tel. 069 273005-74, E-Mail: alexander.wagner@dgb.de

Fotos aus der Wildnis

Dienstag, 21. Januar, 20 Uhr in der Stadthalle Friedberg. Eintritt 13 Euro.

Seine Fotos aus Namibia und Botwsana zeigt der Journalist Thomas Sbampato in seiner Multivisionsshow „Wildnis Afrika“ in der Reiche Licht-Blicke. Veranstalterin ist Dagmar Meinel aus Butzbach.

Thomas Szbampato mit Erdmännchen

.Mehrere Monate streifte der Fotograf Thomas Szbampato durch die Namib und Kalahari, die Etosha Pfanne, den tropischen Caprivi -Streifen, das Okavango-Delta. Ortsnamen wie Mariental, Maltahöhe, Lüderitz erinnern an die deutsche Kolonialgeschichte des 20. Jahrhunderts. Neben den Begegnungen mit Menschen wie mit Buschmann Igao oder Himba Owen gab es unvergessliche Momente mit der Tiervielfalt Westafrikas: Gnu-, Zebra- und Elefantenherden, Antilopen, Löwe, Leopard, Giraffen, bunte Vögel, Krokodile, Nilpferde und Nashörner. Vorverkaufskarten für seine Show gibt es für zehn Euro in der Buchhandlung Bindernagel in Butzbach und Friedberg und der Buchhandlung am Park in Bad Nauheim. Mehr auf http://www.licht-blicke.com

Englischkurs für Anfängerinnen

Dienstag, 21. Januar, bis Dienstag 24. März 2020, 10 Termine dienstags jeweils von 09.30 bis 11 Uhr, Frauenzentrum Wetterau, Wintersteinstraße 3, 61169 Friedberg, Infos und Anmeldung: Tel. 06031-2511 oder E-Mail: frauenzentrum.wetterau@t-online.de.

Im Englischkurs für Anfängerinnen mit Vorkenntnissenwird mit dem Arbeitsbuch „Go for it“, mit Themen über Freizeitaktivitäten in der Gegenwart und der Vergangenheit gearbeitet. Das Buch gibt die Themen, alles rund um Essen gehen, Shoppen und Preise vor. Die Teilnehmerinnen bestimmen wie weit die Gespräche in die Themen eintauchen und das persönliche Vokabular erweitern und vertieft wird.

Frauen in Trennung und Scheidung

Donnerstag, 23. Januar, 19 Uhr, Frauenzentrum Wetterau, Wintersteinstraße 3, 61169 Friedberg, Infos und Anmeldung: Tel. 06031-2511 oder E-Mail: frauenzentrum.wetterau@t-online.de.

Zu einem Treffen für Frauen, die sich von ihrem Partner getrennt haben oder geschieden wurden, lädt das Frauenzentrum ein. In der Gruppe besteht die Möglichkeit des Austauschs von Erfahrungen und der gegenseitigen Unterstützung in einem geschützten Rahmen.

Französischkurs für Frauen

Freitag, 24. Januar bis zum 05. Juni, 12 Termine, jeweils von 9.00 bis 10.30 Uhr, Frauenzentrum Wetterau, Wintersteinstraße 3, 61169 Friedberg, Infos und Anmeldung: Tel. 06031-2511 oder E-Mail: frauenzentrum.wetterau@t-online.de.

Der Französischkurs für Frauen mit Vorkenntnissenwendet sich an Frauen, die ihre guten Grundkenntnisse, in einer kleinen Gruppe auf angenehme Weise aktivieren und erweitern möchten. Es werden Alltagssituationen geübt und auf diese Weise Informationen über das Land und die französische Lebensweise an die Kursteilnehmerinnen weitergegeben. Der Kurs findet an 12 Terminen, vom statt.

Frauen-Netzwerk für Demokratie

Samstag, 25. Januar, 10 bis 12 Uhr, Frauenzentrum Wetterau, Wintersteinstraße 3, 61169 Friedberg, Infos und Anmeldung: Tel. 06031-2511 oder E-Mail: frauenzentrum.wetterau@t-online.de.

Gemeinsam diskutieren Frauen aus verschiedenen Parteien und Parlamenten mit engagierten Wählerinnen politische Themen, die für Frauen besondere Relevanz haben. Dazu gehört auch die Zunahme rassistischer Tendenzen, gegen die sich die Frauen stellen. Die Achtung der Menschenrechte und die Wahrung unserer demokratischen Verfassung bilden die Grundlage für Gespräche und öffentliche Aktionen, auch in Zusammenarbeit mit anderen Gruppen mit gleicher Zielsetzung.

Tag der offenen Tür in der Phantastischen Bibliothek

Samstag, 1. Februar, 11 bis 12.30 Uhr, Phantastische Bibliothek, Turmstr. 20, Wetzlar. Eintritt frei. Anmeldung unter Tel. 06441-4001-40

(Foto: Jörg-Peter Schmidt)

Die Bücherwelten der Phantastischen Bibliothek Wetzlar können an diesem Tag erkundet werden. Als weltweit größte öffentlich zugängliche Sammlung phantastischer Literatur hat dieses Leseparadies mehrere Funktionen: Es dient Wissenschaftlern mit dem 300 000 Titeln umfassenden Fundus als wertvoller Ort für Recherche und Inspiration; es lädt Kinder in kunterbunt gestaltete und zum Spielen wie zum Lesen anregende Räumen ein, um dort Rittern, Drachen, Gespenstern und vielen mehr auf die Spur zu kommen. Nicht zuletzt aber ist die Bibliothek  aber auch ein leser- und nutzerfreundlicher Ort, an dem nicht nur Märchen und Mythen, sowie Werke der Fantasy und Science Fiction kostenfrei gelesen und ausgeliehen werden können, sondern auch literarisch anspruchsvolle Klassiker der Phantastik, wie sie etwa von Shakespeare und Goethe vorliegen. Dieser ungewöhnliche Ort wird nun im Rahmen einer kostenfreien öffentlichen Führung jenseits der regulären Öffnungszeiten an einem Samstag zugänglich gemacht. Die Dauer der Führung beträgt 45 Minuten, im Anschluss haben alle Besucher die Gelegenheit, die Bibliothek auf eigene Faust zu erkunden und im Rahmen der Stöberzeit.

Garten Eden im Friedberger Kreishaus

bis Ende Februar, Foyer des Kreishauses, Europaplatz, Gebäude B, Erdgeschoss, Friedberg. Öffnungszeiten: montags bis mittwochs 7.30 bis 16.30 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr und freitags bis 12.30 Uhr.

Ihren eigenen Garten Eden haben 35 Teilnehmer der Kunstwerkstatt der Behindertenhilfe in Friedberg wöhrend Kunst in Kirchen im Sommer 2019 geschaffen. „Ein Paradies – ein Ort der Verlässlichkeit, der Geborgenheit und der Harmonie“, wie es in einer Pressemitteilung des Wetteraukreises heißt. Aus Ton und anderen Naturmaterialien haben sie eine kleine Welt geschaffen mit bunten Blumen, schönen Vögeln, Enten, Schmetterlingen, Bienen und Fröschen, geformt, verziert, bemalt und gebrannt. Jedes Stück, ein Unikat, ein Stück aus der Gedankenwelt eines Menschen, der dem Projekt etwas Individuelles und Einzigartiges beisteuert. Aus unausgesprochenen Gedanken wurden Formen, Keramiken, die so individuell sind wie die Menschen, die sie geschaffen haben. „Zu sehen ist dabei ein Diorama aus diesen vielen Objekten, das die Betrachterinnen und Betrachter zum Entdecken einlädt und sich eigene Gedanken zum Thema Eden zu machen“, so Landrat Jan Weckler bei der Eröffnung der Ausstellung im Friedberger Kreishaus.

Ausstellung „Das Andere auch“

bis 1. März, Galerie Trinkkuranlage, Ernst-Ludwigring 1, 61231Bad Nauheim. Ausstellungsdauer: 18. Januar bis 1. März. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 14 bis 18 Uhr, samstags, sonntags, feiertags 11 bis 18 Uhr. Künstlergespräch mit Jo Bukowski, Sonntag, 1. März, 15 Uhr

Der Kunstverein Bad Nauheim präsentiert die Ausstellung „Das Andere auch“ mit Holzschnitten und Ölgemälden von Jo Bukowski. Der Künstler beschreibt ein Gegenüber, ein ambivalentes erzählerisches Spiel der Linie. „Die gegenüberliegenden Figuren stehen meist im Grenzbereich, überschreiten diesen und scheinen sich regelrecht gegenseitig zu bestärken. Sie übermitteln pure Emotion! In diesem lyrischen Raum impliziert der Betrachter geradezu verborgene Wünsche, Gefühle und Gedanken, die unweigerlich zu einer inneren Spannung führen“, beschreibt der Kunstverein die Werke. In seinen Arbeiten unterstreicht Jo Bukowski wozu die Linie fähig sein kann – sie ist zu allem fähig! Wer denkt, das Linienspiel wäre eine bekannte Größe, wird überrascht sein. Der Präsenz seiner Arbeiten werde die Besucher der Ausstellung „einfangen in ein Gedanken- und Farbspiel“, meinst der Kunstverein. Für diese Ausstellung präsentiert Jo Bukowski ausschließlich neue Holzschnitte und Werke in Ölmalerei.

Jo Bukowski

„Malerei“, so Jo Bukowski, „ist die Musik des Sehens.“ Als eine Abfolge von Tönen ist die Musik unweigerlich mit einem zeitlichen Ablauf und damit mit dem Prinzip der Bewegung verbunden. Bewegung aber ist Leben und Leben bedeutet Atmen, Pulsieren, Rhythmus – sie verkörpert einen ständigen im Fluss befindlichen Zustand, den Jo Bukowski in seinen Werken thematisiert. „Die in der Galerie der Trinkkuranlage gezeigten Arbeiten bieten sich dem Betrachter wie ein zu erkundendes Gebiet an, zum Hineinschauen und Finden. Das Bild selbst bietet keine Lösungsvorschläge, weder kommentiert es, noch diskutiert es, es äußert kein Lob, keine Bewertung und keine Kritik, sondern führt uns zu Fragen und Befragungen über das eigene Dasein. Ohne Drängen, sondern ganz still und fast verführerisch. Es zieht den Betrachter in seinen Bann und in die Tiefe der Gedanken wie in die Tiefe des Bildraums, hin zu den Schichtungen und Strömungen, den Wegnetzen und vereinzelten Spuren. Die Oberfläche des Bildes offenbart Geheimnisse und Verborgenes und wird dadurch zur Projektionsfläche für das Selbst des Betrachters“, so der Kunstverein.

Ausstellung gegen die Todesstrafe

bis 27. März, vhs, Alcide-de-Gasperi-Str. 5, Foyer Haus B, Wiesbaden.

In Butzbach gibt es ein Gefängnis, ebenso eines mitten in Gießen. Achtlos fahren wir daran vorbei. Mit welchen Gefühlen mögen wohl die Menschen hinter Gittern den Jahreswechsel erlebt haben? Und wie fühlt sich gar einer, der zum Tod verurteilt ist? Der Schriftsteller Victor Hugo hat 1829 in seinem Buch „Der letzte Tag eines Verurteilten“ die unsäglichen Ängste vor der Hinrichtung nachempfunden. Schon 1764 plädierte der Aufklärer Cesare Beccaria für die Abschaffung der Todesstrafe. Seitdem gibt es Bemühungen, diese barbarische Strafe aus der Welt zu schaffen. Albert Schweitzer etwa betonte „die Ehrfurcht vor dem Leben“. Auch einem Verbrecher darf das Menschenrecht auf Leben nicht verweigert werden. Unser Grundgesetz verbietet die Todesstrafe, aber in vielen Staaten sitzen Häftlinge auch im Jahr 2020 in den Todeszellen und warten auf ihre Hinrichtung. Die Ausstellung „Abschaffung der Todesstrafe“ zeigt die Ergebnisse eines internationalen Jugendkunstwettbewerbs. 50 Werke aus 14 Ländern werden von ‚Amnesty International‘ und der ‚Initiative gegen die Todesstrafe eV.‘ gemeinsam präsentiert. In Wiesbaden deshalb, weil 2 Schülerinnen der nahen Internatsschule ‚Schloss Hansenberg‘ in Geisenheim die Preisträgerinnen des Wettbewerbs sind. Die Eröffnung ist am Dienstag, 7. Januar, um 18.30 h, mit dem Direktor der vhs Dr. Salamon-Menger und der Vorsitzenden der Initiative Gabi Uhl. Musikalische Begleitung Mohammad Mahmoud, Gitarre. Danach von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr geöffnet, Eintritt frei. Rückfragen an AI, Tel. 0174-8259653 oder presse@amnesty–wiesbaden.de

„Bunte Vielfalt“ von Iris Wirth

bis 30. März, Stadtverwaltung Münzenberg, Hauptstraße 22, 35516 Münzenberg/ Gambach. Vernissage: Mittwoch, 4. Dezember, 18 Uhr. Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung besichtigt werden.

Bürgermeisterin Isabell Tammer eröffnet die neue Kunstausstellung in der Stadtverwaltung Münzenberg. „Bunte Vielfalt“ ist das Thema der Ausstellung von Iris Wirth (Foto). Für die Künstlerin Iris Wirth ist es eine Ehre als gebürtige Münzenbergerin in der Stadtverwaltung Münzenberg in Gambach einen Querschnitt ihres künstlerischen Schaffens vorzustellen. Ihre realistischen Bilder zeigen Motive aus der heimischen Natur bis hin zu fremden Kulturen. Die in unterschiedlichen Techniken in Öl und Acryl entstandenen Werke hat Iris Wirth, die seit vielen Jahren der Künstlergruppe „Artemisia“ angehört, schon in Langgöns, bei „Kunst in Licher Scheunen“ und seit 10 Jahren bei „Fluss mit Flair“ präsentiert.

Ausstellung Jaume Plensa

bis 18. April 2020, Jakobshallen der Galerie Scheffel, Dorotheenstr. 5, 61348 Bad Homburg. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 14 bis 19 Uhr, Samstag 11 bis 15 Uhr. Eintritt frei.

Jaume Plansa (Foto: Von Gremi d’Editors de Catalunya/Wikipedia)

Die Galerie Scheffel präsentiert eine Ausstellung aktueller Werke des spanischen Bildhauers und Installationskünstlers Jaume Plensa. Plensa, 1955 in Barcelona geboren, geht es in seinem vielseitigen plastischen Werk vorrangig um „die Wechselwirkung von Geist und Stoff, nicht um bloße Form“. Neben Werkstoffen wie Edelstahl, Bronze, Marmor oder Alabaster setzt Plensa in seinen Arbeiten häufig auch Text, Klang und Licht ein. Die Arbeiten Jaume Plensas fordern die imaginative Beteiligung des Betrachters ein. Seit Abschluss des Kunststudiums in Barcelona hat er seine unverwechselbaren Skulpturen und Installationen international vielfach ausgestellt und mehr als 50 dauerhafte Außenraumprojekte auf öffentlichen Plätzen rund um den Globus geschaffen. Sie sind in Städten wie London oder Madrid anzutreffen, in Chicago, Montréal, New York oder Rio de Janeiro, in Dubai oder Jerusalem, in Seoul, Shanghai oder Tokyo. In Deutschland hat Plensa wiederholt an der Skulpturenbiennale Blickachsen teilgenommen und seine acht Meter hoch aufragende Buchstabenfigur „Body of Knowledge“ gilt als Wahrzeichen des Universitätscampus Westend in Frankfurt am Main. Einzelausstellungen Jaume Plensas in der Galerie Scheffel ermöglichten in den vergangenen zwei Jahrzehnten Einblicke in verschiedene Werkphasen des Künstlers – und 2016 nahm er an der Eröffnungsausstellung des zweiten Galeriestandorts teil, der Jakobshallen neben dem Bad Homburger Schloss. Nun hat Jaume Plensa seine erste Soloausstellung für die Jakobshallen der Galerie Scheffel konzipiert. In den ehemaligen Kirchenräumen zeigt er eine fein abgestimmte Installation von Arbeiten unterschiedlicher Formate aus den Jahren 2016 bis 2019 und unterstreicht ihre poetische Kraft durch eine subtile Lichtgestaltung. Zu sehen sind kleine Bronzen ebenso wie einzelne seiner filigranen „Schriftkörper“ und eine besondere Auswahl universell wirkender Kopfporträts, deren nach innen gewandte Zurückgezogenheit und meditative Ausstrahlung das Gegenüber unmittelbar erfassen. Im Hauptraum der Jakobshallen kommunizieren überdies zwei vier Meter hohe Köpfe miteinander, während zugleich ihre Oberfläche aus einem netzartigen Edelstahlgeflecht ihre physische Form transzendiert. „Allen Werken gemeinsam ist und bleibt die Suche nach dem menschlichen Sein und dem Wesen des Geistigen. Damit zählt Jaume Plensa zweifelsohne zu den großen Künstlern unseres Jahrhunderts, mit denen zu beschäftigen es sich lohnt,“ formulierte Christof Trepesch, Direktor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg, in seiner Rede anlässlich der Ausstellungseröffnung in den Jakobshallen, an der auch Jaume Plensa selbst teilnahm.

Internetzeitung für Rhein-Main und Mittelhessen