Hin und Weg

Gespräch über Heimat

Mittwoch, 3. März, 20 Uhr, Livestream auf dem Youtube-Kanal des jüdischen Museums Frankfurt https://www.youtube.com/channel/UCLs02UuJNRdwi1Yb2lKXqww

Das Jüdische Museum Frankfurt bietet eine Gesprächsreihe „Denken ohne Geländer“ an. Unter diesem von Hannah Ahrendt geprägten Begriff versammeln sich Michael Friedman und die Schriftstellerin Eva Menasse (Foto © juergen-bauer.com), um über den schillernden Begriff „Heimat“ zu diskutieren. Das Museum teilt mit, dass dies in einer extra von dem Künstler Tobias Rehberger geschaffenen Sitzgruppe geschieht. Das Gespräch kann man im Livestream auf dem YouTube-Kanal des Jüdischen Museums Frankfurt (Tel. 069-212-39220) miterleben.

Free Jazz in der Kulturkirche

Samstag, 6. März, 17 bis 19 Uhr, Kulturkirche St. Thomas Morus, Grünberger Straße 80, Gießen. Eintritt frei. Es gelten die allgemeinen Hygieneregeln (Maske und Abstand). Zwecks Corona-Kontaktverfolgung wird darum gebeten, am Eingang seine Kontaktdaten zu hinterlassen.

Klang – Raum – Zeit – Stille. In diesem Vierklang bewegt sich der fastenZEITraum immer samstags zwischen 17 und 19 Uhr in der Kulturkirche St. Thomas Morus. In dieser Zeit ist die Kirche für Besucher geöffnet; auf der Suche nach der eigenen Spiritualität Ruhe finden und den eigenen Quellen nachspüren, um Raum und Zeit wahrzunehmen im Wechselspiel zwischen Stille und Klang. Das Duo von Ove Volquartz und Peer Schlechta besteht seit rund 15 Jahren. In dieser Zeit haben die zwei Musiker improvisatorisch die Beziehungen zwischen Kirchenorgel, Kirchenakustik, Klarinette und Saxophon erforscht und ihre eigene Musiksprache entwickelt; keine Anbiederung an klerikale Musikauffassungen, sondern angesiedelt im Niemandsland zwischen Neuer Musik, Free Jazz und freier Improvisation. Peer Schlechta (Orgel, Piano) gestaltet regelmäßig Konzerte als Interpret und Improvisator. Wichtige Anregungen im künstlerischen Orgelspiel erhielt er in der Arbeit mit historischen Instrumenten verschiedenster Provenienz sowie von Hans-Ola Ericsson, Bernhard Haas und Jean Guillou. Studien in den Fächern Musikwissenschaft und Deutsche Philologie rundeten seine Ausbildung ab. Es folgten CD-Produktionen im klassischen und improvisatorischen Bereich. Ove Volquartz ist Saxophonist und Klarinettist, stammt ursprünglich aus der frei improvisierenden (Jazz-)Szene. Davon zeugt seine Arbeit mit afroamerikanischen Musikern, als auch der europäischen Avantgarde. Konzertreisen, Festivalauftritte etc. führten ihn durch ganz Europa, bis nach Afrika. Plattenaufnahmen erfolgten u.a. mit der legendären Krautrockgruppe Annexus Quam, Gunter Hampel, Abbey Rader und Cecil Taylor. Neue Arbeitsschwerpunkte ergaben sich einerseits in der Kooperation mit dem Organisten Peer Schlechta sowie in einem ganz anderem Bereich mit dem japanischen Butoh-Tänzer Tadashi Endo. Darüber hinaus promovierte Volquartz als Musikwissenschaftler über psychologische Grundlagen der Improvisation.

Streifzug durch die Frauenbewegung

Sonntag, 7. März, 17.30 bis 18.30 Uhr, online. Das Angebot ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich per E-Mail: angelika.kaemmler@lkgi.de. Die Veranstaltung findet mittels „Zoom“ statt, wofür man nach Anmeldung rechtzeitig einen Einladungslink erhält.

Das Kreis-Frauenbüro des Landkreises Gießen lädt anlässlich des Internationalen Frauentags, Sonntag, 7. März, am Vorabend zu einer literarischen Online-Reise durch die Geschichte der Frauenbewegung mit der Schauspielerin Jutta Seifert (Foto). Angelika Kämmler vom Kreis-Frauenbüro verspricht „Kritisches und Komisches von Frauen, über Frauen, für Frauen“. Schauspielerin Jutta Seifert nennt ihr Programm schlicht aber bedeutend „Ich bin die Frau an meiner Seite“. In der Ankündigung heißt es: „Ist es ein Mädchen oder ein richtiges Kind?“ – wer so in der Welt begrüßt wird, der hat schon null-zu-eins Rückstand. Machen wir uns also auf den Weg durch die Zeit und durch die Literatur, lassen wir uns inspirieren von Fakten und Vergnüglichem auf der Suche nach der besseren Hälfte in uns.

Oberhessen Industries stellt sich vor

Mittwoch, 10. März, 19 Uhr, Online-Veranstaltung. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung unter wirtschaft@lkgi.de ist erforderlich. Der Einwahllink zur Teilnahme wird einen Tag vor Veranstaltung per E-Mail verschickt.

Christian Briegel ist Maschinenbautechniker. Schon zu Beginn seines Berufslebens ist für ihn klar, dass er sich selbständig machen will. Nach einiger Zeit im Anstellungsverhältnis gründet er 2016 sein eigenes Unternehmen im Bereich Metallbau, Maschinenwartung und Ersatzteilanfertigung. Bei einigen Aufträgen zieht Briegel seinen langjährigen Freund und Elektrotechnik-Meister Nils Gärtner zurate. Schnell zeigt sich, dass diese beiden Gewerke sich optimal ergänzen und Briegel und Gärtner nicht nur privat, sondern auch beruflich ein gutes Team bilden. Die Entscheidung, gemeinsam ein Unternehmen zu gründen, fiel beiden daraufhin nicht mehr schwer. Und so wurde im August 2018 „Oberhessen Industries“ gegründet, berichtet der Landkreis Gießen in einer Pressemeldung.Doch wie kommt es denn nun zu diesem originellen Namen? Briegel und Gärtner sind beide Freunde von alten und soliden Maschinen, vom klassischen Handwerk. Dafür soll die heute nur noch historisch verwendete Bezeichnung „Oberhessen“ stehen, die darüber hinaus auch den Heimatbezug widerspiegelt. Trotzdem steht das Gründerduo auch aufgrund des jeweiligen jungen Alters von 31 und 33 Jahren für einen modernen Handwerksbetrieb – so werden beispielsweise Hard- und Software wie eine CNC Plasma Schneidanlage und 3D-Druck verwendet. Um auch diese fortschrittlichen Arbeitsweisen im Namen zum Ausdruck zu bringen, wurde „Oberhessen“ noch um das englische Wort „Industries“ ergänzt. Die Entwicklung des Unternehmens seit Gründung 2018 ist beachtlich: Heute zählen bereits zwei Angestellte, ein Auszubildender und ein Jahrespraktikant zum Team. Weitere Angestellte sollen schon bald folgen. Aufträge erhalten die Beiden bereits aus ganz Deutschland. Doch auch Briegel und Gärtner hatten zu Beginn Herausforderungen zu bewältigen, die eine Gründung mit sich bringen kann.

Dirnaicher und Götze in der Edition Hoffmann

Bis 2. Mai 2021, Ausstellungshalle Friedberg-Ossenheim, Florstädter Str. 10b, geöffnet dienstag bis Donnerstag 11-16 Uhr, Samstag und Sonntage 14 bis 19 Uhr nach Anmeldung unter 06031/2443.

Die Quadrate zeigen die Erd- und Eisfarben von sterbenden Gletschern.

Helmut Dirnaichers Werke bestehen aus Formen, die er vor die Wand bringen, auf den Boden legen, in Mobiles durch den Luftzug zum Flirren oder Drehen oder auch zu Säulen stapeln will. In diese Formen schlägt oder streicht er die pulvrigen Pigmente, die er durch Zerstoßen eines Steines im Mörser selbst gewinnt. Ekkeland Götze aus Dresden ist Dirnaichners Partner für diese Ausstellung. Er schafft ein Bild der Erde, doch völlig konträr zu gängigen Konzepten. In Ossenheim gibt er Hinweise auf die Farben von Gletschen, die sich zurückziehen.

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