Hin und Weg

Kabarettistischer Jahresrückblick

Freitag, 24. Januar, 19.30 Uhr, Buchhandlung Bindernagel, Wetzlarer Straße 25, 35510 Butzbach. Eintritt: 12 Euro, Vorverkauf: 10 Euro

Der Butz erinnert mit seinem satirischen Jahresrückblick „Zurück nach vorn – 2019“ an die großen und kleinen Absurditäten des frisch vergangenen Jahres und beleuchtet in bissiger Weise den weltweiten alltäglichen Wahnsinn bis hin zu lokalen Merkwürdigkeiten. Patrick Kempf (Foto) alias Butz ist ungekrönter Meister der Butzbacher Lokalsatire, ohne dabei aber den Blick auf das Weltgeschehen aus dem Auge zu verlieren. In bester Till Eulenspiegelmanier hält er den „Großkopferten“ den Spiegel vor und deckt schildbürgerähnliche Zustände schonungslos auf, wann immer sie ihm über den Weg laufen. Dabei ist er stets charmant, bisweilen hinterlistig, aber nie persönlich verletzend. Gäbe es in Butzbach – analog zur traditionellen Nockherberg-Fastenrede in München – eine kabarettistische Schrenzerbergpredigt, es gäbe niemanden geeigneteren dafür als den Butz, der wegen der unter Wasser stehenden Bahnhofsunterführung die Perle der Wetterauer kurzerhand zum Venedig Mittelhessens ernannte.

Die Show vom Irish Whiskey

Freitag, 31. Januar, 20 Uhr, Stadthalle Friedberg, Am Seebach 2,61169 Friedberg. Eintritt: 35 und 40 Euro. Vorverkauf bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Die Danceperados of Ireland wollen in der Friedberger Stadthalle mit mitreißenden Jigs und Reels begeistern, Lebensfreude und Wehmut musikalisch, textlich und tänzerisch Ausdruck verleihen. Harfen, metallene Flöten, Sackpfeifen, Fiddlen und – für den richtigen Beat die Bodhran – erzeugen den Sound der Revue der Agentur Macnetic Music aus Reutlingen.

(Foto: Georg Eisenhuth )

Der Handlungsstrang der Show dreht sich um irischen Whiskey und beginnt im 7. Jahrhundert, als spanische Mönche die Kunst des Destillierens erfanden. Allerdings streiten sich bis heute Schotten und Iren, wer den Whiskey erfunden hat. Der Missionar und Schutzpatron St. Patrick soll das Wissen und die Kunst der Destillation nach Irland gebracht haben. Weil der heilige St. Patrick jedoch in Dumberbarton, also in Schottland, geboren ist, beanspruchen die Schotten dieses Privileg. Wie dem auch sei. Über Irland und die illegalen Pubs, in denen wild getrunken, getanzt und musiziert wurde, und die spätere Hungersnot, die viele Iren zur Auswanderung zwang, schwappt die Show dann über den Atlantik in die Neue Welt der 1920er Jahre. Im Gepäck: die irischen Lieder und Tunes, die später Musikstile wie Bluegrass oder Country & Western beeinflussten. Aber auch irische Tänze und natürlich auch den Whiskey – und das in Zeiten der Prohibition, also des Verbotes der Amerikaner, von 1920 bis 1934 Alkohol herzustellen, zu transportieren und zu verkaufen. Zum Schluss kehrt die Show zurück nach Irland, wo der Whiskey heute ein kleines Revival erlebt. Dazu gibt es kleine Spielszenen, begleitet von einer Multivision. Aber auch ungeahnte Momente, die es in anderen Tanzshows so nicht gibt. Die Show lebt vor allem von ihren Tanzszenen. Für die Choreographie ist der zweimalige „World Champion“ Stepptänzer Michael Donnellan zuständig. Er war sowohl Solist bei Riverdance als auch bei Lord of the Dance.

Pop-Kabarett im Alten Hallenbad

Samstag, 1. Februar, 19.30 Uhr, Altes Hallenbad, Haagstraße 29, Friedberg. Eintritt: 22 Euro. Vorverkauf: Ticket-Shop an der Burg, Buchhandlung Bindernagel an der Kaiserstraße, Ulenspiegel an der Wolfengasse.

Bastian Korff und Florian Ludewig (Foto: Markus Hodapp) präsentieren ihr Pop-Kabarett. Das Motto: Knallzucker. Oder Brausepulver: Es knistert, prickelt und sorgt für gute Laune. In einem knalligen Anzug wird dabei der gebürtige Rheinhesse Bastian Korff freche Lieder singen. Beispielsweise über den Japaner, der von der eigenen Pornosammlung erschlagen wurde. Er gibt auch lebenspraktische Tipps – wie man zum Beispiel Autofahrer auf Parkplatzsuche richtig ärgern kann. Korff ist gelernter Lehrer, Schauspieler und Sänger. Er hat schon Engagements an der Frankfurter Oper und an den Hersfelder Festspielen unter Dieter Wedel überstanden. Aktuell hört man ihn als Co-Moderator von Thomas Koschwitz auf hr1. Im Alten Hallenbad tritt er mit Florian Ludewig auf. Der gebürtige Rheinländer war einst Teil des Trios „Malediva“. Er hat zwei Musicals komponiert und ist als Veganer stolz darauf, dass nur die Tasten seines Klaviers tierischen Ursprungs sind. Korff und Ludewig haben sich angeblich vor vier Jahren der Weihnachtsfeier der Urologen Berlin-Nordwest kennengelernt – und sofort ihr Pop-Kabarett ins Leben gerufen.

Ringvorlesung an der Uni Gießen

Montag, 3. Februar, 19.15 Uhr und 10. Februar, 18.15 Uhr, Uni-Hauptgebäude, Ludwigstr. 23, Gießen. Eintritt frei.

Die aktuelle Ringvorlesung, die auch für NichtstudentInnen offen ist, läuft schon seit Oktober. Das Thema der Vortragsreihe kreist in diesem Wintersemester um Landwirtschaft aus globaler Sicht und Welternährung im Wandel. Weltweit leiden 820 Millionen Menschen an Hunger. Mit welchen Agrarmodellen kann es gelingen, die steigende Weltbevölkerung zu ernähren? „Es geht um nachhaltige Lösungen für zukünftige Generationen“, sagt Uni-Präsident Prof. Dr. Mukherjee. Am 3. Februar um 19.15 Uhr spricht Prof. Messner von der Uni der Vereinten Nationen in Bonn über „Menschliche Entwicklung im Anthropozän – Die Rolle der Vereinten Nationen“ (Anthropozän – jüngstes Erdzeitalter, in dem der Mensch zum bestimmenden Faktor auf die Natur wurde). Am 10. Februar schließlich spricht um 18.15 Uhr (!) Bundesagrarministerin Julia Klöckner über „Landwirtschaft. Quo Vadis?“.

Frauen im Widerstand gegen die Nazis

bis 14. Februar, Foyer des Gewerkschaftshauses, Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77, Frankfurt am Main. Öffnungszeit: werktags zwischen 7 und 19 Uhr.

Im Foyer des Gewerkschaftshauses Frankfurt am Main die Ausstellung „Nichts war vergeblich. Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ zu sehen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund zeigt sie in Kooperation mit dem Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-45. Eine Einführung in die Ausstellung verbunden mit einer Führung bietet am Montag, 20. Januar, um 17 Uhr Gudrun Schmidt vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 an. Ein Katalog zur Ausstellung ist für sieben Euro in der Geschäftsstelle des DGB Frankfurt-Rhein-Main oder beim Studienkreis Deutscher Widerstand erhältlich. Separate Führungen für Gruppen während des Ausstellungszeitraumes vermittelt Alexander Wagner Tel. 069 273005-74, E-Mail: alexander.wagner@dgb.de

Französischkurs für Frauen

Freitag, 24. Januar bis zum 05. Juni, 12 Termine, jeweils von 9.00 bis 10.30 Uhr, Frauenzentrum Wetterau, Wintersteinstraße 3, 61169 Friedberg, Infos und Anmeldung: Tel. 06031-2511 oder E-Mail: frauenzentrum.wetterau@t-online.de.

Der Französischkurs für Frauen mit Vorkenntnissenwendet sich an Frauen, die ihre guten Grundkenntnisse, in einer kleinen Gruppe auf angenehme Weise aktivieren und erweitern möchten. Es werden Alltagssituationen geübt und auf diese Weise Informationen über das Land und die französische Lebensweise an die Kursteilnehmerinnen weitergegeben. Der Kurs findet an 12 Terminen, vom statt.

Frauen-Netzwerk für Demokratie

Samstag, 25. Januar, 10 bis 12 Uhr, Frauenzentrum Wetterau, Wintersteinstraße 3, 61169 Friedberg, Infos und Anmeldung: Tel. 06031-2511 oder E-Mail: frauenzentrum.wetterau@t-online.de.

Gemeinsam diskutieren Frauen aus verschiedenen Parteien und Parlamenten mit engagierten Wählerinnen politische Themen, die für Frauen besondere Relevanz haben. Dazu gehört auch die Zunahme rassistischer Tendenzen, gegen die sich die Frauen stellen. Die Achtung der Menschenrechte und die Wahrung unserer demokratischen Verfassung bilden die Grundlage für Gespräche und öffentliche Aktionen, auch in Zusammenarbeit mit anderen Gruppen mit gleicher Zielsetzung.

Tag der offenen Tür in der Phantastischen Bibliothek

Samstag, 1. Februar, 11 bis 12.30 Uhr, Phantastische Bibliothek, Turmstr. 20, Wetzlar. Eintritt frei. Anmeldung unter Tel. 06441-4001-40

(Foto: Jörg-Peter Schmidt)

Die Bücherwelten der Phantastischen Bibliothek Wetzlar können an diesem Tag erkundet werden. Als weltweit größte öffentlich zugängliche Sammlung phantastischer Literatur hat dieses Leseparadies mehrere Funktionen: Es dient Wissenschaftlern mit dem 300 000 Titeln umfassenden Fundus als wertvoller Ort für Recherche und Inspiration; es lädt Kinder in kunterbunt gestaltete und zum Spielen wie zum Lesen anregende Räumen ein, um dort Rittern, Drachen, Gespenstern und vielen mehr auf die Spur zu kommen. Nicht zuletzt aber ist die Bibliothek  aber auch ein leser- und nutzerfreundlicher Ort, an dem nicht nur Märchen und Mythen, sowie Werke der Fantasy und Science Fiction kostenfrei gelesen und ausgeliehen werden können, sondern auch literarisch anspruchsvolle Klassiker der Phantastik, wie sie etwa von Shakespeare und Goethe vorliegen. Dieser ungewöhnliche Ort wird nun im Rahmen einer kostenfreien öffentlichen Führung jenseits der regulären Öffnungszeiten an einem Samstag zugänglich gemacht. Die Dauer der Führung beträgt 45 Minuten, im Anschluss haben alle Besucher die Gelegenheit, die Bibliothek auf eigene Faust zu erkunden und im Rahmen der Stöberzeit.

Wirtschaftsforum Wetterau

Mittwoch, 12. Februar, 18.30 Uhr, Alte Turnhalle, August-Storch-Straße 7, Butzbach. Anmeldung: E-Mail an infoQwfg-wetterau.de, auf www.wfg-wetterau.de oder unter Telefon 06031/772690.

„Digitalisierung & Fachkräfte – Chancen und Herausforderungen für kleine und große Unternehmen“ ist das Thema des Wirtschaftsforums Wetterau 2020. Ulrike Heizer-Priem und Kay Uwe Bolduan von der Gründerberatung RKW Hessen stellen die RKW-Angebote für Unternehmen zur Digitalisierung und Fachkräftesicherung vor. Die Unterstützungsleistungen für Unternehmen bei Digitalisierungprozessen erläutert Tobias Meudt vom Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Darmstadt. Zahlen vom Fachkräftemangel im Wetteraukreis haben Bernd-Uwe Domes und Klaus Karger von der Wirtschaftsförderung Wetterau. „Impuls: ‚Disruptive Learning‘ – Zukunft der Kita‘s und Klassenräume“ ist der Titel des Referates von Rinku Sharma von der techeroes Wissens- und Technologietransfereinrichtung. Professor Fabian Tjon von der Technischen Hochschule Mittelhessen referiert über „Nachhaltige Fachkräftesicherung – Das Angebot des Studiums plus“. Schließlich erläutern Kornelia Schäfer vom Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises, Andreas Scdhmitt und Claudia Moser von blfp Architkten und Julian Lauth von der Holzfreunde GmbH, wie Familienfreundliche Unternehmen in der Wetterau mit neuen Wegen der Arbeit und Ausbildung Fachkräfte gewinnen.

Garten Eden im Friedberger Kreishaus

bis Ende Februar, Foyer des Kreishauses, Europaplatz, Gebäude B, Erdgeschoss, Friedberg. Öffnungszeiten: montags bis mittwochs 7.30 bis 16.30 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr und freitags bis 12.30 Uhr.

Ihren eigenen Garten Eden haben 35 Teilnehmer der Kunstwerkstatt der Behindertenhilfe in Friedberg wöhrend Kunst in Kirchen im Sommer 2019 geschaffen. „Ein Paradies – ein Ort der Verlässlichkeit, der Geborgenheit und der Harmonie“, wie es in einer Pressemitteilung des Wetteraukreises heißt. Aus Ton und anderen Naturmaterialien haben sie eine kleine Welt geschaffen mit bunten Blumen, schönen Vögeln, Enten, Schmetterlingen, Bienen und Fröschen, geformt, verziert, bemalt und gebrannt. Jedes Stück, ein Unikat, ein Stück aus der Gedankenwelt eines Menschen, der dem Projekt etwas Individuelles und Einzigartiges beisteuert. Aus unausgesprochenen Gedanken wurden Formen, Keramiken, die so individuell sind wie die Menschen, die sie geschaffen haben. „Zu sehen ist dabei ein Diorama aus diesen vielen Objekten, das die Betrachterinnen und Betrachter zum Entdecken einlädt und sich eigene Gedanken zum Thema Eden zu machen“, so Landrat Jan Weckler bei der Eröffnung der Ausstellung im Friedberger Kreishaus.

Ausstellung „Das Andere auch“

bis 1. März, Galerie Trinkkuranlage, Ernst-Ludwigring 1, 61231Bad Nauheim. Ausstellungsdauer: 18. Januar bis 1. März. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 14 bis 18 Uhr, samstags, sonntags, feiertags 11 bis 18 Uhr. Künstlergespräch mit Jo Bukowski, Sonntag, 1. März, 15 Uhr

Der Kunstverein Bad Nauheim präsentiert die Ausstellung „Das Andere auch“ mit Holzschnitten und Ölgemälden von Jo Bukowski. Der Künstler beschreibt ein Gegenüber, ein ambivalentes erzählerisches Spiel der Linie. „Die gegenüberliegenden Figuren stehen meist im Grenzbereich, überschreiten diesen und scheinen sich regelrecht gegenseitig zu bestärken. Sie übermitteln pure Emotion! In diesem lyrischen Raum impliziert der Betrachter geradezu verborgene Wünsche, Gefühle und Gedanken, die unweigerlich zu einer inneren Spannung führen“, beschreibt der Kunstverein die Werke. In seinen Arbeiten unterstreicht Jo Bukowski wozu die Linie fähig sein kann – sie ist zu allem fähig! Wer denkt, das Linienspiel wäre eine bekannte Größe, wird überrascht sein. Der Präsenz seiner Arbeiten werde die Besucher der Ausstellung „einfangen in ein Gedanken- und Farbspiel“, meinst der Kunstverein. Für diese Ausstellung präsentiert Jo Bukowski ausschließlich neue Holzschnitte und Werke in Ölmalerei.

Jo Bukowski

„Malerei“, so Jo Bukowski, „ist die Musik des Sehens.“ Als eine Abfolge von Tönen ist die Musik unweigerlich mit einem zeitlichen Ablauf und damit mit dem Prinzip der Bewegung verbunden. Bewegung aber ist Leben und Leben bedeutet Atmen, Pulsieren, Rhythmus – sie verkörpert einen ständigen im Fluss befindlichen Zustand, den Jo Bukowski in seinen Werken thematisiert. „Die in der Galerie der Trinkkuranlage gezeigten Arbeiten bieten sich dem Betrachter wie ein zu erkundendes Gebiet an, zum Hineinschauen und Finden. Das Bild selbst bietet keine Lösungsvorschläge, weder kommentiert es, noch diskutiert es, es äußert kein Lob, keine Bewertung und keine Kritik, sondern führt uns zu Fragen und Befragungen über das eigene Dasein. Ohne Drängen, sondern ganz still und fast verführerisch. Es zieht den Betrachter in seinen Bann und in die Tiefe der Gedanken wie in die Tiefe des Bildraums, hin zu den Schichtungen und Strömungen, den Wegnetzen und vereinzelten Spuren. Die Oberfläche des Bildes offenbart Geheimnisse und Verborgenes und wird dadurch zur Projektionsfläche für das Selbst des Betrachters“, so der Kunstverein.

Ausstellung gegen die Todesstrafe

bis 27. März, vhs, Alcide-de-Gasperi-Str. 5, Foyer Haus B, Wiesbaden.

In Butzbach gibt es ein Gefängnis, ebenso eines mitten in Gießen. Achtlos fahren wir daran vorbei. Mit welchen Gefühlen mögen wohl die Menschen hinter Gittern den Jahreswechsel erlebt haben? Und wie fühlt sich gar einer, der zum Tod verurteilt ist? Der Schriftsteller Victor Hugo hat 1829 in seinem Buch „Der letzte Tag eines Verurteilten“ die unsäglichen Ängste vor der Hinrichtung nachempfunden. Schon 1764 plädierte der Aufklärer Cesare Beccaria für die Abschaffung der Todesstrafe. Seitdem gibt es Bemühungen, diese barbarische Strafe aus der Welt zu schaffen. Albert Schweitzer etwa betonte „die Ehrfurcht vor dem Leben“. Auch einem Verbrecher darf das Menschenrecht auf Leben nicht verweigert werden. Unser Grundgesetz verbietet die Todesstrafe, aber in vielen Staaten sitzen Häftlinge auch im Jahr 2020 in den Todeszellen und warten auf ihre Hinrichtung. Die Ausstellung „Abschaffung der Todesstrafe“ zeigt die Ergebnisse eines internationalen Jugendkunstwettbewerbs. 50 Werke aus 14 Ländern werden von ‚Amnesty International‘ und der ‚Initiative gegen die Todesstrafe eV.‘ gemeinsam präsentiert. In Wiesbaden deshalb, weil 2 Schülerinnen der nahen Internatsschule ‚Schloss Hansenberg‘ in Geisenheim die Preisträgerinnen des Wettbewerbs sind. Die Eröffnung ist am Dienstag, 7. Januar, um 18.30 h, mit dem Direktor der vhs Dr. Salamon-Menger und der Vorsitzenden der Initiative Gabi Uhl. Musikalische Begleitung Mohammad Mahmoud, Gitarre. Danach von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr geöffnet, Eintritt frei. Rückfragen an AI, Tel. 0174-8259653 oder presse@amnesty–wiesbaden.de

„Bunte Vielfalt“ von Iris Wirth

bis 30. März, Stadtverwaltung Münzenberg, Hauptstraße 22, 35516 Münzenberg/ Gambach. Vernissage: Mittwoch, 4. Dezember, 18 Uhr. Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung besichtigt werden.

Bürgermeisterin Isabell Tammer eröffnet die neue Kunstausstellung in der Stadtverwaltung Münzenberg. „Bunte Vielfalt“ ist das Thema der Ausstellung von Iris Wirth (Foto). Für die Künstlerin Iris Wirth ist es eine Ehre als gebürtige Münzenbergerin in der Stadtverwaltung Münzenberg in Gambach einen Querschnitt ihres künstlerischen Schaffens vorzustellen. Ihre realistischen Bilder zeigen Motive aus der heimischen Natur bis hin zu fremden Kulturen. Die in unterschiedlichen Techniken in Öl und Acryl entstandenen Werke hat Iris Wirth, die seit vielen Jahren der Künstlergruppe „Artemisia“ angehört, schon in Langgöns, bei „Kunst in Licher Scheunen“ und seit 10 Jahren bei „Fluss mit Flair“ präsentiert.

Ausstellung Jaume Plensa

bis 18. April 2020, Jakobshallen der Galerie Scheffel, Dorotheenstr. 5, 61348 Bad Homburg. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 14 bis 19 Uhr, Samstag 11 bis 15 Uhr. Eintritt frei.

Jaume Plansa (Foto: Von Gremi d’Editors de Catalunya/Wikipedia)

Die Galerie Scheffel präsentiert eine Ausstellung aktueller Werke des spanischen Bildhauers und Installationskünstlers Jaume Plensa. Plensa, 1955 in Barcelona geboren, geht es in seinem vielseitigen plastischen Werk vorrangig um „die Wechselwirkung von Geist und Stoff, nicht um bloße Form“. Neben Werkstoffen wie Edelstahl, Bronze, Marmor oder Alabaster setzt Plensa in seinen Arbeiten häufig auch Text, Klang und Licht ein. Die Arbeiten Jaume Plensas fordern die imaginative Beteiligung des Betrachters ein. Seit Abschluss des Kunststudiums in Barcelona hat er seine unverwechselbaren Skulpturen und Installationen international vielfach ausgestellt und mehr als 50 dauerhafte Außenraumprojekte auf öffentlichen Plätzen rund um den Globus geschaffen. Sie sind in Städten wie London oder Madrid anzutreffen, in Chicago, Montréal, New York oder Rio de Janeiro, in Dubai oder Jerusalem, in Seoul, Shanghai oder Tokyo. In Deutschland hat Plensa wiederholt an der Skulpturenbiennale Blickachsen teilgenommen und seine acht Meter hoch aufragende Buchstabenfigur „Body of Knowledge“ gilt als Wahrzeichen des Universitätscampus Westend in Frankfurt am Main. Einzelausstellungen Jaume Plensas in der Galerie Scheffel ermöglichten in den vergangenen zwei Jahrzehnten Einblicke in verschiedene Werkphasen des Künstlers – und 2016 nahm er an der Eröffnungsausstellung des zweiten Galeriestandorts teil, der Jakobshallen neben dem Bad Homburger Schloss. Nun hat Jaume Plensa seine erste Soloausstellung für die Jakobshallen der Galerie Scheffel konzipiert. In den ehemaligen Kirchenräumen zeigt er eine fein abgestimmte Installation von Arbeiten unterschiedlicher Formate aus den Jahren 2016 bis 2019 und unterstreicht ihre poetische Kraft durch eine subtile Lichtgestaltung. Zu sehen sind kleine Bronzen ebenso wie einzelne seiner filigranen „Schriftkörper“ und eine besondere Auswahl universell wirkender Kopfporträts, deren nach innen gewandte Zurückgezogenheit und meditative Ausstrahlung das Gegenüber unmittelbar erfassen. Im Hauptraum der Jakobshallen kommunizieren überdies zwei vier Meter hohe Köpfe miteinander, während zugleich ihre Oberfläche aus einem netzartigen Edelstahlgeflecht ihre physische Form transzendiert. „Allen Werken gemeinsam ist und bleibt die Suche nach dem menschlichen Sein und dem Wesen des Geistigen. Damit zählt Jaume Plensa zweifelsohne zu den großen Künstlern unseres Jahrhunderts, mit denen zu beschäftigen es sich lohnt,“ formulierte Christof Trepesch, Direktor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg, in seiner Rede anlässlich der Ausstellungseröffnung in den Jakobshallen, an der auch Jaume Plensa selbst teilnahm.

Internetzeitung für Rhein-Main und Mittelhessen