Hin und Weg

Wie die Gentechnik verjagt wurde

Dienstag, 12. November, 19 Uhr, Projektwerkstatt Saassen, Ludwigstraße 11, 35477 Reiskirchen-Saasen

In ihrer Reihe „Rückblicke“ erinnert die Projektwerkstatt Saasen an den Kampf um die Genversuchsfelder der Universität Gießen und vieler anderer Firmen und Institutionen bundesweit. „Die unterhaltsamen Rückschauen bieten dabei nicht nur Einblicke in vergangene Aktionen, sondern können auch Mut machen für zukünftige politische Auseinandersetzungen“, schreibt die Projektwerkstatt. Felder mit gentechnisch veränderten Organismen habe es sei 2012 in Deutschland nicht mehr gegeben. Das sei ein beeindruckender Erfolg der Aktivisten, die danach mit ihren Erfahrungen gegen Tierfabriken, Flughafenausbauten und bei der Besetzung des Hambacherforstes aktiv geworden seien. Die Reihe startet am Dienstag, 12. November, mit der Ton-Bilder-Schau „Wie die Gentechnik verjagt wurde“. In Erzählungen, Bildern und kleinen Filmen soll „an den Kampf um Versuchsfelder in Gießen und überall erinnert werden – und was daraus für andere Kampagnen gelernt werden kann“. Am Samstag, 16.11. folgt um 19 Uhr die Schau „Fiese Tricks von Polizei und Justiz“. Mit Originalbelegen aus Polizei- und Gerichtsakten soll nachgezeichnet werden, wie der heutige Ministerpräsident Volker Bouffier zusammen mit Polizei und Justiz vor über zehn Jahren die Aktivisten um die Projektwerkstatt mundtot machen wollte – und dabei gescheitert sei. Am 28. November wird die Projektwerkstatt 30 Jahre alt. Passend dazu gibt es dann einen Rückblick in Anekdoten, Erzählungen, Bild und Film zu ausgewählten Aktionen rund um die Projektwerkstatt. Die Projektwerkstatt ist per Zug aus Gießen (Abfahrt 18.20 Uhr) und Grünberg erreichbar, zudem über den Radweg „R7“.

Petrunya ist Gott

Mittwoch, 13. November, 19.15 Uhr, Traumstern, Gießener Straße 15, 35423 Lich

Im Vorfeld des internationalen Tags gegen Gewalt gegen Frauen das Frauenbüro des Landkreises Gießen gemeinsam mit dem Kino Traumstern den Film „Gott existiert, ihr Name ist Petrunya“. Der feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2019 und gewann dort den Preis der Ökumenischen Jury sowie den Gilde Filmpreis. Auf dem Internationalen Frauenfimfestival Dortmund/Köln 2019 wurde der Film mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Es ist eine Satire über Religion, Machismo und die Rolle der Frau. Eine Episode, die sich auf dem Balkan, in Nordmazedonien zugetragen hat, ist der Ausgangspunkt: Petrunya, die sich vergebens um einen Job beworben hat, springt auf dem Heimweg ins kalte Wasser. Es ist Dreikönigstag, und wie jedes Jahr tauchen die jungen Männer der Stadt nach dem heiligen Kreuz, das der Priester in den eisigen Fluss wirft. Doch Petrunya ist die schnellste und hält die Trophäe in die Fernsehkameras. Die Hölle bricht los: Ihre Heldentat ist ein Skandal. Aber Petrunya hält das Kreuz fest. Sie hat es gewonnen und wird es nicht aufgeben. Der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen wird am 25. November begangen, denn am 25. November 1960 wurden die Schestern Patria, Maria Teresa und Minerva Mirbal – Widerstandskämpferinnen gegen das in der Dominikanischen Republik herrschende diktatorische Trukillo-Regime – heimtückisch entführt und umgebracht. Seitdem steht der Mord an drei Frauen symbolisch für sexuelle, politische und kulturelle Gewaltakte, unter denen Frauen in aller Welt zu leiden haben.

Partygetränke aus Lich

Mittwoch, 13. November, 19 Uhr, „Who Killed The Pig“, Schlachthofstraße 10, 35398 Gießen.

Erik Wunsch (Foto) einer der Gründer von Muschenheim Industries, stellt sein Unternehmen beim Gründerstammtisch vor. Bekannt geworden ist das Unternehmen durch sein Partygetränk „Eiskeule“, einen Eisbonbon-Likör. Vor allem Szene-Kneipen, aber auch einige Supermärkte verkaufen es. Die Gründungsidee entstand vor fünf Jahren auf einem Weihnachtsmarkt. Glühweinstände sind dort die Magneten. Doch die meisten Glühweine schmecken nahezu gleich. Mit einer Eigenkreation wollte Erik Wunsch das Angebot bereichern. Das war die Geburtsstunde von „Hot Toddy“ und dem „Muschenheimer Kelch“. Grundlage für diese erfolgreichen Getränke ist Apfelwein, gekeltert im Nachbardorf. Verkauft werden sie im eigenen Laden in Lich-Muschenheim und einigen Supermärkten in der näheren Umgebung. Eine Ausweitung plant Erik Wunsch nicht. Regionalität und Kontakt zur Kundschaft ist ihm wichtig. Dies zeigt auch der Laden: Tische und Stühle, eine Sitzgruppe mit Ohrenbackensesseln und eine große Sammlung von Gesellschaftsspielen laden zum Verweilen ein. Zu kaufen gibt es neben den Getränken frische Brötchen von einem Bäcker aus dem Nachbarort sowie spezielle belegte Brötchen, die längst schon über Muschenheim hinaus bekannt sind. Auch hierfür kommen alle Zutaten von Erzeugern aus der Region. Immer mehr Muschenheimer sehen in dem Laden einen Treffpunkt mitten im Dorf. „Jemand kommt rein und möchte eigentlich nur ein paar Brötchen kaufen“, erzählt Erik Wunsch, „und dann geht er eineinhalb Stunden später wieder heim. Das ist hier normal.“ Beim Gründerstammtisch wird Erik Wunsch seine bewegte Gründungsgeschichte erzählen und zeigen, dass regionales Engagement und unternehmerischer Erfolg Hand in Hand gehen können. Außerdem erhofft er sich Kontakte zu Mitstreiterinnen und Mitstreitern, insbesondere für den strategischen Austausch. „Ich habe jeden Tag so viele Ideen“, sagt Wunsch, „was mir fehlt, ist jemand, der sortiert und streicht.“ Der Gründerstammtisch ist eine Initiative des Technologie- und Innovationszentrums Gießen, der Wirtschaftsförderungen von Landkreis und Stadt Gießen des Entrepreneurship-Cluster Mittelhessen (ECM), der IHK Gießen-Friedberg, sowie des Vereins „Region Gießener Land.

Landvermessung auf dem Dünsberg

Mittwoch, 13. November, 19 Uhr, Netanya-Saal im Alten Schloss am Brandplatz, Gießen. Eintritt frei.

Ein Vermessungsstein.

Beim zweiten Vortrag des Oberhessischen Geschichtsvereins Gießen (OHG) referiert Günter Leicht aus Biebertal über „Der Dünsberg und die Vermessung der Erde“. Wie groß ist die Erde, welche Form hat sie? Zu allen Zeiten stellten sich die Menschen diese Frage. Heute wissen wir: Der Umfang der Erde am Äquator beträgt 40.000 km, die Kugelform der Erde ist zum Nord- und Südpol leicht abgeflacht. Zwei Jubiläumsereignisse im Jahr 2017 waren Anlass, die Geschichte der Landesvermessung auf dem Dünsberg im Zusammenhang mit der Erdvermessung näher zu betrachten. Das erste Jubiläum: Vor 200 Jahren, also 1817, begann die Vermessung der „preußischen Dreieckskette 1. Ordnungvon Berlin bis nach dem Rhein“. Bereits im ersten Jahr wurden die Beobachtungen auf dem Dünsberg durchgeführt. Das zweite Jubiläum: Vor 150 Jahren, also 1867, wurde das Großprojekt der „europäischen Gradmessung“ ins Leben gerufen. In dieser Arbeitsgemeinschaft haben erstmals in der Geschichte Europas Fachleute auf wissenschaftlichem Gebiet international zusammengearbeitet. In dieses Projekt war die Dünsberg mit seinen Messwerten aus sechs verschiedenen Landesnetzen eingebunden, als kleines Steinchen in einem großen Mosaik.

Frauengesprächskreis

Donnerstag, 14. November, 18.30 Uhr, Frauenzentrum, Wintersteinstraße 3, 61169 Friedberg. Infos und Anmeldung Tel. 06031-2511 oder E-Mail: frauenzentrum.wetterau@t-online.de.

Die Frauengesprächsgruppe lädt interessierte Frauen zum nächsten Treffen ins Frauenzentrum ein. Bei dem Treffen tauschen die Teilnehmerinnen Informationen und Erlebnisse aus und planen gemeinsame Unternehmungen.

Flugspuren, Lichtspuren, Naturschrift

Freitag, 15. November, bis Sonntag, 29. Dezember,Trinkkuranlage, Ernst-Ludwig-Ring 1, 61231 Bad Nauheim. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 14 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und feiertags 11 bis 18 Uhr.

Die in Kassel geborene Künstlerin und Professorin für mediengestützte Wissenschaftsillustration, Cordula Hesselbarth, zeigt im Kunstverein Bad Nauheim Ausschnitte aus vier Werkgruppen: »Flugspuren«, »Lichtspuren«, »Naturschrift« und »Wachsen & Gewebe«. Das verbindende Element ist dabei das Nachspüren von Zeichnung und Linienformation, wie sie in der Natur vorkommen, gebildet von natürlichen Kräften, die uns staunen lassen. „Gerade in Zeiten des Klimawandels scheint dieser gesetzte Fokus aktueller denn je. So führt uns die Künstlerin mit Lichtreflexen, Schattenlinien in die Welt der Pflanzenwelt, macht Strukturen sichtbar und folgt Bewegungsspuren mit dem Zeichenstift. Gleichzeitig nutzt sie Dynamiken von Flüssigkeiten, Gravitation oder Wachstums-bewegungen von organischem Material zur Erzeugung ihrer Bilder“, schreibt der Kunstverein in einer Pressemitteilung. In linearen Wasserreflexionen oder skulpturalen Verschlingungen von Wurzelwerk entdecke sie Zeichnungen oder Kalligrafien, gleichsam einer „Naturschrift“. Indem sie solche Naturspuren einfängt, isoliert, nachzeichnet oder weiter malt, erschlössen sich ihr neue Formen und Bildsprachen. Hesselbarth arbeitet mit digitalen Werkzeugen und manuellen Mitteln, nutzt Fotografie und Film, arbeitet mit virtueller Simulation oder Verfremdung. Sie nähert sich Spuren der Natur in großformatigen Malereien, digitalen und manuellen Zeichnungen sowie Licht- und Videoinstallationen.

Andreas Arnold liest aus Fionrirs Reise

Freitag, 15. November, 15 Uhr, Evangelische Markuskirche, Kirchplatz, Butzbach. Eintritt frei

Der Green Blogger, Autor, Poetry Slammer und Kolumnist Andreas Arnold (Foto) kommt anlässlich des bundesweiten Vorlesetages in die Markuskirche, um aus seinen beiden Büchern „Fionrirs Reise“ und „Fionrirs Reise geht weiter“ zu lesen. Musikalisch begleitet wird er von Yannick di Mari und Regina Beatrix Rumpel. Die Geschichte beginnt, als Fionrir an seinem Geburtstag aufwacht und zunächst eine Enttäuschung erlebt: Seine Eltern gratulieren ihm, verzehren mit ihm ein Festmahl – doch niemand schenkt ihm etwas. Und das, obwohl er sieben Drachenjahre alt geworden ist, was etwas ganz Besonderes ist. Doch dann gibt es gleich drei interessante Gaben: handgeschnitzte Würfel, einen Rucksack und eine Prinzessin namens Quirina, die er – oh, Schreck – fressen soll. Davon sind weder Fionrir noch die Prinzessin begeistert. Aber es gelingt Fionrir nach vielen Abenteuern, die Prinzessin zu retten – und weil die Beiden gute Freunde geworden sind, wird der kleine Drache im zweiten Band zu Quirinas Geburtstagsfeier eingeladen. Natürlich geht auch das nicht ohne Komplikationen vonstatten. Spannend, gewitzt und hintersinnig erzählt Arnold eine Geschichte voller unaufdringlicher Parabeln über Freundschaft und den Glauben an sich selbst.

Die Kraft der Solidarität

Sonntag, 17. November, 19 Uhr, Markuskirche, Butzbach.

Der Menschenrechtler und Dokumentarfilmer Peter Steudtner (Foto) wollte nur einige Tage in der Türkei bleiben, als er im Juli 2017 für ein Seminar nach Istanbul reiste. Doch während der Veranstaltung wurde er zusammen mit anderen Teilnehmern verhaftet. Der Vorwurf: Unterstützung einer terroristischen Vereinigung. Nach mehr als dreimonatiger Untersuchungshaft kommen alle Festgenommenen frei; Steudtner kann am 26. Oktober 2017 nach Berlin zurückkehren. Die Erleichterung über die Freilassung ist groß. In der Reihe „Markus-Forum“ der evangelischen Markus- Kirchengemeinde Butzbach kommt Peter Steudtner nach Butzbach. Sein Vortrag steht unter dem Motto „Die Kraft der Solidarität – Erfahrungen des Menschenrechtlers Peter Steudtner“. Die Veranstaltung wird unterstützt durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, der Eintritt ist frei. Peter Steudtner erzählt an diesem Abend über seine Haftbedingungen, die Kraft der Solidarität, die Auswirkungen auf ihn und sein Umfeld und seine heutige Menschenrechtsarbeit. Er berichtet, wie er die Haft und den laufenden Gerichtsprozess kreativ aufarbeitet, aber auch welche Folgen für ihn persönlich bis heute spürbar sind. Der Prozess gegen ihn und seine Kollegen geht voraussichtlich Ende November 2019 in der Türkei weiter. Es drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Streiflichter des Friedens

Montag, 18. November, 18 Uhr, Evangelisches Gemeindezentrum West, Wintersteinstraße 39, 61169 Friedberg . Infos und Anmeldung: Tel. 06031-2511 oder E-Mail: frauenzentrum.wetterau@t-online.de.

Zu einer Lesung von ausgewählten Texten starker Frauen lädt das Frauenzentrum in Friedberg lädt ein. Es kann den Gedanken der Autorinnen für ein friedliches und weltoffenes Miteinander gelauscht werden. „In einer immer aufgeregteren Welt mit hasserfüllten Kommentaren in den (un)sozialen Medien möchten wir ein Gegengewicht setzen, Gemeinschaft erleben und Ermutigung für ein couragiertes Eintreten für Demokratie und Offenheit mitnehmen“, schreibt das Frauenzentrum in seiner Einladung.

Der Glauberg im 13. Jahrhundert

Dienstag, 19. November, 19 Uhr: Vortrag im Heuson-Museum Büdingen, Rathausgasse 6. Eintritt frei. 

Am 19. November referiert der Archäologe Christoph Röder von der Keltenwelt am Glauberg beim Büdinger Geschichtsverein über „archäologische Forschungen zum Glauberg in spätstaufischer Zeit – Von der Burg zur Stadtgründung“. Neue Untersuchungen des Forschungszentrums der Keltenwelt am Glauberg haben in den letzten Jahren zahlreiche Funde zur mittelalterlichen Nutzung des Glaubergs erbracht. Demnach sind fast alle obertägig zu sehenden Geländeformen auf dem Glaubergplateau mittelalterlich, die anderen wurden zumindest im Mittelalter überprägt. Im Fokus der Ausführungen liegt die Endphase der Besiedlung des Glaubergs in der Mitte des 13. Jahrhunderts, als dieser zur Stadt ausgebaut wird und wenig später wüst fällt.

Was ist ein Solarkataster?

Mittwoch, 20. November, 19 Uhr im Alten Rathaus in Münzenberg-Gambach, Hauptstraße. Eintritt frei.

Diethardt Stamm

Diethardt Stamm von der das Mittelhessischen Energiegenossenschaft stellt an diesem Abend das hessische Solarkataster vor. Das ist eine im Internet zu findende Karte, die die Eignung von Hausdächern für Photovoltaik und Solarthermie zeigt. Man kann laut Stamm sogar seine gewünschte Anlage symbolisch einzeichnen und erhält eine unternehmensneutrale, vom Land Hessen durchgeführte Kostenberechnung. Mitveranstalter des Abends ist der BUND-Ortsverband Münzenberg.

Bejanaro und Microphone Mafia im Badehaus

Mittwoch, 20. November, 19 Uhr im Badehaus 2 am Sprudelhof Bad Nauheim. eintritt frei.

Musik hat ihr einst das Leben gerettet. Als Jüdin kam Esther Bejanaro nach Auschwitz, eingeteilt zum Steine schleppen. Im Mädchenorchester wurde eine Akkordeonistin gesucht. Esther Bejarano hatte bis dahin noch nie ein Akkordeon in der Hand. Sie kannte nur das Klavierspielen. Und genau das wurde zu ihrer Chance: „Aber ich habe so meine Kräfte zusammen genommen und habe gesagt, es muss mir gelingen. Das war dieser starke Wille zum überleben“. Sie wollte schon immer Sängerin werden und hat früher viel von ihrem Vater gelernt, einem jüdischen Kantor. Er wurde im Holocaust ermordet. Das Singen liebt die zierliche, inzwischen 95 Jahre alte Frau bis heute. Ihre Stimme ist klar und kraftvoll. Ihre Botschaft ist eindeutig: „Ich möchte nicht, dass nochmal so was geschieht, was geschehen ist. Und diese Situation, die wir haben momentan, mit AfD und Pegida und dem ganzen Kram, das ist eine Katastrophe für uns.“ Beim Konzert im Badehaus 2 begleitet sie die Gruppe Microphone Mafia: ihr Sohn Yoram, ebenso ein Italiener und der Rapper Kutlu – geboren in Köln als Sohn türkischer Einwanderer. Drei Religionen, drei Kulturen und drei Generationen. Zu den Veranstaltern des Konzerts gehören das Internationale Zentrum Friedberg, die Bad Nauheimer Frauenbeauftragte, der Wetteraukreis und das Projekt „Demokratie leben“.

Film „Wie wir die Welt retten“

Mittwoch, 20. November, 20 Uhr, Kino, Rossbrunnenstr. 3, 35510 Butzbach. Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 6 Euro.

Auf Anregung des Nabu Butzbach, des Bund Butzbach und Fridays for Future zeigt das Butzbacher Kino den Film „2040 – wir retten die Welt“. Im Film geht der preisgekrönte Filmemacher Damon Gameau („Voll verzuckert“) der Frage nach, wie die Zukunft im Jahr 2040 aussehen könnte. Er fragt, wie wir nachfolgenden Generationen eine Welt hinterlassen können, in der es sich zu leben lohnt, wie wir den Kohlendioxidausstoß begrenzen können und was wir gegen den Klimawandel tun können. Auf der Suche nach Antworten auf diese drängenden Fragen begibt er sich auf eine Reise um die Welt. Und er findet dabei zahlreiche erstaunliche Ansätze und bereits verfügbare Lösungen. Bis 2040 könnte das Zusammenleben auf der Erde nachhaltig verbessert werden, wenn Haushalte ihre eigene Energie herstellen, wenn der Autoverkehr durch Sharing-Modelle und selbstfahrende Autos ersetzt und Platz für Parkanlagen und Urban Gardening frei wird. Die Landwirtschaft könnte mit neuen Methoden einen erheblichen Beitrag leisten und den CO2-Spiegel in der Atmosphäre senken und auch im Meer könnten wir der akuten Bedrohung entgegenwirken. Wir müssen nur bereit sein, jetzt gemeinsam für eine bessere Welt zu arbeiten und neue Wege einzuschlagen. Der Film wird auch in mindestens einer Vorführung für Schulen am 25. November um 8 Uhr gezeigt (Eintritt: 4,50 Euro.) Da für diese Vorstellung bereits ein großes Interesse absehbar ist, besteht bei entsprechender Nachfrage die Möglichkeit einer zweiten Vorführung am gleichen Tag um 10 Uhr. Grundsätzlich besteht bei entsprechendem Interesse auch die Möglichkeit einer weiteren Vorführung an einem anderen Vormittag in derselben Woche. Anmeldungen zur Schulvorfühung oder Nachfrage nach weiteren Vorführungen an: Philipp Neubert, info@nabu-butzbach.de

Lesung mit Anne Jacobs

Freitag, 22.November, 19.30 Uhr, Buchhandlung Bindernagel, Wetzlarer Straße 25, 35510 Butzbach. Eintritt: 12 Euro, Vorverkauf 10 Euro.

Anne Jacobs (Foto) begeisterte mit ihrer Trilogie um „Die Tuchvilla“ die Leser und stürmte die Bestsellerlisten. Nach „Das Gutshaus – Glanzvolle Zeiten“ präsentiert die Bestsellerautorin nun mit „Das Gutshaus – Stürmische Zeiten“ Band zwei der mitreißenden Familiensaga. Sie erzählt die bewegte Geschichte des herrschaftlichen Gutes Dranitz in Mecklenburg-Vorpommern. Seit Jahrhunderten in Familienhand, geht es nach dem 2. Weltkrieg verloren und kommt erst nach der Wiedervereinigung zurück in den Besitz der Familie. Im zweiten Band begleiten wir die Hauptfigur Baronesse Franziska in die Zeit der Wende. Franziska ist inzwischen 70 Jahre alt, Großmutter und scheint das Leben auf Gut Dranitz weit hinter sich gelassen zu haben. Aber dann bietet sich die Möglichkeit, auf den verloren geglaubten Hof zurückzukehren: Nachdem 1990 die innerdeutschen Grenzen wieder offen sind, sucht sie ihre alte Heimat auf, um das Familienerbe wieder aufzubauen. Dabei bekommt sie Unterstützung von Enkelin Jenny, die nach einem persönlichen Rückschlag eine Auszeit braucht und ihre Großmutter besucht. Das ungleiche Oma-Enkelin-Gespann steht nicht nur vor dem Problem des maroden Zustands des Guts, sondern bekommt auch „Gegenwind“ von den inzwischen dort lebenden Menschen.

Uli Aechtner liest aus ihrem Wetterau-Krimi

Donnerstag, 28. November, 19 Uhr, Altes Rathaus, Münzenberg. Eintritt: 10 Euro, Vorverkauf 8 Euro bei der Stadtverwaltung Münzenberg während der Öffnungszeiten oder unter tourismus@muenzenberg.de, bei Jule Heck in Gambach unter 06033/970433 sowie per Mail unter jutta@heck-company.de und beim Martinimarkt in Münzenberg am 14. November am Stand der Stadt oder bei Jule Heck im Alten Rathaus.

In der Reihe „Literarischer Salon Münzenber“ liest die Bad Vilbeler Autorin Uli Aechtner (Foto) aus ihrem aktuellen Roman „Die Bach runter“. Der handfeste Kriminalfall führt dieses Mal nach Bad Nauheim. Ein Wanderschäfer aus der idyllischen Wetterau findet in der Asche eines niedergebrannten Lagerfeuers ein Baby. Kriminalhauptkommissar Christian Bär vom Frankfurter K 11 ermittelt mit seiner Dauerfreundin Roberta Hennig, die als Journalistin für die Frankfurter Neue Presse arbeitet. Bei den Ermittlungen kommen sie sogenannten Preppern, Menschen die sich vor einer beängstigten Zukunft schützen wollen, auf die Spur. Aber sie bekommen es auch mit Virenforschern und Schönheitschirurgen zu tun. Uli Aechtner hat, bevor sie zu schreiben begann, als Journalistin für das ARD und ZDF gearbeitet. Seit 1992 lebt die eingeplackte Hessin vor den Toren Frankfurts. Ihre Krimis spielen dort, wo sie sich am wohlsten fühlt: Zwischen Main und Glauberg und immer gern draußen, in der Natur. Die Bindernagelsche Buchhandlung verkauft bei der Lesung die Bücher Aechtners. Die Autorin wird sie auch gern signieren.

Über Politiker mit Migrationshintergrund

Interkultureller Mediendialog am Montat, 2. Dezember, 19.30 Uhr im Amt für multikulturelle Angelegenheiten, Mainzer Landstraße 293, Frankfurt. Eintritt frei. Anmeldung unter erhardbrunn@web.de

Der Stand der Integration ist ein großes und kontroverses Medienthema. Wie aber fühlen sich Politikerinnen und Politiker mit Migrationshintergrund durch die deutschen Medien behandelt? Fair? Fördernd? Herablassend? Und wie beurteilen Redaktionen die Medienarbeit prominenter Menschen in der Politik mit Migrationshintergrund?  Über dies Spannungsfeld wird beim 50. Interkulturellen Mediendialog diskutiert.

Yanki Pürsün
Mike Josef

Sprecher sind von Seiten der Politik Mike Josef (der noch in Syrien geborene Stadtrat, Dezernent für Planen und Wohnen sowie SPD-Vorsitzende Frankfurts) und Yanki Pürsün (deutsch-türkischer FDP-Abgeordneter im hessischen Landtag). Von Seiten der Wissenschaft wird Dr. Cihan Sinanoğlu (Sozialwissenschaftler, er forschte und promovierte am Max-Plack-Institut der Universität Göttingen zu Mandatsträgern mit Migrationshintergrund) über das Spannungsverhältnis sprechen, in dem sich Politiker mit Migrationshintergrund aus seiner Sicht bewegen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Journalisten Union (dju) in der Gewerkschaft Verdi statt.

Fotos von Carl Pinsel

bis 17. Januar 2020, Kreishaus am Europaplatz, Gebäude B, Friedberg. Öffnungszeiten: montags bis mittwochs 7.30 Uhr bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr und freitags bis 12.30 Uhr.

Eine Ausstellung mit 17 großformatigen Fotografien des Lindheimer Fotokünstlers Carl Pinsel ist im Wetterauer Kreishaus zu sehen. „Carl Pinsel ist ein Fotograf der ungewohnten Perspektiven, ein Fotokünstler, der den besonderen Blick hat für das Außergewöhnliche, das Überraschende“, schreibt der Wetteraukreis in einer Pressemitteilung. In der Ausstellung sind Bilder versammelt, die es eigentlich nicht geben kann: schwere Gewitterwolken, die direkt aus dem Acker aufsteigen, mächtige Buchen, die sich vor dem Betrachter zu verneigen scheinen, ein dicht belaubter Wald, der unter der Schneelast zu ächzen scheint. Wenn Carl Pinsel zum Fotoapparat greift und unsere Umgebung fotografiert, dann scheint es, als würden Bauern die Landschaft choreografieren: Raps, Mais und Weizen säuberlich geteilt auf einem großformatigen Bild und einer

atemberaubenden Ästhetik. Und immer wieder fotografiert er Wasser, in dem sich Bäume und Wolken im Licht der frühen oder auch der späten Sonne spiegeln. „Ich fahre jeden Tag raus, um zu fotografieren. Dabei habe ich eine ganz besondere Vorstellung von einem Bild, und erst, wenn Licht und Stimmung zu diesem Motiv passen, bin ich zufrieden“, sagt Pinsel. Als Landwirt hat er ein Gefühl für das Wetter und das Licht. Oft zieht es ihn zu magischen Orte, die er schon hundertfach abgelichtet hat: der Glauberg, die „Steinern“ bei Düdelsheim oder drei Bäume im Feld von Lindheim. „Eine Ausstellung mit Bildern von Carl Pinsel ist immer einen Besuch wert. Deshalb freue ich mich, dass wir nun schon zum dritten Mal eine Ausstellung mit seinen Werken in unseren Räumen präsentieren können“, sagte Landrat Jan Weckler bei der Eröffnung der Ausstellung. Das Foto zeigt Landrat Jan Weckler und Carl Pinsel bei der Eröffnung der Fotoausstellung. (Foto: Wetteraukreis)