Wettrüsten

Straßentheater der Friedensfreunde

Gegen das Wettrüsten von USA und Russland protestiert die Deutsche Friedensgesellschaft – Deutsche Kriegsdienstgegner (DFG-VK) am Samstag, 2. Februar 2019, in Frankfurt am Main vor den Botschaften der beiden Großmächte mit einer Straßentheater-Aktion. An diesem Tag endet die 60-Tage-Frist, die US-Präsident Donald Trump Russland für die Abrüstung ihres „Iskander“-Raketensystems gesetzt hat.

landbote.info

Neues atomares Wettrüsten droht

„Die USA sehen in dem russischen Raketensystem einen Verstoß gegen den INF-Vertrag, der den Besitz nuklearer Mittelstreckensysteme verbietet. Russland wirft wiederum den USA vor mit dem „Aegis“-Kampfsystem gegen den Vertrag zu verstoßen. Die Kündigung des Vertrags könnte zu einem neuen atomaren Wettrüsten führen“, erläutert die DFG-VK in einer Pressemitteilung. Aktivisten der Friedensorganisationen DFG-VK, der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN), der IPPNW ( International Physicians for the Prevention of Nuclear War, ein internationaler Zusammenschluss von Human-, Tier- und Zahnärzten, die sich vor allem für die Abrüstung atomarer Waffen einsetzen) sowie der Kampagne „Büehel ist überall! atomwaffenfrei jetzt“ werden daher am Samstag, 2. Februar 2019, vor den Konsulaten Russlands und der USA in Frankfurt am Main protestieren. In einer Straßentheaterszene wollen die Demonstranten zeigen, „was für eine Rettung des INF-Vertrags passieren muss: Trump und Putin müssen miteinander reden und ihre Atomwaffen endlich abschaffen. Auch die US-Atombomben, die derzeit noch in Deutschland gelagert werden, gehören zerstört“, fordern die Friedensfreunde.

Eine ähnliche Aktion vom November 2018

Bei der Aktion wollen sich Aktivisten mit Masken von Trump und Putin gegenseitig mit Atomraketen bedrohen. Kurz darauf sitzen beide an Tischen und werden von Friedensaktivistinnen und -aktivisten dazu aufgefordert über rote Telefone – den „Heißen Draht“ – miteinander zu sprechen. Schließlich treffen sich Trump und Putin um ihre Atomraketen (aus Pappe) zu zersägen. Auch eine Aktivistin mit Angela Merkel-Maske kommt hinzu und rüstet mit beiden Präsidenten eine der in Deutschland stationierten US-Atomwaffen ab. Schließlich unterzeichnen alle den UN-Atomwaffen-Verbotsvertrag. Weitere Anwesende in gelben Strahlenschutzanzügen werden dazu passende Transparente halten, schildert die DFG-VK in ihrer Pressemitteilung den geplanten Auftritt.

Straßentheater-Aktion „Rettet den INF-Vertrag!“, Samstag, 2. Februar 2019, 9 Uhr vor dem US-Konsulat, Gießener Straße 30, 10 Uhr vor dem russischen Konsulat, Eschenheimer Anlage 33, Frankfurt am Main

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