Storch getötet

Gefesselt auf dem AckerStorch

Es ist kein makaberer Aprilscherz, versichert der Naturschutzbund (NABU) auf Facebook:  Auf einem großen Acker fand eine Spaziergängerin einen toten, gefesselten Weißstorch neben einem Holzkreuz.

Wer macht so etwas?

Mitten in einem großen Getreidefeld zwischen Bruchenbrücken und Assenheim (Nähe Verbindungsweg/Radweg = Hainau Sackweg) wurde am 28. März 2015 von einer Spaziergängerin ein toter Weißstorch gefunden. Sie meldete dies dem NABU, mit der Bitte, sich die Sache einmal anzuschauen.
Die Untersuchung des Kadavers vor Ort durch NABU-Mitglieder ergab, dass der Storch aufgrund des Verwesungszustandes schon seit mindestens einer Woche tot sein musste. Der Storch war in einem sehr gutem Ernährungszustand; Flügel und Beine waren nicht gebrochen, keine erkennbar größere äußere, blutigen Verletzungen; das Gefieder ohne Schäden; allein die linke Flanke zeigten eine großflächige Unterblutung, was vielleicht  auf einen heftigen Schlag zurückzuführen ist. Merkwürdig finden die Mitglieder des Karbener und des Niddataler NABU auch, dass keine Fraßspuren von Fuchs,   Marder oder Hund zu sehen waren. Da hier viele Leute mit ihren Hunden spazieren gehen, müsste der große Vogel jemandem aufgefallen sein.

Storch
Wer fesselt einen Storch, legt ihn auf den Acker und steckt daneben ein mit Herzchen bemaltes Holzkreuz in die Erde? Foto: NABU

Das „Besondere“ an dem mitten im großen Feld liegenden Fund ist aber Folgendes: Schnabel, Hals und Beine des toten Storches waren kräftig mit Elastikbinden umwickelt und diese mit Klebeband fixiert. In unmittelbarer Nähe lagen (Einmal-)Gummihandschuhe, wie sie in Praxen üblich sind, sowie ein Plastiksack.

Zusätzlich war direkt neben dem toten Storch aber auch ein Holzkreuz in den Boden gesteckt. Dieses war aus neuen Dachlatten erstellt und mit drei Herzen und zweimal dem Wort „Flügel“ beschriftet.

Die NABU-Mitglieder finden das sehr mysteriös und nur schwer erklärbar. Sie hoffen, dass jemand jemand dazu Beobachtungen gemacht hat oder in irgendeiner Weise zur Erklärung des Fundes beitragen kann. Hinweise an suechting@nabu-niddatal.de, per Facebook-Nachricht oder per Telefon im Assenheimer NABU-Büro unter : 06034/6119.

2 Gedanken zu „Storch getötet“

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