Waldjugendspiele

Schüler erleben Natur

Kinder und Jugendliche haben heutzutage weniger Naturerlebnisse als alle anderen Generationen zuvor. Damit die jungen Menschen Erfahrungen im Lebensraum Wald sammeln können, werden alljählich Waldjugendspiele angeboten – auch an rund zehn Orten im Landkreis Gießen. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Umweltbildung im Forstamt Wettenberg. In diesem Jahr (2018) beteiligten sich Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich und der IGS Busecker Tal.

Erfahrungen mit allen Sinnesorganen sammeln

Kreis-Schul- und Naturschutzdezernentin Dr. Christiane Schmahl besuchte die Waldjugendspiele im Licher Stadtwald. Über mehrere Tage hatte der Forstbetrieb des Stadtwaldes Lich die Spiele vorbereitet. Sechs Försterinnen und Förster waren im Einsatz, bereichtet der Kreis Gießen in einer Pressemitteilung.

Rund 70 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen konnten an sieben Stationen, verteilt rund um den Pflanzgarten im Licher Stadtwald, Erfahrungen mit allen Sinnesorganen sammeln. Der Licher Revierförster Ulrich Gessner führte Dezernentin Schmahl durch die einzelnen Stationen und erläuterte viel Wissenswertes rund um das Ökosystem Wald und die moderne Forstwirtschaft. Die Schul- und Naturschutzdezernentin war begeistert, wie viel Engagement die Beteiligten in die Veranstaltung gesteckt haben.

Warum der Biber rote Zähne hat

Am Bibermobil der Umweltwerkstatt Wetterau, das von der Unteren Naturschutzbehörden des Landkreises gesponsert wurde, gab es unter anderem Antworten auf die Fragen, warum der Biber rote Zähne hat und seinen Schwanz als Frühstücksbrettchen verwendet.

In der Natur bekommt man Biber nur selten zu sehen – am Bibermobil konnten die Jugendlichen „Meister Bockert“ gründlich erforschen. (Fotos: Landkreis Gießen)

An einer anderen Station wurde das Leben am Teich unter die Lupe genommen. Die Jugendlichen konnten Molche, Kaulquappen und Libellenlarven beobachten und mehr über deren Biologie und Besonderheiten erfahren. Aber auch die Technikbegeisterten kamen nicht zu kurz: Moderne Ernte- und Rückemaschinen waren vor Ort und konnten erforscht werden.

Ein weiteres Thema war, wie aus der Buchecker ein Bett wird. Der Weg vom Samen zum Baum und dann zum fertigen Möbelstück wurde in Fotografien dargestellt und musste von den Jugendlichen in einem Wäscheleinenspiel in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Wie sich die einzelnen Baumarten unterscheiden und woran man deren Holz erkennen kann, erfuhren die Teilnehmenden anhand eines Wald- und Holzpuzzles. Kreativ ausleben konnten sich dann alle beim Bau eines Waldgeistes mit Naturmaterialien.

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