Vertriebene Störche

Vorwürfe gegen Ovag und  Wasserverband

Von Klaus Nissen

Es hätte nicht sein müssen, findet Wilhelm Fritzges. Der langjährige Vorsitzende der Natur- und Vogelschutzgruppe Lindheim ist richtig sauer. Zum einen flutete der Wasserverband Nidder-Seemenbach jüngst ohne Not das Naturschutzgebiet „Im Russland“, schimpft Fritzges. Dabei gingen mindestens sechs Kiebitz-Gelege unter – und das Nest des einzigen Brachvogel-Brutpaares in Hessen. Zum anderen beseitigt die Ovag Storchennester auf den Strommasten.

Vertriebene Störche

Am Freitag, den 13. April 2018 regnete es mächtig. Das Wasser bedeckte schnell die Wiesen im  Rückhaltebecken des Seemenbachs bei Düdelsheim in der Wetterau. Es hätte noch mehr aufnehmen können – doch der Seemenbach wurde nicht weiter gedrosselt. So flutete er schnell auch das unterhalb zwischen Lindheim und Hainchen liegende Naturschutzgebiet „Im Russland“. Die Vogelschutzgruppe betreut da 40 Hektar Wiesen. Ihr

Vorwürfe gegen Ovag und  Wasserverband

Von Klaus Nissen
Es hätte nicht sein müssen, findet Wilhelm Fritzges. Der langjährige Vorsitzende der Natur- und Vogelschutzgruppe Lindheim ist richtig sauer. Zum einen flutete der Wasserverband Nidder-Seemenbach jüngst ohne Not das Naturschutzgebiet „Im Russland“, schimpft Fritzges. Dabei gingen mindestens sechs Kiebitz-Gelege unter – und das Nest des einzigen Brachvogel-Brutpaares in Hessen. Zum anderen beseitigt die Ovag Storchennester auf den Strommasten.

Vertriebene Störche

Am Freitag, den 13. April 2018 regnete es mächtig. Das Wasser bedeckte schnell die Wiesen im  Rückhaltebecken des Seemenbachs bei Düdelsheim in der Wetterau. Es hätte noch mehr aufnehmen können – doch der Seemenbach wurde nicht weiter gedrosselt. So flutete er schnell auch das unterhalb zwischen Lindheim und Hainchen liegende Naturschutzgebiet „Im Russland“. Die Vogelschutzgruppe betreut da 40 Hektar Wiesen. Ihr Gründungsvorsitzender  Wilhelm Fritzges musste hilflos zusehen, wie die Gelege der Bodenbrüter absoffen. „Wenigstens sechs Kibitzpaare sind erledigt“, klagt der 1940 geborene Vogelschützer. Die grün-braun gesprenkelten Eier des einzigen hessischen Brachvogel-Brutpaares habe man nicht mal vor den Fluten retten dürfen. Fraglich sei, ob die Vögel mit den langen gebogenen Schnäbeln nun noch einen Brutversuch unternehmen.
Vier noch unfertige und versehentlich auch ein schon zum Brüten genutztes Storchennest beseitigte die Ovag vergangene Woche be…
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