Schlagwort-Archive: Vogelsberg

Trinkwasser

Neuauflage des Stadt-Land-Dialogs

Von Corinna Willführ

Regenmangel seit April auch im Vogelsberg: Der Klimawandel ist eine große Herausforderung auch bei der Sicherstellung der Trinkwasserversorgung der Menschen. (Fotos: Corinna Willführ)

Frankfurt braucht Wasser – der Vogelsberg hat es.  Eine einfache Feststellung, die seit Jahrzehnten zu Konflikten zwischen der Metropole und der Region führt. Um zwischen den unterschiedlichen Interessen auszugleichen, fand am 12. November 1990 im Frankfurter Römer der erste Stadt-Land-Dialog zum Thema Trinkwasser statt. Ein weiterer folgte am 14. Januar 1993 in Schotten (Vogelsbergkreis). Nun gibt es eine Neuauflage des Diskussionsforums. „Das Klima verändert sich – wie gehen wir mit der kostbaren Ressource Wasser um?“ lautet die Frage, auf die am Freitag, 7. September 2018, in einer Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen im Hessischen Landtag im Haus der Jugend in Frankfurt Antworten gesucht werden. Trinkwasser weiterlesen

Wetterau und Vogelsberg

Kulturführer durch „Hessens wilde Mitte“

Von Corinna Willführ

88 Lieblingsplätze zum Entdecken im Vogelsberg und in der  Wetterau stellt die Journalistin Andrea Reidt in der Kultur-Reihe des Gmeiner-Verlags vor. Jede ihrer Empfehlungen präsentiert das Buch mit einem Foto und einem  ganzseitigen Text.  190 Seiten ist es stark und hält für Einheimische manch‘ Neuentdeckung bereit. Neubürgern wie Touristen bietet es eine kurzweilige Einführung in die beiden Regionen. Wetterau und Vogelsberg weiterlesen

Vogelsberg Erlebnistour

„Wo ist denn hier der Vulkan?“

Von Corinna Willführ
Die Tour „Wo ist denn hier der Vulkan“ kann auch gebucht werden. Beispielsweise zum Familienausflug. Auf dem Foto sind vier Generationen vereint, die sich blindlings zu einer der Stationen der Tour haben führen lassen. Und erstaunt waren, wie beeindruckend das war, was sie dort sahen. (Fotos: Corinna Willführ)

„Wo ist denn hier der Vulkan?“ Eine Frage, die sich viele Touristen, Zugezogene, aber auch manch Einheimischer stellt, wenn es um den Vogelsberg geht. Denn  in Infobroschüren wie Wanderführern ist zu lesen, dass es sich bei dem Vogelsberg um das größte zusammenhängende Vulkangebirge in Mitteleuropa handelt. Rund 60 Kilometer umfasste dieses, als sich aus den Schloten und Spalten über der Erde Lavamassen ergossen. Was aber 15 bis 18 Millionen Jahre her ist. Vogelsberg Erlebnistour weiterlesen

Eschentriebsterben

Kein Schutz vor tödlichem Pilz

Von Corinna Willführ

Mit dem bloßen Auge ist das Falsche Weiße Stängelbecherchen kaum zu erkennen. Nur wenige Millimeter ist es groß – und doch tödlich für seinen „Wirt“: die Esche. Die Sporen des Schlauchpilzes dringen in Blätter,  Zweige und Stamm ein und bewirken dort letztlich einen massiven Vitalitätsverlust der Laubbäume. Die Folge: Zunächst sterben Triebe und Blätter ab, dann die Äste, schließlich der Baum. Es ist erst wenige Jahre her, dass der Hymenoscyphus pseudoalbibus (so der wissenschaftliche Name des Schaderregers)   in heimischen Wäldern entdeckt wurde. Doch seitdem hat er zu gravierenden Schäden geführt. Und bislang gibt es keine Möglichkeit, die Bäume vor dem Pilz zu schützen. Eschentriebsterben weiterlesen

Wasser vom Vogelsberg

Vogelsberg-Wasser für Frankfurt

Rund 44 Millionen Kubikmeter Trinkwasser fördert die Ovag jedes Jahr im Vogelsberg-Gebiet. Mehr als die Hälfte davon verkauft sie an die Menschen im Frankfurter Ballungsraum.

Weil Frankfurt laut Prognosen in den nächsten Jahren bis zu 150 000 Einwohner mehr als heute haben wird, braucht die Stadt künftig noch mehr Wasser. Im Jahr 2016  wird bei Gießen eine rund zwölf Kilometer lange Fernleitung gebaut, damit Frankfurt Trinkwasser aus dem nordhessischen Wohratal und aus Stadtallendorf beziehen kann. Die Leitung soll ab 2017 mindestens zwei Millionen Kubikmeter pro Jahr nach Frankfurt befördern.

Auf dem Vogelsberg sieht man die Entwicklung mit Sorgen. Die Schutzgemeinschaft sammelte Unterschriften gegen den Wasser-Raubbau im Untergrund. Und im März 2016 demonstrierten Bundestagsabgeordnete und Bürgermeister aus dem Vogelsberg am Frankfurter Römer. Ihre Botschaft: Die Stadt müsse sich stärker selbst mit Wasser versorgen, statt es aus immer größerer Entfernung zu importieren. Außerdem sei eine stärkere Brauchwasser-Nutzung notwendig – man brauche kein Trinkwasser für die Toilettenspülung und die Waschmaschine.