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Eschentriebsterben

Kein Schutz vor tödlichem Pilz

Von Corinna Willführ

Mit dem bloßen Auge ist das Falsche Weiße Stängelbecherchen kaum zu erkennen. Nur wenige Millimeter ist es groß – und doch tödlich für seinen „Wirt“: die Esche. Die Sporen des Schlauchpilzes dringen in Blätter,  Zweige und Stamm ein und bewirken dort letztlich einen massiven Vitalitätsverlust der Laubbäume. Die Folge: Zunächst sterben Triebe und Blätter ab, dann die Äste, schließlich der Baum. Es ist erst wenige Jahre her, dass der Hymenoscyphus pseudoalbibus (so der wissenschaftliche Name des Schaderregers)   in heimischen Wäldern entdeckt wurde. Doch seitdem hat er zu gravierenden Schäden geführt. Und bislang gibt es keine Möglichkeit, die Bäume vor dem Pilz zu schützen. Eschentriebsterben weiterlesen

Wasser vom Vogelsberg

Vogelsberg-Wasser für Frankfurt

Rund 44 Millionen Kubikmeter Trinkwasser fördert die Ovag jedes Jahr im Vogelsberg-Gebiet. Mehr als die Hälfte davon verkauft sie an die Menschen im Frankfurter Ballungsraum.

Weil Frankfurt laut Prognosen in den nächsten Jahren bis zu 150 000 Einwohner mehr als heute haben wird, braucht die Stadt künftig noch mehr Wasser. Im Jahr 2016  wird bei Gießen eine rund zwölf Kilometer lange Fernleitung gebaut, damit Frankfurt Trinkwasser aus dem nordhessischen Wohratal und aus Stadtallendorf beziehen kann. Die Leitung soll ab 2017 mindestens zwei Millionen Kubikmeter pro Jahr nach Frankfurt befördern.

Auf dem Vogelsberg sieht man die Entwicklung mit Sorgen. Die Schutzgemeinschaft sammelte Unterschriften gegen den Wasser-Raubbau im Untergrund. Und im März 2016 demonstrierten Bundestagsabgeordnete und Bürgermeister aus dem Vogelsberg am Frankfurter Römer. Ihre Botschaft: Die Stadt müsse sich stärker selbst mit Wasser versorgen, statt es aus immer größerer Entfernung zu importieren. Außerdem sei eine stärkere Brauchwasser-Nutzung notwendig – man brauche kein Trinkwasser für die Toilettenspülung und die Waschmaschine.