Sophie-Scholl-Schule

20 Jahre inklusive Bildung in Gießen

Der Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 20. Geburtstag der Sophie-Scholl-Schule Gießen (Inklusive Grund- und Gesamtschule) wurde wegen frühlingshaft warmen Wetters kurzerhand nach draußen verlegt. Vor dem 2013 bezogenen Neubau der Sekundarstufe in der Rödgener Straße 72 in Gießen begrüßten Annegret Roggenkamp, Leiterin der Sekundarstufe und Ralph Schüller, Leiter der Primarstufe, die zahlreich erschienenen Gäste. Sie zeigten sich stolz auf 20 Jahre inklusive Bildungsarbeit mit dem reformpädagogischen Schulkonzept. „Die Sophie-Scholl- Schule ist fester Bestandteil der Gießener Schullandschaft“, so Ralph Schüller. Dies zeige sich insbesondere über die sich verstetigenden Kooperationen der -Schule, wie zum Beispiel mit der Universität Gießen.

Einfühlen in ein Kind mit Behinderung

Ralph Schüller und Annegret Roggenkamp schneiden den Jubiläumskranz an.

Im Zentrum der Feier standen keine langen Reden, sondern der entspannte Austausch zwischen Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen, Schülerinnen und Schülern sowie weiteren Interessierten. Maren Müller-Erichsen, Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe Gießen und Initiatorin der Sophie-Scholl-Schule, flanierte über das weitläufige Schulgelände und freute sich darüber, dass die Spiel- und Experimentier-Angebote des Mathematikums regen Anklang fanden. Neben einem Sponsorenlauf, bei dem die unendlichen ordentlich ins Schwitzen kamen, bot ein Rolli-Parcours allen Interessierten die Möglichkeit, einmal selbst einen Rollstuhl über Hindernisse hinweg zu manövrieren und dabei zu erfahren, wieviel Geschicklichkeit dies erfordert. „Die Einfühlung in das Empfinden eines Kindes mit Behinderung ist für mich nach wie vor einer der wichtigsten Gründe für die Wahl dieser Schule“, berichtete eine Mutter, deren Tochter Schülerin der Primarstufe ist.

Matthias Roth (Schirmherr des 60. Jubiläums der Lebenshilfe Gießen), Ralph Schüller (Leiter der Primarstufe) und Annegret Roggenkamp (Leiterin der Sekundarstufe) hießen die Gäste herzlich willkommen. (Fotos: Lebenshilfe Gießen)

Am Rande einer von den Schülern der Sekundarstufe organisierten Kunstversteigerung berichtete Annegret Roggenkamp, dass die Kultur der Wertschätzung jedes einzelnen Kindes den unverwechselbaren Charakter der Sophie-Scholl-Schule ausmache und die Grundlage für die Förderung darstelle. „Für unsere Grundschüler stellt der Wechsel in die 5. Klasse – wie so häufig – keinen Bruch dar, da wir den Übergang fließend gestalten können. Wir bieten bis zur Klasse 10 alle Schulformen an, die sich untereinander durch eine hohe Durchlässigkeit kennzeichnen. Leistungssteigerungen oder Lernkrisen führen bei uns nicht zum Verlassen der Schule.“

Verlassen wollten die Schule an diesem beschwingten Tag selbst die Schüler  nicht. Sie hielten sich entspannt bei Currywurst und Pommes von Anna Woscht und gekühlten Getränken auf dem Schulgelände auf und blinzelten in die Abendsonne, begleitet von lateinamerikanischen Rhythmen der Band Yerba Colorá der Englisch- und Spanischlehrerin Naomi Keates.

Weitere Informationen auf www.sophie-scholl-schulen.de.

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