Schätze in Büdingen

Ein Besuch im Heuson-MuseumHeuson Museum in Büdingen klein

Büdingen zählt  zu den schönsten Städten Deutschlands. Im Alten Rathaus aus dem Jahre 1458  ist heute das Heuson-Museum untergebracht. Wer es im Herzen der Altstadt besucht, kann darin stundenlang Entdeckungen machen. Die Kreisverwaltung hat diesen Text verfasst.

Schätze in Büdingen

Das Museum trägt den Namen von Karl Heuson, der lange den  Büdinger Geschichtsverein leitete. Diese Gruppe sammelte Exponate aus der Steinzeit bis in die Moderne. 1971 landeten sie im Alten Rathaus – dem ersten Regionalmuseum in ganz Hessen.

Halsschmuck aus dem fränkischen Frauengrab aus dem 7 Jahrhundert 1 klein
Die fränkische Halskette aus dem siebten Jahrhundert könnte auch heutigen modischen Ansprüchen genügen. Fotos: Wetteraukreis

In den Vitrinen des jahrzehntelang von Willi Luh geleiteten Museums liegen Steinzeit-Werkzeuge aus Frankreich, Federschmuck nordamerikanischer Indianer, vor allem aber   typische Gegenstände aus den Bereichen Handwerk, Baukunst und Archäologie im Büdinger Land. Zu den größten Kostbarkeiten gehört  das fränkische Frauengrab aus Düdelsheim mit seinen reichen Beigaben.

Petra Lehmann Stoll mahlt Getreide wie in der Steinzeit klein
Petra Lehmann-Stoll ist die Arbeit mit Kindern besonders wichtig. Hier zeigt sie, wie man in der Steinzeit mühsam Getreide zu Mehl verarbeiten musste.

Mit 12 000 Gästen im Jahr zählt das Heuson-Museum zu den am besten besuchten Museen in der Wetterau. Großes Augenmerk legt man  auf jüngere Besucherinnen und Besucher. Es gibt Führungen für Kinder an und Rätselbögen, damit die Kinder spielerisch das Museum erschließen können. Gleichzeitig setzt Petra Lehmann-Stoll, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums,  auch auf die Gäste aus der Büdinger Jugendherberge: „Da kommen immer wieder neue Jugendgruppen, die wir für unser Museum begeistern wollen.“ Archäologie zum Anfassen und spezielle Kinderworkshops runden das Programm ab.
Drei- bis viermal im Jahr organisiert Petra Lehmann-Stoll zusammen mit dem Museumsleiter Joachim Cott Sonderausstellungen. Besonders populär waren „Büdingen im Ersten Weltkrieg“, „Trachten“, „Marionetten“ und „Spielzeuge aus zwei Jahrhunderten“. Gerade zu Ende gegangen ist die Ausstellung „Fürstenschmaus und Bauernbrei – die Küche im Mittelalter“.

Der gelernte Schreiner Manfred Lachmann  hat die aktuelle Sonderausstellung: „Wo gehobelt wird – Handwerkstraditionen der Holzbearbeitung“ zu großen Teilen bestückt. „Nur wer das Alte kennt, kann das Neue verstehen“, ist Lachmanns Motto. „Ich mag die alten Sachen und habe mich angeboten, zu helfen, weil es mir einfach Freude macht, hier ehrenamtlich zu arbeiten.“ Dabei wird nicht nur gearbeitet, sondern auch gekocht, gerne nach alten Rezepten.

Die Sonderausstellungen nehmen in der Regel das Erdgeschoss des Heuson-Museums ein. Im ersten Stock sind die Funde des fränkischen Frauengrabes aus dem siebten Jahrhundert zu bewundern. Im zweiten Stock werden alte Handwerke präsentiert:  Töpferei, Drechslerei, Weberei und Tuchfärberei und die  Landwirtschaft, von der die meisten Bewohner des Büdinger Landes einst lebten. Der Eintritt ist stets kostenlos.

Öffnungszeiten des Heuson-Museums

April bis September: Dienstag und Donnerstag: 10 bis 12 Uhr, Dienstag bis Freitag: 14 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 14 bis 18 Uhr

Oktober bis März: Dienstag und Donnerstag: 10 bis 12 Uhr, Dienstag bis Freitag: 14 bis 16 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 14 bis 17 Uhr

 

 

 

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