Sanierung Niddatalsperre

Statt Baden Bauarbeiten beobachten

Von Corinna Willführ

Bootsausleihe: Leider im Sommer 2018 am Niddastausee nicht möglich.

Für diesen Sommer ist es eine schlechte Nachricht, doch für die Zukunft eine gute: Die Staumauer an der Niddatalsperre bei Schotten im Vogelsbergkreis muss saniert werden.  Die Arbeiten haben bereits begonnen. Von der Wassermenge wird nur mehr ein Rest für Fische und Kleinlebewesen erhalten. Das bedeutet: Bis voraussichtlich Ende Oktober 2018 ist im Niddastausee  kein Badebetrieb möglich. Auch Angeln und Wassersportarten können nicht ausgeübt werden. Einschränkung gibt es auch für Wanderer, Radfahrer und Skater. Dafür werden während der Bauzeit zwei Informationspunkte eingerichtet, von denen sich die Arbeiten verfolgen lassen.

Wassertiefe wird weiter gesenkt

„Das Element Wasser …. Erholungsort und Ausflugsziel Nidda-Stausee“ wirbt der Urlaubskatalog für die zwischen der Vulkanstadt Schotten und dem Erholungsort Rainrod im Vogelsbergkreis gelegene Niddatalsperre. Zweifelsohne ein touristischer Anziehungspunkt in dem Vulkangebirge. Allerdings in diesen Sommermonaten für Menschen, die angeln, segeln oder baden wollen nicht. Denn der aus mehr als  300.000 Kubikmetern Vogelsbergbastalt bestehende Staudamm muss saniert werden. Und das geht witterungsbedingt ausgerechnet dann, wenn das Wetter zum Schwimmen und Segeln am schönsten ist.

Sicherer Hochwasserschutz

Der Staudamm ist ein beeindruckendes Bauwerk von 28 Metern Höhe. Sein vorrangiger Zweck: zum einen der Hochwasserschutz, zum anderen der Ausgleich bei einem eventuellen Niedrigwasserstand des Zuflusses Nidda. In Betrieb ging die Anlage, zu der auch ein Wasserkraftwerk gehört, 1970. Seitdem hat sie ihren Zweck gut erfüllt. Doch auch an ihr hat der Zahn der Zeit genagt. So sind nach nun fast 50 Jahren Sanierungsarbeiten an der Asphalt-Außenschicht nötig. Bereits seit Januar ist die Wassermenge in dem rund 64 Hektar großen See auf 600.000 Kubikmeter reduziert worden. Maximal kann er sieben Millionen Kubikmeter Wasser fassen. Derzeit werden die Gestänge auf der Staumauer abgebaut. Beginnen die Arbeiten an ihr, soll die Wasserhöhe im See maximal noch zehn Meter betragen. Der Wasserverband Nidda als Träger des Sanierungsprojekt rechnet mit einem Investitionsvolumen von etwa 4,3 Millionen Euro.

Aus Sicherheitsgründen sind für die gesamte Zeit der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende Oktober Baden, Surfen, Segeln und Angeln nicht möglich. Eine Situation, auf die sich beispielsweise der Wasser- und Fischereisportclub Schotten bereits eingestellt hat. Die Steganlagen sind abmontiert worden. Ein Großteil des Fischbestands ist umgesiedelt worden.

Zwei Informationspunkte

Bei so vielen Einbußen eine gute Nachricht für die bis zu 1000 Besucher, die in den Sommermonaten täglich an den Niddastausee kommen: Von zwei Informationspunkten können die Bauarbeiten verfolgt werden – und auf dem mehrfach ausgezeichneten Campingplatz am Ufer sind Caravaning und Zelten weiterhin möglich. Eine Einschränkung gibt es auch für Radfahrer:  Sie können nicht wie gewohnt, den See komplett umrunden. Spaziergänger werden unterhalb der Staumauer über einen kleinen Umweg geleitet.  Die Kronenstraße ist für die Zeit der Sanierung für die Öffentlichkeit komplett gesperrt. Alle Umleitungsinformationen vor Ort.

www.wasserverband-nidda.eu

 

 

 

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