Sabine Corzelius

Lustige Figuren aus Gemüse

Monsieur Légère & Mademoiselle Légume bei einer Tour im im Maybach Cabrio anno 1923.

Lebenslustig und kunterbunt sind die Kunstwerke, die Sabine Corzelius aus Wettenberg in liebevoller Kleinarbeit aus Obst, Gemüse und anderem Essbarem anfertigt. In der Phantastischen Bibliothek Wetzlar stellt die Requisiteurin am Stadttheater Gießen in der Reihe „Biblioteca Culunaria“ ab 25. Oktober 2017 Fotografien ihrer verzehrbaren Figuren aus.

Die Folge einer „Crazy-Food-Party“

Sabine Corzelius. (Fotos: Dirk Ommert, Copyright: Sunnyfood)

Wie entstand die Idee zu „Sunnyfood“? Sabine Corzelius hatte, wie sie berichtet, zu einer Mottofete eingeladen, bei der nicht nur die Gäste illuster gekleidet waren. Auch das Gemüse war entsprechend dekoriert. Der Erfolg der „Crazy Food-Party“ ließ die Wißmarerin nicht mehr los: „Nach und nach erschuf ich in liebevoller Handarbeit eine kleine Food-Art-Welt voller Gemüsefiguren mit Charme, Witz und Persönlichkeit.“ Die Requisiteurin fasste ihr Projekt unter dem Namen „Sunnyfood“ zusammen.

Geier Walliese: Ehemalige Zofe bei den Seppl von Meyer-Öhis im Hause Kunigunde von Herzog-Stand.
„Lucky Lauchi“war lange als Smutje auf den Weltmeeren unterwegs.

Da die Exponate nicht lange haltbar sind, sputen die kleinen Stars nach Styling und Maske flugs zum Fotoshooting. Dirk Ommert, der Ehemann von Sabine Corzelius, ist für das Fotografieren der Figuren zuständig. Das Obst und Gemüse wird vorwiegend beim Biobauern gekauft oder stammt aus dem eigenen Garten. Weggeworfen wird nichts: Leckere Aufläufe oder Ratatouille werden im Anschluss gekocht. Nur gut, dass solche Tüftelarbeiten (darunter ein mondänes Paar bei einer Spritztour im Wirsing Oldtimer oder eine quirlige Kammerzofe) zumindest fotografisch erhalten bleiben.

Three none Blondes – ehemalige Backroundsängerinnen der „Jackson Fours“.

Die Wettenbergerin abschließend: „Meine Gemüsefiguren erzählen kleine Geschichten und greifen Situationen und Eigenarten auf, bei denen man sich selbst oder andere erkennt und darüber ins Schmunzeln gerät… unverwechselbar festgehalten auf Leinwand, Karten und Bildern; wobei Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen mitunter erwünscht sind. Meine Beobachtungen, Begegnungen und auch mein Beruf im Stadttheater inspirieren mich immer wieder aufs Neue. In mir schlummert die Idee, daraus einmal eine fortlaufende Geschichte zu kreieren.“

Die von musikalischen und anderen Überraschungen umrahmte Vernissage ist am Mittwoch, 25. Oktober (19.30 Uhr) in der Phantstischen  Bibliothek in der Wetzlarer Turmstraße 20. Eintritt frei. Die Fotos sind bis zum 25. November 2017 zu sehen (montags bis donnerstags 9 bis 18 Uhr und freitags 9 bis 12 Uhr).

sunnyfood.de

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